Kartoffel des Jahres 2015: Die Heideniere

Heilpraxisnet

„Heideniere“ zur Kartoffel des Jahres 2015 gewählt

15.02.2015

Die „Heideniere“ ist zur „Kartoffel des Jahres“ 2015 gewählt worden. Das hat die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses Recht und Verbraucherschutz, Renate Künast, am Freitag bekannt gegeben. Kartoffeln sind bei vielen Menschen als Dickmacher verrufen – zu Unrecht.

Besonders gut schmeckende Sorte
Am Freitag hat Renate Künast, Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses Recht und Verbraucherschutz, in Nürnberg bekannt gegeben, dass die „Heideniere“ zur „Kartoffel des Jahres“ 2015 gewählt worden ist. In einer Pressemitteilung heißt es, dass die „Heideniere“ eine besonders gut schmeckende, niedersächsische Sorte sei, die vor 60 Jahren von Kartoffelbauern aus Soltau gezüchtet worden sei. Den Angaben zufolge verdankt sie den Namen ihrer Form, die dem menschlichen Organ ähnelt.

„Heideniere“ war in Vergessenheit geraten
Die tief gelbe, festkochende „Heideniere“ wurde 1953 zugelassen und war unter anderem als besonders geeignet für Salate gepriesen worden. Allerdings hatten damals Spezialsorten gegenüber den Massenkartoffeln kaum noch eine Chance und so konnte sich die „Heideniere“ auf dem Markt nicht durchsetzen. Das Schicksal dieser Sorte schien damit zunächst besiegelt, doch in ostdeutschen Genbanken blieb die „Heideniere“ erhalten, so dass sie ab Mitte der 1990er Jahre wieder angebaut werden konnte.

Kartoffeln sind zu Unrecht als Dickmacher verrufen
Die Auszeichnung „Kartoffel des Jahres“ wird bereits seit 2006 vergeben. Unter anderem soll damit auf die Vielfalt der Kartoffelsorten hingewiesen werden. Im vergangenen Jahr wurde die Granola ausgezeichnet. Kartoffeln sind bei manchen Menschen – zu Unrecht – als Dickmacher verpönt. Der Kaloriengehalt der Knollenfrucht ist jedoch moderat. Der Anteil des enthaltenen Eiweißes ist zwar gering, jedoch besonders hochwertig. Außerdem hat die Knolle einen beträchtlichen Anteil an B- und C-Vitaminen. Enthalten sind zudem verschiedene Mineralstoffe und Spurenelemente.

Blaue Kartoffeln senken den Blutdruck
Der gesundheitliche Nutzen von Kartoffeln konnte sogar schon wissenschaftlich belegt werden. So haben vor einigen Jahren Forscher der Universität Scranton im US-Bundesstaat Pennsylvania herausgefunden, dass blaue Kartoffeln den Blutdruck nachhaltig senken. Das hatte sich in einer Studie gezeigt, bei der die Probanden an Bluthochdruck litten. So lange man Kartoffeln nicht ausschließlich in Form von Pommes Frites, Chips oder anderen Zubereitungsarten, die viel Fett enthalten, zu sich nimmt, ist die Knollenfrucht eine wichtige Zutat für eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung. Ideen für leckere Kartoffelrezepte findet man unter anderem im Internet. (ad)

Bild: Carina Lauer / pixelio.de