Salmonellen-Risiko: Rückruf von Gojibeeren von Lidl

Alfred Domke
Lidl ruft getrocknete Gojibeeren wegen möglicher Salmonellen zurück
In getrockneten Gojibeeren des italienischen Herstellers V. Besama S.p.A. (San Gennaro vesuviano) wurden Salmonellen gefunden. In Deutschland wurde das „Superfood“ in Filialen des Lebensmitteldiscounters Lidl verkauft. Die betroffene Ware wird nun zurückgerufen.

Salmonellen in getrockneten Gojibeeren
Der Lebensmitteldiscounter Lidl ruft getrocknete Gojijbeeren zurück. Im Rahmen von Eigenuntersuchungen des italienischen Herstellers V. Besama S.p.A. (San Gennaro vesuviano) wurden Salmonellen gefunden. Diese Bakterien können Durchfall und weitere gesundheitliche Beschwerden verursachen.

Der Lebensmitteldiscounter Lidl ruft getrocknete Gojijbeeren des italienischen Herstellers V. Besama S.p.A. zurück. In den Früchten waren Salmonellen gefunden worden. (Bild: timolina/fotolia.com)

Betroffene Ware wurde nur bei Lidl Deutschland verkauft
Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf seinem Portal „Lebensmittelwarnung.de“ berichtet, bezieht sich der Rückruf auf „Alesto Gojibeeren getrocknet, 100g“ mit dem MHD 31.10.2017 und den Chargennummern / Los-Kennzeichnung: L7057001 und L7057002.

Den Angaben zufolge wurde die betroffene Ware nur bei Lidl Deutschland in den Bundesländern Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein verkauft.

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Nach Angabe des Discounters können die Packungen in allen Filialen zurückgegeben werden.

Magen- und Darmerkrankungen durch Salmonellen
Salmonellen sind Bakterien, die bei Menschen für schwere Magen- und Darmerkrankungen sorgen können.

Nach dem Verzehr kontaminierter Lebensmittel kann es unter anderem zu Beschwerden wie Bauchschmerzen, Fieber, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen kommen.

Vor allem bei Kleinkindern, Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Senioren können solche Symptome auftreten.

Nicht mit blutverdünnenden Medikamenten kombinieren
Goji-Beeren haben in den vergangenen Jahren einen wahren Boom erlebt. Die als „Superfood“ angepriesenen Früchte enthalten viel Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium, Magnesium sowie die Vitamine A, C und E.

Für manche Menschen können die Beeren allerdings gefährlich werden. Und zwar für diejenigen, die bestimmte Medikamente einnehmen.

So sollen Goji-Beeren nicht mit Blutverdünnern kombiniert werden, warnen Gesundheitsexperten.

Die kleinen roten Früchte stehen seit langem im Verdacht, den Abbau von blutverdünnenden Wirkstoffen wie Phenprocoumon und Warfarin zu blockieren. Dies könne laut dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bei Patienten zu Blutungen führen. (ad)