Skinny Jeans: Machen zu enge Hosen Männer impotent?

Enge Jeans beeinträchtigen laut Aussage von Experten nicht die Fruchtbarkteit des Mannes. (Bild: dreamerve/fotolia.com)
Alfred Domke
Wird man von zu engen Hosen tatsächlich impotent?
„Skinny Jeans“ sind in Mode und werden nicht nur von Frauen gerne angezogen. Experten warnen jedoch vor Gesundheitsgefahren durch solche Kleidungsstücke. Wenn Männer sehr enge Hosen tragen, bekommen sie manchmal Sätze zu hören wie: „Davon wird man aber impotent.“ Stimmt das wirklich?

Machen enge Hosen wirklich impotent?
Hautenge Hosen liegen zwar im Trend, doch sie schädigen die Gesundheit, warnen Experten. Durch Skinny Jeans drohen Nervenschäden in den Unterschenkeln, wie wissenschaftliche Untersuchungen zeigten. Tragen Männer sehr enge Hosen müssen sie sich manchmal anhören, dass sie deshalb impotent werden. Doch dem ist nicht so, wie ein Gesundheitsexperte in einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa erklärte. Und zwar unabhängig davon, was mit „impotent“ gemeint ist, sagte Götz Christian Melloh von der Klinik für Urologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Enge Jeans beeinträchtigen laut Aussage von Experten nicht die Fruchtbarkteit des Mannes. (Bild: dreamerve/fotolia.com)
Enge Jeans beeinträchtigen laut Aussage von Experten nicht die Fruchtbarkteit des Mannes. (Bild: dreamerve/fotolia.com)

Qualität der Spermien könnte geschädigt werden
Der Mediziner hob hervor: „Der Begriff ist nicht mehr gebräuchlich.“ Haben Männer Erektionsprobleme, spricht man von erektiler Dysfunktion und bei Unfruchtbarkeit von Infertilität. „Die Erektionsfähigkeit wird von engen Hosen definitiv nicht beeinträchtigt“, so Melloh. Und auch die Fruchtbarkeit leidet laut dem Experten nicht unter engen Hosen. Es gibt war Hinweise aus Studien, denen zufolge enge Hosen die Spermienqualität schädigen, da durch die Enge eine erhöhte Temperatur der Hoden verursacht wird. „Das betrifft dann aber eher Berufsgruppen, die eine lange sitzende Tätigkeit ausüben“, erläuterte Melloh.

Rauchen mindert die Fruchtbarkeit
Außerdem wurden dem Mediziner zufolge in derartigen Studien keine weiteren Einflussfaktoren erhoben. Wie er erklärte, seien für die Spermienqualität andere Faktoren entscheidender. Etwa, ob jemand raucht, viel Stress hat oder wie er sich ernährt. Solche Umstände waren auch schon Teil wissenschaftlicher Studien. So zeigte eine Untersuchung der Universität des Saarlandes, dass Rauchen die Fruchtbarkeit bei Männern mindert. Und erst vor kurzem berichteten zwei Forscherteams, dass eine fettreiche Ernährung des Vaters das Sperma verschlechtert. (ad)

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