Gelenkerkrankungen: Bei Arthrose wirkt Radeln oder Schwimmen lindernd

Alfred Domke
Bewegung bei Arthrose: Radeln oder Schwimmen sinnvoll
Rund fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Arthrose. Die Schmerzen, die sich durch den Verschleiß von Gelenkknorpeln einstellen, nehmen im Verlauf der Erkrankung weiter zu. Eine Heilung ist nicht möglich, Linderung aber schon. Gesundheitsexperten raten Betroffenen zu Bewegung.

Fünf Millionen Deutsche leiden an Arthrose
Nach Angaben der Deutschen Arthrose-Hilfe ist Arthrose die häufigste Gelenkerkrankung. Rund fünf Millionen Bundesbürger sind davon betroffen. Zwar kann die Erkrankung nicht geheilt werden, es gibt aber Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern. Gesundheitsexperten zufolge ist es wichtig, trotz der Schmerzen regelmäßig in Bewegung zu kommen. Sport hat für die Gelenkknorpel positive Effekte.

Etwa fünf Millionen Deutsche leiden an Arthrose. Heilbar ist die schmerzhafte Gelenkerkrankung nicht. Bewegung kann jedoch dazu beitragen, die Schmerzen zu lindern. (Bild: Kzenon/fotolia.com)
Etwa fünf Millionen Deutsche leiden an Arthrose. Heilbar ist die schmerzhafte Gelenkerkrankung nicht. Bewegung kann jedoch dazu beitragen, die Schmerzen zu lindern. (Bild: Kzenon/fotolia.com)

Bewegung wirkt sich positiv auf Gelenkknorpel aus
So heißt es in einem aktuellen Beitrag der Zeitschrift „Neue Apotheken Illustrierte“ (Ausgabe Oktober/2016): „Knorpelgewebe, das die Knochen-Enden in Gelenken schützend überzieht, kann sich nicht selbst ernähren, denn es enthält keine Blutgefäße. Knorpelfutter ist die Gelenkschmiere, auch Synovial-Flüssigkeit genannt. Bewegung sorgt dafür, dass diese Flüssigkeit in den Knorpel gepresst und dieser dabei gut mit Nährstoffen versorgt wird.“

Sportarten mit gleichmäßigem Bewegungsablauf
Zu beachten ist, dass nicht jeder Sport für alle Arten von Arthrose geeignet ist. Patienten sollten am besten mit ihrem Arzt oder einem Physiotherapeuten darüber sprechen. Gut geeignet sind in der Regel Sportarten mit einem gleichmäßigen Bewegungsablauf wie Radfahren, Schwimmen oder Langlauf. Bewegungsabläufe mit schnellen Stopps – wie etwa beim Handball oder Tennis – sollten Arthrose-Patienten eher meiden. Denn diese können den Knorpelverschleiß fördern.

Im akuten Fall Schmerzen lindern
Im akuten Fall geht es bei Arthrose aber in erster Linie darum, die Beschwerden zu lindern. Beispielsweise mit Schmerzmedikamenten, wobei nicht alle Mittel geeignet sind. So fanden Wissenschaftler heraus, dass Paracetamol nicht bei Arthrose hilft. Auch Wärme- beziehungsweise Kälteanwendungen sowie Entlastung können helfen.

Und auch Naturheilkunde lindert Arthrose-Schmerzen und Steifigkeit. Zu nennen sind hier unter anderem Teufelskralle und Brennesselextrakt. Die Ernährung spielt ebenfalls eine Rolle. So sollte man laut Fachleuten bei Arthrose kein Fleisch und nur wenig Käse essen. (ad)