Studie: Saarländer am Häufigsten krank

Sebastian

Umfrage des Robert-Koch-Instituts : Bürger aus dem Saarland am Häufigsten krank.

(19.04.2010) Aus einer Umfrage des Robert-Koch-Instituts geht hervor, dass Bürger aus dem Saarland im Vergleich zu anderen Bundesländern am Häufigsten krank sind. Vor allem die Chronische Erkrankungen sind im Saarland häufiger vertreten, als in den restlichen Bundesländern. Gleichzeitig sind häufigere Arztbesuche, mehr Krankheitstage sowie eine längere Verweildauer in den Krankenhäusern zu beobachten.

Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 2300 Menschen aus dem Saarland befragt. Aus den Antworten konnte entnommen werden, dass die Saarländer häufiger unter Rückenschmerzen und erhöhten Cholesterinwerten leiden als in den anderen Bundesländern. Ein Grund dafür könnte das Ernährungsverhalten sein. Nur 47,4 Prozent der Befragten gaben an, täglich Gemüse zu essen. Zum Vergleich: Im Durchschnitt zum Bundesgebiet essen 53,8 Prozent der Deutschen täglich Gemüse. Ähnliche Ergebnisse konnten auch beim Verzehr von Obst beobachtet werden. Nur 65,9 Prozent der saarländischen Frauen essen täglich Obst (Vergl. Bundesgebiet: 71,5 Prozent). Bei den befragten Männern konnten beim Verzehr von Obst keine wesentlichen Unterschiede fest gestellt werden.

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Anhand der Befragung konnte erneut fest gestellt werden, wie wichtig die tägliche Ernährung für unser gesundheitliches Wohlbefinden ist. Der Gesundheitsminister Georg Weisweiler (FDP) kommentierte die Ergebnisse wie folgt: "Wir müssen deutliche Anstrengungen unternehmen, um Krankheiten vorzubeugen und die Gesundheit der saarländischen Bevölkerung aktiv zu fördern". Der Minister rät dazu, die Essgewohnheiten deutlich umzustellen, sich mehr zu bewegen und den Verzehr von Genussmitteln zu reduzieren. Dadurch könnten auch die ärtzlichen Behandlungskosten reduziert werden. (sb)