Selbstbehandlung bei Hyperhidrosis und Schweißfüße

Heilpraxisnet

Was kann man gegen Schweißfüße tun?

Die Therapie bei Schweißfüßen erfolgt nach ihrer Ursache. Vegetative, psychische und organische Erkrankungen gehören in die Heilpraktiker- oder Arztpraxis, um angemessen behandelt zu werden. Unterstützend bieten sich folgende Maßnahmen an.

Allgemeine Maßnahmen bei Schweißfüssen

Socken, Strümpfe und Schuhe aus synthetischen Materialien sind gegen Baumwollstrümpfe und Lederschuhe ohne Gummisohlen auszutauschen. Getragene Socken sollten nach einmaligem Tragen gewaschen werden, die Schuhe am folgenden Tag gut auslüften werden. Die Füße sind täglich ausgiebig ohne Seife zu waschen. Im Sommer sollten offene Schuhe und Barfußlaufen bevorzugt werden.

Ein Fußbad mit Eichenrinde kann Schweifüße nachhaltig lindern. (Bild: Johanna Mühlbauer - fotolia)
Ein Fußbad mit Eichenrinde kann Schweifüße nachhaltig lindern. (Bild: Johanna Mühlbauer – fotolia)

Ernährung & Lebensweise

Reizmittel wie Kaffee, Tabak, Alkohol und scharfe Gewürze, aber auch der Konsum von Fleisch und Speisesalz sollten drastisch reduziert werden. Die Nahrung sollte vorwiegend aus frischem Obst und Gemüsezubereitungen bestehen, auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser und verdünnten Obstsäften ist zu achten. Ausreichend Nachtschlaf und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft können die Selbstheilungskräfte unterstützen.

Was kann helfen

Als altbewährtes Hausmittel gegen Fußschweiß gilt ein Fußbad aus Eichenrinde. Dazu werden 500g Eichenrinde in 5 Liter Wasser 15-20 Minuten gekocht, abgegossen und nach dem Abkühlen 15-20 Minuten lang die Füße darin gebadet. Zweimal täglich anwenden und immer mit kaltem Guss beenden.

– Bei Durchblutungsstörungen können die Füße abends mit Franzbranntwein eingerieben werden.

– Innerlich kommen Tees oder Tinkturen aus Salbei zum Einsatz, die den Schweißfluss natürlich vermindern.

– Bei nervösen Beschwerden können sanft beruhigende Teezubereitungen aus Baldrian, Hopfen und Melisse Besserung herbeiführen.

Bachblüten können helfen

Bachblüten helfen durch Ausbalancierung seelischer Zustände, die körperlichen Störungen zugrunde liegen. Da bei der Selbsteinschätzung „blinde Flecken“ nicht zu vermeiden sind, ist es hilfreich, die passenden Bachblüten durch professionellen Behandlern mit objektivem Blick und guter Kenntnis der Blütenbeschreibungen, ermitteln zu lassen. Folgende Überlegungen können im Vorfeld angestellt werden:

Gibt es etwas, das mich innerlich aus dem Gleichgewicht bringt? Wodurch gerate ich ins Schwitzen? Vergiftet etwas einenBereich meines Lebens? Kann ich gut zwischen Aktivität und Ruhe umschalten?

Homöopathie bei Schweißfüßen

Da nach homöopathischem Gesetz das Mittel nicht gegen eine Krankheit sondern für eine bestimmte Konstitution gefunden wird, ist für eine tiefgreifende Heilung fachkundige therapeutische Beratung notwendig. Zunächst können in den Tiefpotenzen D6, D12 folgende Mittel versucht werden: Silicea (bei sehr übelriechendem saurem Schweiß an Füßen, Händen, Achselhöhlen; eiskalte Füße, häufig bei frösteligen, mageren Menschen); Calcium Carbonicum (kalte, nasse, übelriechende Füße, nachts kopfschweiß, schwitzt beim Essen, Verschlimmerung bei kalter, feuchter Luft); Acidum Butyricum (extrem stinkender Fußschweiß, abbröckelnde Zehennägel, Verschlimmerung nachts und bei Anstrengung); Sulphur (Brennende Füße, nachts heiß, tags kalt, morgens häufig Durchfall, ungesunde Haut, Achselschweiß und heiße, schweißige Hände, Verschlimmerung durch Bettwärme); Sepia (Schwitzen mit Hitzewallungen, Reizbarkeit; erschöpfte Mütter, hektische Flecken im Gesicht) sowie Mercurius und Lycopodium. (Verfasserin, Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin)