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Zahl der Hautkrebs-Fälle stark gestiegen

Redaktion Heilpraxis.de
Verfasst von Redaktion Heilpraxis.de
26. Januar 2015
in News
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Sonnenbaden: Zahl der Hautkrebs-Fälle steigt stark

26.01.2015

Einem Pressbericht zufolge leiden immer mehr Menschen in Mittelsachsen an Hautkrebs. Hauptgrund für die Erkrankungen ist laut Experten zu langes Sonnenbaden. Grundsätzlich wäre diese Krebsart so einfach zu vermeiden, wie kaum eine andere.

Hautkrebs wegen zu langem Sonnenbaden
In Mittelsachsen leiden einem Pressebericht zufolge immer mehr Menschen an Hautkrebs. Wie die „Freie Presse“ schreibt, ist die Anzahl der Fälle seit dem Jahr 2000 deutlich angestiegen. In den Jahren 2010 und 2011 gab es im Landkreis je 820 Neuerkrankungen. Im Jahr 2000 waren es lediglich 340 registrierte Fälle. Die Zahlen gehen aus dem Krebsbericht für den Freistaat Sachsen hervor. Hautkrebs zählt damit zu den am stärksten zunehmenden Tumorarten. Den Hauptgrund dafür sieht der ärztliche Leiter des Chemnitzer Tumorzentrums, Ronald Lange, in zu langem Sonnenbaden. Gegenüber der Zeitung erklärte er: „Die Folgen zeigen sich oft erst nach etwa 20 Jahren.“

Heilungschancen von fast 100 Prozent
Als ein weiterer Grund für den Anstieg der Zahlen wird angegeben, dass nach der politischen Wende mehr Menschen in sonnige Gefilde reisten und das auch häufiger. Seit 2000 haben sich die Hautkrebs-Fälle im Landkreis rein statistisch mehr als verdoppelt. Dem Berliner Gesundheitswissenschaftler Roland Stabenow zufolge liegt das auch daran, dass der „weiße Hautkrebs“ (Spinaliom oder Basaliom) vollzählig in die Datensammlungen einfließt. Dies sei anfangs aufgrund der Heilungschancen von fast 100 Prozent nur unvollständig erfolgt.

Männer haben öfter Hautkrebs
Die Statistiken zeigen zudem, dass Männer im Kreis öfter Hautkrebs haben als Frauen. „Doch die Frauen holen auf“, so Lange. Das habe damit zu tun, dass viele Frauen ab Ende der 1990er Jahre Solarien teil exzessiv nutzten. Daher rechnen die Experten damit, dass die Anzahl von Hautkrebsfällen weiter steigt. Von Medizinern wird immer wieder darauf hingewiesen, alle zwei Jahre zum Hautkrebs-Screening zu gehen. „Je früher Tumore erkannt werden, umso besser die Heilungschancen“, sagte Lange.

Alle zwei Jahre zum Hautkrebs-Screening
Gesetzlich Versicherte in Deutschland haben seit dem 1. Juli 2008 ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre einen Anspruch auf eine Früherkennungs-Untersuchung, die die Kassen bezahlen. Ärzte diagnostizieren laut Medienberichten jährlich bundesweit bei mehr als 230.000 Menschen Hautkrebs, davon bei 200.000 „weißen“ Hautkrebs und bei den übrigen „schwarzen“ Hautkrebs (malignes Melanom). Bei jungen Frauen in Deutschland ist Hautkrebs die häufigste Tumorart und dass, obwohl sich kaum ein Krebs durch Vorbeugung so gut vermeiden lässt, wie sich in verschiedenen Studien gezeigt hat.

Genetische Veranlagung und Lebenswandel
Die „Freie Presse“ berichtet auch über die Zahlen bei andern Krebsarten. So standen 2010/2011 1.200 Krebsdiagnosen bei Männern 960 bei Frauen gegenüber. Die Ursache für den Unterschied könnte neben genetischen Veranlagungen auch im Lebenswandel liegen. „Rauchen, Alkoholmissbrauch, massive Fettsucht und Bewegungsmangel erhöhen das statistische Risiko, an Krebs zu erkranken“, erklärte Dr. Hans Bödeker, Chefarzt der Inneren Klinik am Krankenhaus Freiberg.

Häufigste krebsbedingte Todesursachen
Die häufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern sei der Lungenkrebs, gefolgt von Darm- und Prostatakrebs. Bei Frauen sei es der Brustkrebs, gefolgt von Darm- und Lungenkrebs. Bödeker zufolge steht bei beiden Geschlechtern Bauchspeicheldrüsenkrebs auf dem vierten Platz. „Das ist ein trauriges Beispiel mit meist sehr schlechten Überlebensprognosen“, sagte der Experte. Der Chemnitzer Mediziner Lange hat eine Erklärung, warum es Männer bei Lungenkrebs häufiger trifft: „Sie rauchen öfter.“ (ad)

Bild: Bild: Joerg Trampert / pixelio.de

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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