Müdigkeit auch nach acht Stunden Schlafen? Das können die Gründe sein

Stress sorgt nicht nur dafür, das wir oft schlecht einschlafen können, sondern ist oft auch Schuld daran, dass wir trotz acht Stunden Schlaf noch immer müde sind. Dagegen kann man aber etwas unternehmen. (Bild: Sergey Nivens/fotolia.com)
Alfred Domke
Was hilft wenn Sie sich nach acht Stunden Schlaf noch immer gerädert fühlen
Immer mehr Menschen leiden unter chronischen Schlafmangel. Laut Experten hat etwa jeder zweite Erwachsene häufig Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen. Allerdings gibt es auch Menschen, die nachts genügend Schlaf finden und trotzdem am nächsten Tag richtig gerädert sind. Woran liegt das und was kann man dagegen machen?

Gute Gründe für mehr Schlaf
Schlafmangel gefährdet die Gesundheit. So haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt: Wer zu wenig schläft, erkältet sich viel öfter. Zudem erhöht sich bei Menschen, die zu wenig schlafen, das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Bluthochdruck und Herzinfarkt, Adipositas oder Diabetes zu erkranken. Es gibt also gute Gründe für mehr Schlaf. Allerdings sorgt eine lange Nachtruhe nicht zwangsläufig dafür, am nächsten Tag fit zu sein.

Stress sorgt nicht nur dafür, das wir oft schlecht einschlafen können, sondern ist oft auch Schuld daran, dass wir trotz acht Stunden Schlaf noch immer müde sind. Dagegen kann man aber etwas unternehmen. (Bild: Sergey Nivens/fotolia.com)
Stress sorgt nicht nur dafür, das wir oft schlecht einschlafen können, sondern ist oft auch Schuld daran, dass wir trotz acht Stunden Schlaf noch immer müde sind. Dagegen kann man aber etwas unternehmen. (Bild: Sergey Nivens/fotolia.com)

Wenn man trotz langem Schlaf müde ist
Gesundheitsexperten zufolge sollten Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren sieben bis neun Stunden schlafen. Doch bei manchen Menschen mag die Müdigkeit trotz einer langen Nachtruhe nicht vergehen.

Das liegt womöglich an zu viel Stress. Der sorgt nämlich nicht nur dafür, dass man erst gar nicht einschlafen kann, sondern wirkt auch oft noch fort, wenn wir bereits schlafen.

Gedanken auf die richtige Spur bringen
Experten raten daher, die Gedanken vor dem Einschlafen auf die richtige Spur zu bringen. Prof. Kneginja Richter, Leiterin der Schlafsprechstunde der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Nürnberg, empfiehlt dafür eine Visualisierungstechnik.

In einer Meldung auf dem Microsoft Webportal „MSN“ sagte sie: „Stellen Sie sich ein Bild vor, mit dem Sie positive Emotionen verbinden, z. B. wie Sie am Strand liegen. Prägen Sie sich jedes Detail ein, bis Sie wegdösen.“

Zudem bietet es sich an, sich die Sorgen direkt vor dem Ins-Bett-Gehen in kurzen Sätzen von der Seele zu schreiben. Auch Ausdauersport ist zu empfehlen, da dieser die Stresshormone reduziert. Allerdings muss das Training mindestens zwei Stunden vor dem Einschlafen beendet sein, sonst kommt man nicht mehr zur Ruhe.

Darüber hinaus können Lavendelöl oder andere pflanzliche Hausmittel bei Schlafstörungen helfen. Auch Baldrian hilft bei Schlafproblemen. (ad)

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