Vogelgrippe: Geflügel kann gegessen werden

Heilpraxisnet

Vogelgrippe: Geflügel kann weiterhin gegessen werden

24.12.2014

Nach den Vogelgrippe-Fällen in Deutschland hat sich Angst breit gemacht, dass es gefährlich sein könnte, Geflügel zu essen. Gerade jetzt an Weihnachten denken viele daran, da ja unter anderem Gänsebraten ein beliebtes Gericht an den Festtagen ist. Experten weisen darauf hin, dass Verbraucher bestimmte Hygieneregeln einhalten sollten.

Keine Infektion von Menschen mit dem Virus H5N8 bekannt
Gans ist ein klassisches Weihnachtsgericht, doch auch andere Geflügelsorten eignen sich durchaus für festliche Anlässe. Verbraucher sollten bei der Zubereitung grundsätzlich bestimmte Hygieneregeln einhalten. Dies jedoch gar nicht wegen der Vogelgrippe, die vielen Menschen Sorge bereitet. Diese Angstmüssen Verbraucher derzeit aber nicht haben, wenn sie Geflügel essen. Wie das Friedrich-Loeffler-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, kürzlich mitteilte, sei bislang weltweit keine Infektion von Menschen mit dem Virus H5N8 bekannt. Daher sehe man im Moment kein Verbraucherrisiko.

Gesundheitsrisiken beim Zubereiten von rohem Geflügelfleisch
Allerdings sollten Verbraucher beim Zubereiten von rohem Geflügelfleisch wegen anderer Gesundheitsrisiken wie Salmonellen immer sorgsam auf die Küchenhygiene achten. Denn sonst können solche Bakterien mitunter schwere Magen-Darm-Infektionen (Salmonellose) mit Symptomen wie Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechenauslösen. In einer Mitteilung der Nachrichtenagentur dpa gibt das Bundesinstitut für Risikobewertung einige Tipps zur Zubereitung.

Tipps zum hygienischen Umgang mit Lebensmitteln
Zunächst wird auf die Trennung von Lebensmitteln hingewiesen. So sollte rohes Geflügelfleisch von anderen Lebensmitteln getrennt aufbewahrt und zubereitet werden. Insbesondere gilt dies für Speisen wie Gemüse und Salat, die nicht noch einmal erhitzt werden. Des Weiteren thematisieren die Experten das Reinigen der Utensilien. Am besten werden Bretter und Messer, die mit rohem Fleisch in Berührung kamen, mit warmem Wasser und Spülmittel gereinigt. Verpackungen und das Auftauwasser gehören sofort in den Müll beziehungsweise in den Abfluss entsorgt.

Fleisch bei hohen Temperaturen durchgaren
Zur Sicherheit sollte Puten- und Geflügelfleisch immer bei hohen Temperaturen gründlich durchgegart werden. Dies bedeutet, dass es für mindestens zwei Minuten eine Kerntemperatur von 70 Grad Celsius erreicht. Grundsätzlich gilt, dass Influenzaviren, die von Vögeln stammen, sehr empfindlich gegenüber hohen Temperaturen sind. Daher gelten gut durchgegarte Lebensmittel als unbedenklich. Wenn Eier auf dem Speiseplan stehen, ist beim Kochen darauf zu achten, dass das Eiweiß und Eigelb fest sind. Das dauert je nach Größe mindestens sechs Minuten. Wer jedoch an den Festtagen auf der ganz sichern Seite sein will, kann auch auf vegetarische Weihnachtsrezepte zurückgreifen, die auf verschiedenen Internetseiten zu finden sind. (ad)

Bild: Martin Schemm / pixelio.de