Länger leben durch Ballaststoffe

Heilpraxisnet

Ballaststoffe verlängern das Leben

14.01.2015

Ballaststoffe übernehmen laut Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wichtige Funktionen im Verdauungstrakt und haben eine positive Wirkungen auf den Stoffwechsel. Den Namen tragen sie, weil Ballaststoffe von körpereigenen Enzymen nicht verdaut werden und somit als eine Art Ballast den Verdauungstrakt passieren. Eine aktuelle Studie chinesischer Forscher hat nun ergeben, das ein hoher Ballaststoffanteil bei der täglichen Nahrungszufuhr mit einer deutlich verlängerten Lebenserwartung einhergeht.

Ballaststoffe haben zahlreiche positive gesundheitliche Effekte und entfalten eine präventive Wirkung gegenüber Diabetes, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Darmkrebs. So lag der Schluss nahe, dass Ballaststoffe auch die Gesamtmortalität positiv beeinflussen. Bislang mangelte es laut Angaben des Forscherteams um Professor Yong-Bing Xiang vom Shanghai Cancer Institute diesbezüglich allerdings an belastbaren Studien. In dem Fachmagazin „American Journal of Epidemiology“ haben sie nun die Ergebnisse einer Metaanalyse veröffentlicht, die feststellt, dass mit einer erhöhten Ballaststoffaufnahme die Lebenserwartung steigt.

Mindestens 30 Gramm Ballaststoffe am Tag
Die aktuelle Metaanalyse basiert auf siebzehn früheren Studien mit insgesamt 982.411 Teilnehmern und 67.260 Todesfällen. Je zehn Gramm erhöhter Ballaststoffzufuhr am Tag ergab sich eine um zehn Prozent reduzierte relative Sterbewahrscheinlichkeit bei den Studienteilnehmern, berichten die Forscher. Die positive Wirkung der Ballaststoffe auf die Gesamtmortalität ist nach Ansicht der Forscher mit der aktuellen Studie eindeutig belegt. Die tägliche Nahrungszufuhr sollte daher einen möglichst hohen Ballaststoffanteil enthalten. Die DGE nennt hier „als Richtwert für die tägliche Zufuhr mindestens 30 Gramm Ballaststoffe für Erwachsene.“ Viele Ballaststoff sind laut Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung „in Vollkornprodukten, Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchten und Obst zu finden.“ Entsprechend hoch sollte deren Anteil an der täglichen Nahrungszufuhr liegen. (fp)

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