Umwelt: Wurst, Käse oder Gemüse – Das muss in die Biotonne

Sebastian
Der beste Abfall ist derjenige, der erst gar nicht anfällt. Dies ist leicht gesagt, aber um die Bedeutung dieser einfachen Botschaft zu erfassen, sollte sich jeder einmal persönlich ansehen, wo bei ihm zu Hause Abfälle anfallen, und nicht nur zu Hause, sondern auch unterwegs, in der Freizeit oder im Urlaub.

Welche Abfälle gehören in die Biotonne?
Doch welche Abfälle dürfen in die Biotonne? Im Einzelnen geben die regionalen Entsorger vor. Im Grundsatz darf laut der Bioabfallverordnung nicht nur Grünabfälle und Obstreste in der grünen oder braunen Tonne landen sondern weitaus mehr biologischer Abfall. Hier eine kurze Übersicht:
Milchprodukte, wie Reste von Quark oder Käse können grundsätzlich in die Biotonne. Abgelaufene Milch aber nicht. Beim Käse ist darauf zu achten, dass es sich im Naturrinde handelt. Ansonsten muss diese vorher entfernt werden.

Fischgräten und Tierknochen können in haushaltsüblichen Mengen in die braune Tonne. Fischgräten selbst werden in Zeitungspapier eingewickelt. Das Papier sollte aber nicht bunt bedruckt sein. Schalen von Zitrusfrüchten, auch die von Äpfeln, Birnen und Kartoffeln gelten als Grünabfälle. Auch Eierschalen können in die Biotonne.

Bei Speiseresten sollten man vorsichtig sein. Lieber weniger als zu viel in den Biomüll geben. Nur Haushaltsübliche Mengen wie rohe, gekochte oder bereits schlechte Lebensmittel sollten in die Biotonne geschmissen werden. Auch hier in Zeitungspapier einwickeln, die nicht bunt bedruckt ist. Das gleiche gilt auch für Fleisch- bzw. Wurstwaren. Brotreste oder andere gebackene Waren können ebenfalls in der biologischen Tonne entsorgt werden. Erlaubt sind auch Teubeutel, Kaffeefilter mit Kaffeesatz. Auch in Tonne können Küchenkrepp, Papierhandtücher und Taschentücher, auch Servietten. Erlaubt sind auch Sammeltüten für Bioabfall aus Papier und aus gekennzeichneten biologisch abbaubaren Kunststoffen. Haarreste oder Federn sind abbaubar und können deshalb auch in die braune Biotonne.

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Holzwolle und Sägespäne von unbehandeltem Holz sowie Kleintierstreu, wenn es aus biologisch abbaubarem Material ist. Kot von den Tieren muss allerdings extra entsorgt werden. Laut Bundesumweltministerium ist die braune Tonne „auch für Grünabfälle von Beeten, Bäumen und Büschen sowie Blumenerde, Heu und Stroh, Laub, Reisig und Rasenschnitt gedacht“. Aber Achtung: Blumentöpfe und Drähte zum Binden der Blumen müssen zu vor entfernt werden, da diese nicht abbaubar sind.

Das gehört nicht in die braune Tonne
Nicht in die Biotone gehören beispielsweise Glas, Geschenkband, Gummi, Asche, behandelte Holzreste, Hygieneartikel (z.B. Tampons, Binden, Windeln usw.), Kerzenreste, Medikamente, Ruß oder auch Putzlappen. Diese Gegenstände gehören in den Haushaltsmüll bzw. in Grüne Säcke. (sb)

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