Kaki-Früchte bereiten im Winter eine süße jedoch gesunde Abwechslung

Sebastian
Kakis sind gesund, kalorienarm, schmecken wunderbar süß und sind fast das ganze Jahr über erhältlich. Daher eignen sie sich optimal, um in der kalten Jahreszeit etwas exotische Abwechslung in die Küche zu bringen. Die Möglichkeiten sind dabei nahezu unbegrenzt – doch nur reife Früchte sind richtig lecker, da sie den hohen Gehalt an Gerbstoffen verloren haben. Empfehlenswert ist z.B. die Verarbeitung zu Kompott oder Konfitüre, ebenso lassen sich aber auch herzhafte Gerichte mit dem wohlschmeckenden Obst veredeln.
Süße Tomaten mit reichlich Vitaminen und Mineralstoffen
Kaki-Früchte ähneln äußerlich einer orangefarbenen Fleischtomate und kommen ursprünglich aus Asien. Reife Früchte schmecken herrlich süß und erinnern an Aprikose und Honigmelone, wobei die Süße zusätzlich eine leichte Vanille-Note hat. Unreife Exemplare haben hingegen aufgrund des relativ hohen Gehalts an Gerbstoffen einen eher herben Geschmack und können für ein pelziges Gefühl im Mund sorgen. Die Süße entsteht durch den recht hohen Zuckeranteil, denn Kakis kommen pro 100 Gramm auf bis zu 16 Gram Zucker.

Gesunde Kakis. Bild: Kzenon - fotolia
Gesunde Kakis. Bild: Kzenon – fotolia

Dennoch sind die „süßen Tomaten“ nach Angaben des Verbraucherinformationsdienstes „aid“ sehr gesund, was unter anderem an dem hohen Anteil an Beta-Carotin (Provitamin A) liegt. Dieses ist gut für die Augen und unterstützt zahlreiche Wachstumsvorgänge, zudem kann es wirkungsvoll z.B. gegen brüchige Nägel und Haarprobleme eingesetzt werden. Auch das abwehrstärkende Vitamin C ist reichlich in den orangefarbenen Früchten vorhanden, dementsprechend können die exotischen Südfrüchte gerade im Winter für eine Stärkung des Immunsystems sorgen. Hinzu kommen vergleichsweise hohe Mengen an wertvollem Kalium und Phosphor sowie mehrere antioxidativ wirkende Phenolverbindungen, so die Information des aid laut der Nachrichtenagentur „dpa“.

„Sharon“ verleiht Obstsalaten und Kuchen eine besondere Note
Wer im Supermarkt nach Kakis sucht, findet besonders häufig die aus Israel stammende Variante „Sharon“, welche durch eine weichere und dünnere Schale sowie einen geringeren Gehalt an Gerbstoffen gekennzeichnet ist. Die Früchte können mit oder ohne Schale gegessen werden, wird oben eine Scheibe abgeschnitten bzw. die Frucht halbiert, kann das Fruchtfleisch wie bei einer Kiwi direkt ausgelöffelt werden. Neben der puren Form lassen sich Kakis laut dem aid zusammen mit Orangen- und Zitronensaft, Wasser und Joghurt z.B. auch gut zu einem Smoothie verarbeiten, ebenso können sie einem Obstsalat, Kuchen oder Quarkspeisen eine besondere Geschmacks-Note verleihen. Bei den klassischen Wintergerichten passt die Kaki geschmacklich vor allem zu Weiß- oder Rotkohl, Roter Beete und Möhren, ebenso kann sie aber auch andere herzhafte Speisen wie z.B. Bratensaucen, würzige Currys oder indische Chutneys veredeln.

Früchte müssen nach dem Kauf meist nachreifen
Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Kakis keine Druckstellen haben, zudem darf nicht vergessen werden, dass die Früchte meist unreif in den Handel kommen und daher vor dem Verzehr noch einige Tage bei Raumtemperatur liegen müssen. Sobald die Kaki unter leichtem Druck etwas nach gibt, ist sie ausreichend gereift, im Gemüsefach des Kühlschranks halten sich die Früchte dann etwa zwei bis drei Wochen. (nr)