Steifer Hals

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Wenn Menschen ihren Kopf nur eingeschränkt bewegen können, so wird das als Steifer Hals beschrieben. Die Symptomatik kann akut auftreten oder chronisch sein, so dass Betroffene nicht mehr den Kopf drehen, sondern den ganzen Körper. Bei einigen ist die Bewegung einfach nur eingeschränkt, bei anderen treten auch Schmerzen auf.

Inhaltsverzeichnis:
Synonyme
Symptome und Beschwerden bei einem steifen Hals
Funktionelle Ursachen von einem steifen Hals
Naturheilkunde und Behandlung

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Synonyme

Steifer Hals, Hals steif, Steifheit am Hals, Steifigkeit am Hals, Steifer Nacken, Halsverspannung, Hals steif, Schiefhals, akuter Schiefhals, chronischer Schiefhals, akutes Triggerband am Hals, chronisches Triggerband am Hals, Startriggerband, Trapez- Triggerband, C2 CD, Kontinuumdistorsion am Hals, Supraklavikulärer hernierter Triggerpunkt, SCHTP, stiff neck

Frau mit Nackenschmerzen
Ein steifer Nacken geht meist auf muskuläre Beschwerden zurück. (Bild: DoraZett/fotolia.com)

Symptome und Beschwerden bei einem steifen Hals

Bei einem akuten steifen Hals stehen die Betroffenen meist auf und klagen über Schmerzen und Bewegungseinschränkung. Die Schmerzen ziehen meist vom Kopf zu den Schultern oder zwischen die Schulterblätter, so dass es teiweise auch zu Schmerzen am Schulterblatt kommen kann. Es kommt zu einem schmerzhaften Punkt im Übergang zwischen Nacken und Schulter und manchmal seitlich am zweiten Halswirbel, der sich beim Drehen des Kopfes verstärkt.

Funktionelle Ursachen von einem steifen Hals

Angenommen wird in den meisten manuellen Ansätzen, dass durch eine Überlastung eventuell eine Einklemmung eines Meniskus der Halswirbelsäulengelenke vorliegt. Diese sind sehr empfindlich und könnten die punktuellen Schmerzen an der Halswirbelsäule erklären. Die ziehenden Schmerzen werden mit einem Hartspann des Trapezmuskels erklärt. Vorhergehende Überlastungen durch langes Halten und Vorbeugen der Halswirbelsäule, eventuell durch Computer-, Labor- oder Schreibtischarbeit, könnten zu der Problematik geführt haben.

Nach dem Fasziendistorsionsmodell (FDM), das sich stark an der Körpersprache orientiert, wird der Schmerz zwischen Nacken und Schulter von einem Stück Gewebe hervorgerufen, das durch das umhüllende Gewebe, die Faszie, getreten ist. Bei dem chronischen steifen Hals werden die von den Betroffenen empfundenen ziehenden Schmerzen oder Blockierungen als chronische Verdrehungen der Faszien mit Verklebungen (Adhäsionen) gesehen.

Naturheilkunde und Behandlung

Viele Betroffene massieren den schmerzhaften Punkt selbst und spüren etwas mehr Erleichterung und eine bessere Kopfdrehung. Dies macht sich das FDM zunutze und will diesen Punkt durch starken Daumendruck reponieren. Die ziehenden Schmerzen zwichen Schulter und Kopf werden auch mit dem Daumen entlang der schmerzhaften Bahn behandelt.

Methoden wie das Rolfing oder die Osteopathie gehen über die schmerzhafte Stelle am Hals hinaus und betrachten den gesamten Körper mitsamt seiner Spannungsverteilung und Statik. Eine ökonomische Körperhaltung und -spannung soll dem Organismus helfen, wieder sebst ins Gleichgewicht zu kommen.

In der Chiropraktik wird der Schmerz am Wirbel als Blockade aufgefasst und soll durch einen Impuls mit hoher Geschwindigkeit (Manipulation) wieder gelöst und bewegungsfrei gemacht werden. In einer Massage sollen die verhärtetetn Muskeln gelockert und besser durchbluttet werden. Dadurch soll wieder die normale Bewegung möglich sein. In der Neuraltherapie werden speziell einzelne Schmerzpunkte mit Lokalanästhetika angespritzt, dadurch soll der Schmerzreiz verringert und eine physiologische Bewegung wieder gwährleistet werden. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie)

1: Beßler/Havlena  / pixelio.de