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Bewegung schützt Gehirn im Alter – selbst in geringen Dosen

Alexander Stindt
Verfasst von Alexander Stindt, Fachredakteur für Gesundheitsnews
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8. Mai 2025
in News
Menschen gehen im Wald spazieren.
Schon kurze intensive Bewegung, beispielsweise bei einem zügigen Spaziergang im Wald, bringt im Alter deutliche Vorteile für die Gesundheit des Gehirns mit sich. (Bild: tilody16/stock.adobe.com)
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Schon kurze, intensive Bewegungseinheiten können helfen, das Gehirn gesund zu halten und Demenz vorzubeugen. Hierbei reicht es zum Beispiel aus, regelmäßige kurze Spaziergänge mit erhöhtem Gehtempo einzulegen.

In einer neuen Studie unter Beteiligung von Fachleuten der Norwegian University of Science and Technology (NTNU) wurde dargelegt, über welche Mechanismen körperliche Aktivität nicht nur dem Herz, sondern auch dem Gehirn entscheidend nützt. Die Ergebnisse sind in dem Fachjournal „Lancet“ nachzulesen.

Wichtig für die Hirngesundheit

Die Forschenden verglichen aktuelle Ergebnisse aus neurobiologischen und sportmedizinischen Studien, um den Einfluss von Ausdauertraining und Fitness auf das Gehirn im Alter zu bewerten. Dafür wurden Daten aus Tier- und Humanstudien ausgewertet.

Das Team konzentrierte sich darauf, wie körperliche Aktivität auf zentrale Mechanismen im Gehirn wirkt, die im Alter nachlassen, und stellte fest, dass zum Beispiel die Durchblutung, Entzündungsregulation, die Funktion des Immunsystems, die Neuroplastizität (also die Fähigkeit des Gehirns, sich anzupassen) sowie die Ausschüttung schützender Moleküle im Blut profitieren.

„Wir fassen Forschungsergebnisse zusammen, die deutlich zeigen, dass Bewegung nicht nur für das Herz, sondern auch für das Gehirn wichtig ist. Körperliche Aktivität scheint eine der vielversprechendsten Maßnahmen zu sein, um kognitivem Abbau und Demenz vorzubeugen“, fasst die Studienautorin Dr. Atefe R. Tari in einer aktuellen Pressemitteilung zusammen.

Besonders hervorzuheben: Schon kleinste Mengen an Bewegung – wenn sie intensiv genug sind – reichen laut der Studie aus, um einen messbaren Effekt zu erzielen. „Unsere Studie zeigt, dass selbst geringe Mengen hochintensiver Aktivität – vergleichbar mit zügigem Gehen, bei dem man nicht nebenbei singen kann – das Demenzrisiko um bis zu 40 Prozent senken können“, fügt der Studienautor Professor Ulrik Wisløff hinzu.

Zudem ist der Einstieg in körperliche Aktivität jederzeit möglich – auch im fortgeschrittenen Alter, so Tari. Ein bisschen bleibe besser als nichts und es sei nie zu spät, anzufangen.

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Laut den Forschenden sollten die gängigen Bewegungsempfehlungen angesichts der Ergebnisse überarbeitet werden, denn derzeit gelten 150 Minuten moderate oder 75 Minuten intensive Aktivität pro Woche als Zielvorgabe, die jedoch von 50 bis 70 Prozent der Bevölkerung nicht erreicht würden.

Bewegung im Alltag

Die Erkenntnisse sind ermutigend und vor allem alltagsnah umsetzbar. Regelmäßig kurze, fordernde Bewegungspausen einzulegen kann nicht nur das Herz stärken, sondern auch das Gehirn langfristig schützen. Spaziergänge in zügigen Tempo, Treppensteigen oder kurze Workouts zuhause reichen dabei bereits aus, um eine Wirkung zu erzielen. (as)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Alexander Stindt
Quellen:
  • Atefe R. Tari, Tara L. Walker, Aleksi M. Huuha, Sigrid B. Sando, Ulrik Wisloff: Neuroprotective mechanisms of exercise and the importance of fitness for healthy brain ageing; in: Lancet (veröffentlicht 29.04.2025), Lancet
  • Norwegian University of Science and Technology: Exercise helps improve how our brain ages (veröffentlicht 05.05.2025), Norwegian University of Science and Technology

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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