Keine Energydrinks für Kinder: Discounter stoppen den Verkauf

Sebastian

Keine Energydrinks für Kinder: Niederländische Discounter stoppen Verkauf

In den Niederlanden verkaufen einige Discounter ab Oktober 2018 keine Energydrinks mehr an Kinder unter 14 Jahren. Anlass für diese Entscheidung seien zunehmende Sorgen über die Folgen des Konsums dieser Getränke. In Großbritannien hatten Discounter den Verkauf an unter 16-Jährige bereits im März gestoppt. In Litauen regelt seit 2014 ein Gesetz, dass Energydrinks nicht an Minderjährige abgegeben werden dürfen.

Foodwatch fordert Verbot für Jugendliche. Bild: Gesundheitsexperten plädieren für ein Verbot von Energydrinks. (Bild: beermedia.de/fotolia.com)

Energydrinks haben mit 32 Milligramm pro 100 Milliliter einen deutlich höheren Koffeingehalt als zum Beispiel Cola-Getränke. Außerdem sind weitere Stoffe wie Taurin, Inosit und Glucuronolacton und oft hohe Mengen Zucker enthalten. Aus diesen Gründen sind solche Getränke für Kinder nicht zu empfehlen. Auch wenn der Konsum kritisch gesehen wird, ist in Deutschland eine Altersbeschränkung beim Verkauf von Energydrinks derzeit nicht geplant. Per Gesetz muss jedoch der hohe Koffeingehalt gekennzeichnet werden.

Liegt er bei mehr als 150 mg pro Liter, ist der Hinweis »Erhöhter Koffeingehalt. Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen« vorgeschrieben. Auch der tatsächliche Koffeingehalt (in mg/100 ml) muss auf das Etikett.

Koffein steigert die Herzfrequenz und stimuliert das zentrale Nervensystem. In hohen Dosen können Konzentrationsstörungen und innere Unruhe die Folge sein. Für Kinder gilt eine Einzeldosis von höchstens 3 mg Koffein pro kg Körpergewicht als sicher. Damit wäre für einen 10-Jährigen, der rund 30 Kilogramm wiegt, schon eine 250-ml-Dose eines Energydrinks pro Tag kritisch. Außerdem scheint der Konsum in Verbindung mit sportlicher Betätigung ein Risiko zu sein. Allein aufgrund des hohen Zuckergehalts sind Energydrinks auch keine Durstlöscher. Heike Kreutz, bzfe