Nach Capri-Sonne Verzehr vergiftet in die Klinik

Sebastian

Ehepaar nach dem Trinken von Capri-Sonne ins Krankenhaus eingeliefert

21.07.2012

Ein Ehepaar aus Bremen musste mit Vergiftungserscheinungen in eine Klinik als Notfall eingeliefert werden, nachdem sie das Fruchtsaftgetränk „Capri-Sonne“ tranken. Der Getränkehersteller SiSi-Werke GmbH in Eppelheim in Baden-Württemberg schließt ein eigenes Verschulden aus. Vielmehr sei die Capri-Sonne mit krimineller Energie manipuliert worden.

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Nach dem ein Bremer Paar eine Capri-Sonne trank, mussten sie aufgrund einer Vergiftung in ein Krankenhaus verbracht werden. Nach dem Verzehr litten beide Patienten an Bauchschmerzen sowie Übelkeit und Erbrechen. Nach heutigen Angaben der Polizeidirektion Bremen wurde in dem benannten Fruchtsaftgetränk „eine Substanz gefunden, die dort nicht hineingehört und die zu der Vergiftung geführt hat“.

Gesundheitszustand der Betroffenen stabil
Der Vorfall ereignet sich bereits am vergangenen Donnerstag. Seitdem muss die 54jährige Patientin stationär in der Klinik behandelt werden. Nach Angaben des Polizeisprechers Dirk Siemerin, liegt die Patientin noch immer im „künstlichen Koma“. Ihr 56jähriger Ehemann wurde bereits zwei Tage zuvor in die Klinik eingeliefert. Weil sein Zustand stabil war, konnte der Betroffene bereits das Krankenhaus wieder verlassen. Weil ein krimineller Hintergrund mit Tötungsabsicht vermutet wird, „ermittelt mittlerweile die Mordkommision“. Welcher toxische Stoff gefunden wurde, darüber machte der Sprecher keine Angaben. „Die Ermittlungen dauern noch an.“

Der Capri-Sonne Getränkehersteller SiSi-Werke GmbH schloss unterdessen ein Verschulden aus. Ein Sprecher betonte, es lägen keine Qualitätsmängel in der Produktion vor. In einer verteilten Mitteilung an die Presse sprach der Hersteller von einem Fall der „kriminellen Manipulation“. In der Region Bremen wurden einige wieder-verschließbare 330-Milliliter-Beutel „Capri-Sonne“ von der Polizei sichergestellt. Diese seien „geöffnet worden und mit einer fremden Flüssigkeit versetzt“ gewesen. Der Unternehmen zeigte sich betroffen über den Vorfall. „Es hat uns sehr betroffen gemacht, dass durch diesen kriminellen Vorfall ein Ehepaar mittleren Alters nach dem Verzehr des manipulierten Getränks kurzzeitig erkrankte.“

Hersteller mahnt Verbraucher zur Vorsicht
Der Getränkekonzern warnte aufgrund der Funde und des Vorfalls die Verbraucher. Zwar seien laut Polizeiangaben keine weiteren Menschen verletzt worden, dennoch sollten Konsumenten beim Erwerb des Produktes darauf achten, dass die wieder-verschließbaren Fruchtsaftgetränke im 330-Milliliter-Beutel mit einem unverletzten Originalverschluss versehen sind.

Die Polizei Bremen stützte die Angaben der Firma. Derzeit liege „nur ein Einzelfall vor“. Zudem wolle der Hersteller die polizeilichen Maßnahmen unterstützen, um den Vorfall schnell aufzuklären. (sb)