Nussallergien sind eine große Belastung

Fabian Peters

Nussallergien sind für Betroffene eine besondere Belastung

21.03.2011

Nahrungsmittelallergien sind für alle Betroffen äußerst unerfreulich. Doch Nussallergiker haben es in unserer heutigen Welt offenbar besonders schwer. Dies hat die GfK Marktforschung Nürnberg bei einer Umfrage im Auftrag der Zeitschrift „Apotheken Umschau“ herausgefunden.

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Nussallergiker müssen sich im Alltag deutlich stärker bei der Nahrungsaufnahme einschränken, als Personen mit anderen Nahrungsmittelallergien. Mehr als die Hälfte aller Nussallergiker empfindet die Überreaktion des eigenen Immunsystems als erhebliche Last. Damit belegen die Allergien gegen Nüsse in der repräsentativen Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ eine einsame Spitzenposition.

Nussallergiker leiden am stärksten unter Beeinträchtigungen
In der Umfrage unter Nahrungsmittelallergikern gaben 60 Prozent der Personen mit einer Nussallergie an, dass für sie die Überreaktion ihres Immunsystems eine erhebliche Belastung darstelle. Insgesamt litt nach Angaben der „Apotheken Umschau“ durchschnittlich nur knapp jeder Vierte (23,1 Prozent) Allergiker im Alter ab 14 Jahren unter Beeinträchtigungen im Alltag, bei den Nussallergikern waren es jedoch fast dreimal so viele. Dies könnte auch damit zusammenhängen, dass Spuren von Nüssen heute in besonders vielen Nahrungsmitteln enthalten sind. Insgesamt wurden im Rahmen der Umfrage 2.054 Menschen befragt, wobei 239 von ihnen unter einer Nahrungsmittelallergie litten. Von den befragten Allergikern gaben 11,5 Prozent an auf Nüsse allergisch zu reagieren, 8,8 Prozent auf Obst oder bestimmte Obstsorten, 4,5 Prozent auf Milchprodukte, 3,1 Prozent auf Gewürze und 2,4 Prozent auf gewisse Gemüsesorten.

Symptome einer Nahrungsmittelallergie
Für die Betroffenen einer Nahrungsmittelallergie äußert sich diese häufig durch klassische Symptome wie beispielsweise Rötungen, Schwellungen der Mundschleimhaut, Lippen und Zunge, Juckreiz, tränende Augen und eine laufende Nase. Auch asthmatischen Anfälle begleitet von Atemnot sind mögliche Folgen. Außerdem sind Auswirkungen auf den Magen-Darm-Trakt möglich, die sich rund zwei Stunden nach der Nahrungsaufnahme durch Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Diarrhoe (Durchfall) äußern können. Im schlimmsten Fall droht ein anaphylaktischer Schock mit akutem Kreislaufversagen.

Einhaltung strikter Diät für Nahrungsmittelallergiker Pflicht
Um die Überreaktion des Immunsystems zu vermeiden beleibt den Nahrungsmittelallergikern nur die Einhaltung einer strikten Diät und der Verzicht auf alle bekannten Allergene. Bei schweren Allergien sollte laut Empfehlung der Experten außerdem möglichst immer ein sogenanntes Notfallset mitgeführt werden, damit im Ernstfall einer plötzlich eintretenden allergischen Reaktion mit drohendem anaphylaktischen Schock schnell gehandelt werden kann. (fp)