Ökotest untersuchte Fingerfarben Inhaltsstoffe

Heilpraxisnet

Gefährliche Inhaltsstoffe: Zwölf von 14 Fingerfarben fallen bei "Öko-Test" durch

30.08.2013

Kinderspielzeug gerät immer wieder in die Schlagzeilen aufgrund ausgehender Gefahren für Kinder. Öko-Test" hat 14 Produkte auf bedenkliche Substanzen getestet und ist zu einem ernüchternden Ergebnis gekommen. Bei 12 Fingerfarben wurden die Verkehrsfähig von den Verbraucherschützer nicht betätigt und für Kleinkinder als bedenklich eingestuft. Lediglich zwei Fingerfarben haben im Test gute Noten bekommen.

Wegen des langen Hautkontakts und weil Kleinkinder die Finger mit der Farbe auch mal in den Mund stecken, weist "Öko-Test" auf ein größeres Risikopotenzial als bei anderen Spielzeuge hin. Ein Grund weshalb die Tester besonders streng, nicht nur im Rahmen der gesetzlichen Sicherheitsrichtlinien für Spielzeug, sondern auch anhand der "Öko-Test"-Anforderungen für Kosmetika, prüften.

Bedenkliche Konservierungsmittel und verbotene Farbstoffe
Bei Fingerfarben müssen sowohl Bitterstoffe enthalten sein- dies hält Kinder davon ab, die Farbe abzuschlecken-, als auch Konservierungsmittel, damit sich in den angebrochenen Farbtöpfen keine Keime und Pilze vermehren. "Fast alle Hersteller verwenden Substanzen mit hohem Allergiepotenzial. Zwei halten nicht mal die gesetzlichen Grenzwerte ein", schreibt "Öko-Test".

Hinzu kam das unter anderem verbotene Farbstoffe, die Krebs auslösen können gefunden wurden. Bei einem anderen Produkt waren die Inhaltsstoffe komplett falsch deklariert.

"Öko-Test" empfiehlt nur zwei Fingerfarben
Nur bei den "Eco Fingerfarben" des holländischen Herstellers SES hatten die Tester nichts zu beanstanden und vergaben das Urteil "sehr gut". Auch noch gut, trotz Punktabzug für den Inhaltsstoff Paraben, schnitten die "Nawaro Fingerfarben" von Ökonorm ab.

Die anderen Fingerfarben fielen alle komplett durch. Sogar als "nicht verkehrsfähig" bewertete "Öko-Test" die wasserlöslichen Fingerfarben von Simba Toys und die "Toppoint Figer-Malfarben" von Stylex. Die in China produzierten Simba-Farben enthielten eine unzulässige Menge eines krebsverdächtigen Farbstoffes, außerdem Konservierungsmittel, die auf dem Etikett nicht deklariert waren. In den Fingerfarben von Stylex waren nicht genug Bitterstoff nachweisbar, dafür war der Grenzwert für einen bedenklichen Konservierungsstoff überschritten.

Fingerfarben kinderleicht selbst herstellen
Wer auf Nummer sicher gehen möchten, kann unbedenkliche Fingerfarben selbst herstellen. Dafür vermischt man Lebensmittelfarbe mit 100 Milliliter warmem Wasser und rührt vier leicht gehäufte Esslöffel Mehl hinein und rührt ordentlich. Rote-Bete-, Kirsch-, Blaubeer- oder Spinatsaft lassen sich prima als Alternative für Lebensmittelfarbe verwenden.

Weil sich durch den Fingerkontakt schnell Keime bilden können, empfiehlt es sich,bewahrt die Farbtöpfe im Kühlschrank aufzubewahren. Dort halten sich die Farben etwa ein bis zwei Wochen. (fr)

Bild: Rolf van Melis / pixelio.de