Millionenüberschuss bei Techniker Krankenkasse

Fabian Peters

Techniker Krankenkasse verzeichnet Überschuss in dreistelliger Millionenhöhe

26.05.2011

Während die meisten gesetzlichen Krankenkassen derzeit eher mit Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam machen, kann die Techniker Krankenkasse (TK) erfreuliches vermelden. 577 Millionen Euro Überschuss hat die zweitgrößte deutsche Krankenversicherung im vergangenen Jahr erwirtschaftet – trotz Gesundheitsreform und erheblicher Mehrausgaben im Bereich der medizinischen Leistungen.

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Mit einem Überschuss von 577 Millionen Euro im Jahr 2011 steht die Techniker Krankenkasse im Vergleich zu den übrigen gesetzlichen Krankenversicherung derzeit relativ gut da. Der TK ist es gelungen, trotz der bestehenden Schwierigkeiten im Gesundheitssystem, auch im vergangenen Jahr ein positives Ergebnis zu erwirtschaften. Service und Verzicht auf Zusatzbeiträge dürften einen wesentlichen Anteil daran gehabt haben, dass die TK im Jahr 2010 außerdem fast 300.000 Neukunden gewinnen konnte.

Techniker Krankenkasse verzeichnet Millionengewinn trotz Kostensteigerungen
Mit rund 7,7 Millionen Versicherten ist die Techniker Krankenkasse momentan die zweitgrößte Krankenversicherung Deutschlands. Und während andere Krankenkassen von der Insolvenz bedroht sind oder bereits schließen mussten (siehe City BKK), konnte die TK auch im vergangenen Jahr ein positives Ergebnis erwirtschaften. 577 Millionen Euro Überschuss weist der Geschäftsbericht für das Jahr 2010 aus. 288.00 Neukunden wurden gewonnen und trotz der gestiegenen Ausgaben für die Versicherten, konnte die Techniker Krankenkasse im Jahr 2010 einen Millionengewinn verbuchen. Pro Versichertem gab die Krankenkasse durchschnittlich 1.851 Euro aus, was einer Steigerung von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Dabei waren dem Geschäftsbericht zufolge vor allem im Bereich der Krankenhausausgaben massive Kostensteigerungen von 7,5 Prozent je Versichertem zu verzeichnen. Bei den niedergelassenen Ärzten sind die Ausgaben indes um 0,5 Prozent gesunken. Außerdem konnte die Techniker Krankenkasse von den Sparmaßnahmen bei den Medikamenten profitieren. Die Zuwachsraten bei den Arzneimittelausgaben pro Versichertem wurden von 7,6 Prozent im Jahr 2009 auf einen Anstieg von 1,6 Prozent im Jahr 2010 gesenkt.

Techniker Krankenkasse relativ gut aufgestellt
Besonders günstig schnitt die Techniker Krankenkasse auch bei den Verwaltungskosten je Mitglied ab. Lediglich 104 Euro pro Versichertem gab die TK für Verwaltung und Bürokratie aus, was etwa 24 Prozent unter dem bundesweiten Durchschnitt der gesetzlichen Krankenversicherung von 136 Euro pro Kopf liegt. Die Techniker Krankenkasse profitiert offenbar nicht nur von dem Verzicht auf Zusatzbeiträge sondern auch aufgrund ihres besonders effizienten Verwaltungsapparats. Der damit verbundene Mitgliederzuwachs hilft außerdem die Zusatzbeiträge vorerst weiterhin zu vermeiden und die Verwaltungskosten pro Kopf weiter zu reduzieren. So scheint die Techniker Krankenkasse auf einem guten Weg, um auch in den kommenden Jahren positive Ergebnisse einzufahren. Als Anzeichen für die gute Aufstellung der TK kann dabei auch das Verhalten im Anschluss an die Insolvenz der City BKK gewertet werden. Während andere gesetzliche Krankenversicherungen mit den Abwimmelungsversuchen der City BKK-Kunden in die Schlagzeilen gerieten, berichteten die Medien von Anfang an über die Aufnahmebereitschaft der TK und zitierten die Leiterin der TK-Landesvertretung Berlin und Brandenburg, Susanne Hertzer, mit den Worten: „Jeder, der es möchte, wird aufgenommen.“ (fp)