Gesunder Schlaf: Nacktschläfern droht auch in wärmeren Nächten Erkältungen

Alfred Domke
Nachtruhe während heißer Nächte: Nacktschläfer erkälten sich leicht
Für einen erholsamen Schlaf sollte die Raumtemperatur im Schlafzimmer bei 16 bis 18 Grad liegen. Im Sommer ist es jedoch häufig wesentlich wärmer im Haus. Manche Menschen ziehen sich daher im Bett ganz aus. Aus gesundheitlichen Gründen ist dies nicht zu empfehlen, denn Nacktschläfer erkälten sich leicht.

Wenn es nachts zu warm zum Schlafen ist
Wer nicht ausreichend schläft, ist tagsüber nicht nur müde, sondern gefährdet auch seine Gesundheit. Für einen erholsamen Schlaf sollte die Raumtemperatur im Schlafzimmer laut Experten am besten bei 16 bis 18 Grad liegen. Daran ist jedoch im Sommer häufig nicht zu denken. Denn wenn es tagsüber 30 Grad und mehr sind, steigen die Temperaturen auch in den Räumen. Trotzdem sollte man sich nicht nackt schlafen legen. Sonst drohen gesundheitliche Gefahren.

Gesundheitsexperten raten davon ab, nackt zu schlafen. Selbst in sehr warmen Nächten kann man sich erkälten. Empfehlenswert sind leichte Schlafkleidung und eine dünne Decke. (Bild: Kaspars Grinvalds/fotolia.com)

Im Tiefschlaf wird die Körpertemperatur nicht richtig geregelt
Selbst wenn die Nächte noch so heiß sind, schläft man besser nicht nackt, denn dadurch erhöht sich das Risiko für eine Erkältung.

Wie der Berliner Schlafmediziner Prof. Thomas Penzel in der aktuellen Ausgabe (7B/2017) der „Apotheken Umschau“ erklärt, regelt der Körper seine Temperatur nicht mehr richtig, wenn der Mensch tief schläft.

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Ist dann auch noch ein Fenster geöffnet oder eine Klimaanlage in Betrieb, holt man sich leicht eine Verkühlung.

Nackt schlafen ist aber nicht nur wegen der Erkältungsgefahr nur bedingt empfehlenswert, sondern auch aus hygienischen Gründen. Denn nachts geben wir bis zu einem halben Liter Schweiß ab.

Leichte Schlafkleidung und dünne Decke
Damit man trotz sommerlicher Hitze schlafen kann, sollte man beispielsweise Federdecken gegen leichte Baumwolllaken beziehungsweise dünne Decken austauschen.

Schlafmediziner Penzel rät zudem zu leichter Schlafkleidung aus Naturmaterialien wie Leinen oder Seide.

Ein weiterer Schlafhilfe-Tipp für tropische Nächte: Die Wärmflasche zur Kühlflasche machen.

Dafür befüllt man sie mit Wasser und legt sie etwa drei Stunden vor dem Schlafengehen in den Kühlschrank.

Am besten wird die Kühlflasche in ein dünnes Laken eingeschlagen mit ins Bett genommen. Auch eine kurze Dusche mit lauwarmem Wasser vor dem Zubettgehen kann entspannend und schlaffördernd sein. (ad)