Gesundheitsgefahren beim Eier-Auspusten: So lassen sich Ostereier gesund färben

Alfred Domke
Gesundheitliche Risiken? Experten geben wichtige Antworten zum Thema Ostereier
Ostern steht vor der Tür. In manchen Haushalten dürften die Vorbereitungen schon angefangen haben. Von herausragender Bedeutung sind dabei die bunten Eier, die an Sträucher gehängt, versteckt und natürlich gegessen werden. Beim Auspusten von rohen Eiern und bei der Lagerung der gekochten Varianten sollten allerdings ein paar Hygieneregeln beachtet werden, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden.

Eier haben zu Ostern Hochkonjunktur
Zu Ostern haben Eier traditionell Hochkonjunktur. Die Frage, ob man bunte Ostereier kaufen oder selbst färben soll, fällt oft zugunsten des Selbermachens aus. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit denen man sie auf natürliche Weise färben kann. Vor dem Cholesterin muss man sich laut Gesundheitsexperten keine große Sorgen machen: An Ostern sind auch mal drei Eier in Ordnung. Allerdings sollten einige Hygieneregeln beachtet werden, um Ostereier ohne Bauchschmerzen genießen zu können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat dazu in einer aktuellen Meldung ein paar Tipps zusammengefasst.

Zum Osterfest kommen oft bunt gefärbte Eier auf den Tisch. Experten geben Tipps, wie sich Ostereier gesund färben und lagern lassen. (Bild: Pixelot/fotolia.com)

Gefahr durch Salmonellen
Zwar haben Kinder in der Osterzeit Spaß daran, Eier auszupusten und zu bemalen, doch dabei kann es zu einer Infektion mit Salmonellen kommen. Eine Salmonellose geht unter anderem mit Durchfall, Erbrechen und Kopfschmerzen einher.

Kinder unter fünf Jahren, ältere und kranke Menschen sind besonders empfindlich. Bei ihnen können Salmonellosen auch deutlich schwerer verlaufen, in Einzelfällen sogar tödlich.

Da Kinder besonders gefährdet sind, an einer Salmonellose zu erkranken, sollten sie möglichst gar nicht mit rohen Eiern in Kontakt kommen, rät das BfR. Vor allem sollten sie keine Eier auspusten.

Eine gefahrlose Alternative zum Bemalen sind hart gekochte Eier oder Eier aus Materialien wie Holz, Styropor und Kunststoff.

Beim Auspusten Gesundheitsrisiken vermeiden
Beim Auspusten von Eiern sollten generell einige Hygienemaßnahmen beachtet werden, um eine Infektion mit Salmonellen zu vermeiden. So sollten nur frische Eier verwendet werden, die mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel gereinigt wurden.

Um den direkten Kontakt mit dem Mund zu vermeiden, bietet es sich an, die Eier mit einem Strohhalm oder ähnlichem auszupusten.

Verwendete Gegenstände, wie etwa die Nadel zum Anbohren der Eier, und auch die Arbeitsfläche sollten gründlich gereinigt werden. Das gilt auch für die Hände.

Das BfR weist darauf hin, dass Eier in der Regel auch nach Ablauf der Mindesthaltbarkeit noch verzehrt werden können, wenn sie gut durcherhitzt werden.

Frische rohe Eier lassen sich auch daran erkennen, dass sie in einem Glas mit kaltem Wasser am Boden liegen bleiben. Alte Eier schwimmen hingegen oben. Grund dafür ist die Luftkammer im Ei, die umso größer wird, je älter das Ei ist.

Richtige Lagerung
Am besten gelagert werden Eier im Eierfach des Kühlschranks – und zwar mit dem spitzeren Ende nach unten, dann halten sie sich länger.

Die Haltbarkeit von hart gekochten Eiern hängt unter anderem von der Beschaffenheit der Schale, der Art der Zubereitung und der Lagerung ab.

Die Eier sollten in siedendem Wasser vollständig durchgekocht werden. Auch das Eigelb sollte hart sein, was je nach Größe der Eier etwa zehn Minuten Kochzeit bedeutet.

Da hart gekochte Eier schneller verderben, wenn die Schale beschädigt ist, sollten Eier, die nicht sofort verzehrt werden, nach dem Kochen nicht mit kaltem Wasser abgeschreckt werden, weil dabei kleine Risse entstehen können. Dadurch verkürzt sich die Haltbarkeit auf wenige Tage.

Grundsätzlich sollten hart gekochte Eier nach Möglichkeit im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von vier Wochen verbraucht werden.

Ostereier selbst bunt färben
Wie das BfR schreibt, sind zum Eierfärben handelsübliche künstliche und natürliche Ostereierfarben geeignet. An den E-Nummern lässt sich demnach erkennen, dass sie als Lebensmittelfarben zugelassen sind.

Eine Alternative ist das Färben mit pflanzlichen Lebensmitteln. So lassen sich Ostereier beispielsweise mit Zwiebelschalen, Roter Bete oder Spinat natürlich färben.

Am besten wird bereits beim Kauf darauf geachtet, Eier mit glatter Schale auszuwählen, wenn sie später gefärbt werden sollen. Denn darauf haftet die Farbe am besten. Außerdem werden die Farben bei Eiern mit weißer Schale klarer als bei braunen Schalen.

Um Natur und Umwelt möglichst zu schonen, wird dazu geraten, Eier bevorzugt aus Bio- oder Freilandhaltung zu kaufen. (ad)