Salmonellen-Belastung: Rückruf für tausende braune Frühstückseier gestartet

Fabian Peters
Braune Eier aus Bodenhaltung wegen Salmonellen zurückgerufen
Die Hühnerhof Heidegold GmbH hat einen umfassenden Produktrückruf für braune Eier aus Bodenhaltung gestartet. Die betroffenen Chargen können eine Verunreinigung mit Salmonellen aufweisen, weshalb Kundinnen und Kunden gebeten werden, entsprechende Eier in den Verkaufsstätten zurückzugeben. Insbesondere für Personen mit geschwächtem Immunsystem können die Salmonellen ein ernsthaftes Risiko darstellen.

Rückrufaktionen für Frühstückeier haben in der Vergangenheit bereits für erhebliches Aufsehen gesorgt, wobei insbesondere der Dioxin-Skandal aus dem Jahre 2012 vermutlich noch vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern in Erinnerung sein dürfte. Der aktuelle Produktrückruf wurde indes wegen möglicher Salmonellen-Belastungen gestartet und bleibt bislang in einem relativ überschaubaren Rahmen. Vertrieben wurden die braunen Eier der Firma Hühnerhof Heidegold unter anderem über den Netto Marken-Discount und den Backring Nord Isernhagen (Region Hannover).

Wegen des Risikos einer Infektion mit Salmonellen ruft die Hühnerhof Heidegold GmbH braune Eier aus Bodenhaltung zurück. (Bild: aga7ta/fotolia.com)

Salmonellen bei Routineuntersuchung nachgewiesen
Den Angaben des Unternehmens zufolge wurden „bei einer Routineuntersuchung bei zwei Chargen brauner Eier aus Bodenhaltung Salmonellen auf der Schale der Eier – nicht in den Eiern selbst –festgestellt.“ Angesichts möglicher Gesundheitsrisiken hat die Hühnerhof Heidegold GmbH daher eine umfassende Rückrufaktion gestartet. Alle betroffenen Handelsunternehmen seien umgehend informiert und die dort teilweise noch vorhandenen Restmengen zurückgerufen worden. Aus Vorsorgegründen sind auch Verbraucherinnen und Verbraucher, die betroffenen braune Eier aus Bodenhaltung erworben haben, zur Rückgabe aufgefordert.

Betroffene Chargen der braunen Eier
Laut Mitteilung der Hühnerhof Heidegold GmbH sind braune Eier aus Bodenhaltung mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 28. März 2017 und 31. März 2017 von der Rückrufaktion betroffen. Ausgeliefert wurden die Eier am 08. März 2017. Bei dem Mindesthaltbarkeitsdatum 28. März gelte der Rückruf nur für Eier mit der Packstellenkennnummer DE-030009 (Information befindet sich auf einem Klebeetikett auf der Verpackung) und den Erzeugercodes/Printnummern 2-DE-0351921 und 2-DE-1327781 (siehe Stempelaufdruck auf dem Ei). Die Gewichtsklassen „S-M-L-XL“ sind hier betroffen. Als Verkaufsstätten und Regionen werden Backring Nord Isernhagen (Region Hannover), Ernst Dehning GmbH (Hamburg, Heidekreis, Rotenburg/Wümme), EGV AG (Unna), M. Gerth (Stade), Poseritzer Eierhof (Vorpommern-Rügen), Gronemann Lebensmittel KG (Arnsberg), K. Stöver (Harburg), Handelshof Köln GmbH & Co.KG (Köln), Handelshof Rheinbach GmbH & Co. KG (Rhein-Sieg-Kreis) und Transgourmet DE GmbH & Co. KG (Main-Taunus-Kreis, Karlsruhe, Offenbach, Darmstadt-Dieburg, Aschaffenburg, Rhein-Erft-Kreis und Köln) angegeben.

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Bei dem Mindesthaltbarkeitsdatum 31. März 2017 sind Eier mit der Packstellenkennnummer DE-030009 und den Erzeugercodes/Printnummern 2-DE-0351921 und 2-DE-1327781 betroffen. Allerdings nur in den Gewichtsklassen M und L. Als Verkaufsstätte wird von der Hühnerhof Heidegold GmbH der Netto Marken-Discount angegeben, wobei die Eier nur regional in Teilen von Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein angeboten wurden

Rückgabe in den Einkaufsstätten
„Vom Rückruf sind keine weiteren Eier mit anderen Mindesthaltbarkeitsdaten dieser Packstelle sowie andere Erzeugercodes/Printnummern betroffen“, so der Hinweis der Hühnerhof Heidegold GmbH. Eier aus betroffenen Chargen können bei der jeweiligen Einkaufsstätte zurückgeben werden und die Kunden erhalten nach ihrer Wahl neue Eier oder den Kaufpreis zurück., so die Mitteilung des Unternehmens.

Risiko durch Salmonellen nicht zu unterschätzen
Das Risiko einer Salmonellen-Infektion ist grundsätzlich nicht zu unterschätzen, da die Lebensmittelinfektion bei immungeschwächten Personen schnell einen schweren Verlauf annehmen kann und angesichts des typischen Beschwerdebildes mit Durchfall und Erbrechen eine innere Austrocknung der Patienten droht. Auch weitere Komplikationen können bei schweren Verlaufsformen hinzukommen. (fp)