Bauchspeicheldrüsen­krebs – Symptome, Ursachen und Therapie

Frau mit Pankreastumor

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ICD-Codes für diese Krankheit: C25 ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen. Sie finden sich z.B. in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits­bescheinigungen.

Pankreaskarzinom

Ein bösartiger Tumor der Bauchspeicheldrüse tritt zwar selten auf, gehört aber zu den gefährlichsten Krebsarten ud es bestehen nur minimale Heilungschancen. Nach der Diagnose eines Pankreaskarzinoms bleiben den Betroffenen meistens nur noch wenige Lebensmonate. Nur in Ausnahmefällen wird die Erkrankung früh erkannt, so dass eine Operation zu einer verbesserten Prognose führen kann. In aller Regel beschränkt sich die Therapie auf eine Verbesserung der Lebensqualität in der noch verbleibenden Lebenszeit. Gesund zu leben und dabei auf Rauchen sowie Alkohol zu verzichten sind die besten Maßnahmen, um das eigene Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs zu reduzieren.

Hinweis: Dieser Artikel konzentriert sich vorwiegend auf Informationen zur häufigsten Krebsform in der Bauchspeicheldrüse, dem exokrinen Pankreaskarzinom.


Definition

Bösartige Tumore der Bauchspeicheldrüse werden in der Fachwelt als Pankreaskarzinom bezeichnet. Prinzipiell kann der Krebs von allen Bereichen des Organs ausgehen und von verschiedenen Zelltypen. Am häufigsten ist allerdings der sogenannte Kopfbereich betroffen, wo sich etwa siebzig bis fünfundsiebzig Prozent aller Karzinome bilden.

Frau mit Pankreastumor
Ein bösartiger Tumor in der Bauchspeicheldrüse ist eine der aggressivsten Krebsarten mit wenig Chance auf Heilung. (Bild: lom123/fotolia.com)

In den allermeisten Fällen handelt es sich um exokrine Tumore, die dem Namen nach von den exokrinen Zellen ausgehen, die Verdauungssäfte produzieren und abgeben. Oft sind hier bösartige Veränderungen im den kleinen Drüsengängen der Ausgangspunkt für die Erkrankung. Die am weitesten verbreitete Krebsform ist dabei das Adenokarzinom. Dieser Krebs wird in bis zu fünfundneunzig Prozent der Fälle aller Krebserkrankungen in der Bauchspeicheldrüse diagnostiziert. Endokrine Tumore sind hingegen nur selten zu finden.

Insgesamt betrachtet sind Tumore der Bauchspeicheldrüse eher seltene Krebserkrankungen, stellen aber die vierthäufigste Krebstodesursache in Deutschland dar. Nach aktueller Datenlage des Robert Koch-Instituts erkrankten im Jahr 2014 etwas mehr als siebzehntausend Menschen an dieser Krebsart. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen, wobei die Erkrankung zumeist im höheren Lebensalter (über siebzig Jahre) auftritt.

Die Sterberate liegt nur knapp unter der Zahl der Erkrankten, was die hohe Aggressivität der Erkrankung und die schwierige Diagnostizier- und Therapierbarkeit belegt. Die Überlebensrate nach fünf Jahren liegt in Deutschland bei etwa zehn Prozent. Dies ist die niedrigste Erwartung unter allen Krebserkrankungen. Für die seltenen endokrinen Tumore gelten bessere Prognosen. Wie auch bei vielen anderen Krebserkrankungen werden über die Zeit steigende Anzahlen Betroffener mit Bauchspeicheldrüsenkrebs beobachtet und auch weiterhin erwartet.

Anatomie und Funktion der Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse befindet sich in der oberen Bauchhöhle, zwischen Magen, Milz, Leber und Zwölffingerdarm, und wird in drei Abschnitte unterteilt: Kopf, Körper und Schwanz. Die Drüse besteht aus zwei verschiedenen Gewebeanteilen, dem exokrinen und dem endokrinen Gewebe.

Der exokrine (nach außen abgebende) Bereich sorgt für die Produktion des Pankreassafts, der wichtige Verdauungsenzyme enthält (zum Beispiel Amylase, Lipase und Proteasen) und das Drüsensekret an den Zwölffingerdarm abgibt. Damit wird die Aufspaltung der in der Nahrung enthaltenen Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße im Darm sichergestellt.

Der endokrine Teil produziert in speziellen Zellen der sogenannten Langerhans-Inseln (Pankreas-Inselzellen) Hormone, die beispielsweise den Kohlenhydrat-Stoffwechsel über den Blutzuckerspiegel regulieren. Dafür werden die Hormone Insulin und Glucagon direkt in das Blut abgegeben. Weitere Hormone steuern zudem Verdauungs- und Wachstumsprozesse.

Anatomie Verdauungsorgane mit Pankreaskarzinom
Tumore im lebenswichtigen Pankreas bilden oft auch Metastasen in den anderen umliegenden Verdauungsorganen. (Bild: Henrie/fotolia.com)

Mit diesen wichtigen Funktionen ist das Pankreas ein lebenswichtiges Organ, bei dessen Erkrankung oft schwere Folgen drohen. Wird beispielsweise zu wenig Insulin produziert, entsteht auf lange Sicht Diabetes mellitus. Bei Störungen des exokrinen Anteils kann die aufgenommene Nahrung nicht mehr entsprechend verdaut werden und der Körper wird nicht mehr mit den notwendigen Nährstoffen versorgt.

Symptome

Die große Gefahr eines Pankreaskarzinoms geht unter anderem davon aus, dass bei allen Formen über lange Zeit keine Beschwerden auftreten und die Erkrankung daher erst spät entdeckt wird. Zeigen sich die ersten Symptome, ist der Tumor oft bereits relativ groß und es haben sich nicht selten schon Metastasen in anderen Körperregionen gebildet. Zu den seltenen, schon im Frühstadium auftretenden, aber unspezifischen Beschwerden zählen aufgrund der Position des Organs Bauchschmerzen und Rückenschmerzen.

Liegt schon ein Mangel an Verdauungsenzymen vor, wird deren Abfluss erschwert oder sind bereits andere Organe mitbetroffen, kann es zu vielseitigen Symptomen kommen. Durch eine Verlegung der Gallengänge kann sich eine Gelbsucht (Ikterus) mit begleitendem Juckreiz, dunklem Urin und hell verfärbtem Stuhl entwickeln. Ist die Bauchspeicheldrüse durch die Größe oder Lage des Tumors in ihrer Funktion eingeschränkt, so kommt es möglicherweise auch zu einem Druckgefühl im Oberbauch und zu Verdauungsstörungen, die sich etwa über sogenannte Fettstühle äußern können, weil die nötigen Enzyme zur Fettverdauung fehlen.

Zusätzlich kommt es bei Krebs im Allgemeinen häufig zu Appetitlosigkeit und einem krankhaften Gewichtsverlust. Auch können Übelkeit und Erbrechen auftreten.

Tritt eine mangelnde Insulinproduktion in Erscheinung, kann eine neu auftretende Diabetes-Erkrankung auch ein Hinweis auf Bauchspeicheldrüsenkrebs sein.

Ursachen und Risikofaktoren

Zu den genauen Ursachen, die die Entstehung eines Pankreaskarzinoms bedingen, gibt es bislang keine Kenntnisse. Es gibt aber hinreichend gute Erkenntnisse über verschiedene Faktoren, die das Risiko für diese Krebserkrankung erhöhen.

Rauchen gilt in diesem Zusammenhang als wichtigster Risikofaktor. Bis zu ein Viertel aller Bauchspeicheldrüsenkarzinome werden heutzutage mit aktivem oder passivem Rauchen in Verbindung gebracht. Des Weiteren zählen Alkoholmissbrauch (insbesondere in Kombination mit Nikotingenuss), Fettleibigkeit (Adipositas) und Diabetes zu den begünstigenden Faktoren.

Zigarettenkippen auf Tisch
Verschiedene Faktoren wirken sich ungünstig auf das Risiko für die Enstehung eines Pankreaskarzinoms aus, wozu inbesondere auch das Rauchen zählt. (Bild: Leo Lintang/fotolia.com)

Leiden Betroffene unter anderen Pankreaserkrankungen, wie beispielweise einer erblich bedingte chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung, wird ebenfalls eine erhöhte Anfälligkeit für Krebs angenommen. Sind außerdem bereits enge Verwandte ersten Grades an einem Pankreastumor erkrankt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für ein weitergegebenes Auftreten deutlich (familiäres Pankreaskarzinom). Die Gründe hierfür sind aber bislang nicht näher bekannt.

Weiterhin können auch seltene Erbkrankheiten oder Vorerkrankungen wie beispielsweise das Peutz-Jeghers-Syndrom (seltene Polypenerkrankung) mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Bauchspeicheldrüsenkrebs verbunden sein.

Ob die Ernährung einen Einfluss auf die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs hat konnte bislang nicht ausreichend wissenschaftlich belegt werden. Es wird vermutet, dass ein häufiger Verzehr von geräucherten oder gegrillten Speisen ein erhöhtes Krebsrisiko darstellt. Auch die übermäßige Aufnahme eiweißreicher und fetthaltiger Nahrungsmittel gehört zu den vermuteten ernährungsbedingten Risikofaktoren.

Zudem ist, wie auch bei anderen Krebserkrankungen, noch nicht eindeutig geklärt welche Umweltfaktoren schädliche Auswirkungen haben. So könnte der Kontakt mit etlichen Schadstoffen wie beispielsweise bestimmten Lösungsmitteln, Pestiziden, Herbiziden, Nickel oder Chrom einen weiteren Risikofaktor für Pankreaskarzinome darstellen.

Diagnose

Für alle Krebsarten und besonders für die Pankreaskarzinome gilt: Je früher man die Erkrankung entdeckt, umso größer sind die Chancen auf eine Heilung. So ist, vor allem wenn die oben genannten Symptome eintreten, eine genaue ärztliche Begutachtung unbedingt angeraten. Diese umfasst immer eine Anamnese und eine allgemeine körperliche Untersuchung. Leider gibt es noch keine speziellen Untersuchungsmethoden, die Krebs in der Bauchspeicheldrüse frühzeitig erkennbar machen. Daher haben viele aktuelle Forschungen zum Ziel, Bauchspeicheldrüsenkrebs früher erkennen und behandeln zu können. Besteht ein erster Verdacht, werden in aller Regel zielgerichtete Untersuchungen durchgeführt.

Ärzte führen Endoskopie durch
Eine frühe Diagnose wird nur sehr selten gestellt. Besteht ein Verdacht auf Bauchspeicheldrüsenkrebs, kommen spezielle Untersuchungsverfahren wie die Endoskopie zum Einsatz. (Bild: romaset/fotolia.com)

Blutuntersuchungen können erste Hinweise auf Organfunktionen geben und mittels der Bestimmung von Tumormarkern kann unter Umständen auch eine Krebserkrankung angezeigt werden. Diese Marker sind von Tumoren produzierte Substanzen, die aber nicht immer bei Betroffenen vorzufinden sind oder auch manchmal bei gesunden Menschen nachgewiesen werden. Daher sind immer noch weitere Untersuchungen notwendig für eine sichere Diagnosestellung.

In erster Linie werden mittels Ultraschall die Organe im Abdomen von außen untersucht und auf sichtbare Wucherungen hin überprüft. Unter Umständen kann auch eine endoskopische Ultraschallmethode (Endosonografie) herangezogen werden, bei der ein kleiner Ultraschallkopf über ein Endoskop durch den Mund bis in den Magen und Zwölffingerdarm vorgeschoben wird. Da die Bauchspeicheldrüse hier direkt angrenzt, können so auch kleine Veränderungen besser erkannt und beurteilt werden. Während dieser Maßnahme kann eine Gewebeprobe für weitere histologische Untersuchungen entnommen werden.

Diesem Verfahren sehr ähnlich ist eine Spiegelung von Bauchspeicheldrüse und Gallengang, die sogenannte Endoskopisch Retrograde Cholangio-Pankreatikografie (ERCP). Mit Hilfe des eingeführten Endoskops lassen sich die Bauchspeicheldrüsen- und Gallengangsysteme (Mündungen) besonders gut darstellen. Dabei können auch mögliche Verschlüsse durch einen Stent behoben und Sekrete der Galle und der Bauchspeicheldrüse für weitere Analysen entnommen werden.

Wurden Auffälligkeiten festgestellt, können durch eine Computer- oder Kernspintomografie genauere Informationen über Lage und Größe des Tumors erhoben und auch die anderen Organstrukturen und Positionen sowie mögliche Metastasen abgebildet werden. Dies liefert wichtige Hinweise für anschließende Therapiemöglichkeiten. Ein anderes bildgebendes Verfahren, welches zusätzliche Hinweise auf besonders aktive (Krebs-) Zellen liefern kann, ist die sogenannte Positronenemissionstomografie (PET).

In der Gesamtbetrachtung kann dann eine Krebserkrankung und auch das Stadium sicher festgestellt werden. Wurden Metastasen in anderen Organen erkannt, sind meist aber noch weitere Untersuchungen notwendig.

Behandlung

Die genauen Untersuchungsergebnisse und damit verbundenen Prognosen liefern bedeutende Entscheidungskriterien für eine angemessene Therapie. Prinzipiell bestehen die Optionen aus einer Operation und einer Chemotherapie. Weitere Maßnahmen sind noch nicht weit genug entwicklet oder beschränken sich auf palliativmedizinische Behandlungen, um die Beschwerden in der verbleibenden Lebenszeit bestmöglich zu lindern. Oftmals besteht kaum eine Chance auf Heilung oder der Tumor kann aus verschiedenen Gründen nicht operativ entfernt werden.

Hände halten am Krankenbett
Oft besteht bei Diagnosestellung keine Möglichkeit mehr für eine Operation und für Betroffene nimmt die Palliativmedizin die größte Bedeutung ein, um ihre Beschwerden zu lindern. (Bild: Photographee.eu/fotolia.com)

Operation

Eine Operation kommt in der Regel nur in einem frühen Stadium in Betracht und wird aufgrund der zumeist fehlenden Früherkennung nur selten durchgeführt. Kommt es jedoch zu einem chirurgischen Eingriff am Pankreaskopf, ist dies eine recht komplizierte und umfassende Operationsmethode, die unter Fachleuten auch als Whipple-OP bezeichnet wird. Mit dem Ziel, das Karzinom zu entfernen, werden normalerweise dabei auch Teile der Bauchspeicheldrüse, des Zwölffingerdarms, des Magens und der Gallenblase mit den Gallengängen entfernt. Es wird versucht, möglichst viel der Organe zu erhalten, um das Verdauungssystem in einem weiteren Schritt wiederherstellen zu können. In schweren Fällen müssen aber auch gesamte Organe entnommen werden, wie etwa die Bauchspeicheldrüse (totale Pankreatektomie).

Eine Operation am Schwanzabschnitt ist zumeist weniger kompliziert und nicht so folgenschwer, da neben einer Teilresektion der Bauchspeicheldrüse oft nur die Milz entfernt werden muss.

Aufgrund des umfänglichen Eingriffs kann es nach der Operation zu krankheitsähnlichen Symptomen kommen. Fehlt Insulin, kann sich eine Zuckerkrankheit ausbilden. Fehlen Enzyme, kann es zu Verdauungsproblemen kommen. Dies kann dauerhafte Medikamenteneinnahmen erfordern. Wurden ganze Organe entfernt, kann dies weitere Folgen für die Betroffenen haben.

Wichtig ist es, im Nachhinein auf eine besondere Ernährung zu achten, wobei eine hochwertige Kost mit einem hohen Anteil an Obst und Gemüse mit vielen Vitaminen und Mineralien am wichtigsten ist. Weiterhin sollte auf eine fettarme Ernährung beziehungsweise auf den Verzehr von speziellen Fetten, sogenannten MCT-Fetten, geachtet werden, die vom Dünndarm besonders gut aufgenommen werden können. Zu den weiteren Empfehlungen zählt auch die Aufnahme mehrerer kleiner Mahlzeiten am Tag gegenüber den üblichen drei großen Mahlzeiten. Gegebenenfalls müssen Betroffene nach individueller Einstellung Insulin bekommen.

Chemotherapie

In der Regel folgt auf jede Operation zur Sicherheit und aufgrund der hohen Wahrscheinlichkeit für (noch unentdeckte) Metastasen eine Chemotherapie. Über bestimmte Zytostatika sollen die Krebszellen abgetötet und am weiteren Wachstum gehindert werden. Dabei kommt es aufgrund der giftigen Wirkung der Medikamente (nicht nur gegen die Tumorzellen) auch häufig zu unerwünschten Nebenwirkungen. Typisch sind hierbei Haarausfall, Geschmacksveränderungen sowie Übelkeit und Erbrechen.

Manchmal wird eine solche Therapie auch schon vor einer Operation angewandt, um den Tumor in seiner Größe zu verringern und operabel zu machen. Eine Chemotherapie kommt aber vor allem dann zum Einsatz, wenn viele Organe mit Metastasen befallen sind. Über den Blutweg wird das Zellgift in alle Körperregionen transportiert, um die Erkrankung aufzuhalten und zurückzudrängen. Eine komplette Heilung ist ohne Operation in der Regel nicht zu erwarten.

Strahlentherapie

Die Option einer Radiotherapie ist bei Bauchspeicheldrüsenkrebs nur sehr selten und nur im Rahmen von klinischen Studien gegeben. Dabei sollen die Tumorzellen ebenfalls abgetötet werden und im besten Fall soll es zu einer vollständigen Heilung kommen. Manchmal kann die Strahlentherapie auch zur Symptomlinderung eingesetzt werden.

Linderung von Schmerzen und anderen Beschwerden

Dieser Form der Behandlung kommt die größte Bedeutung zu, wenn der Krebs als unheilbar gilt. Dann werden auftretende Symptome und Komplikationen zum Behandlungsmittelpunkt, um den Betroffenen die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten. Oft werden zum Beispiel eingeengte Gallengänge, die Verdauungssäfte nicht mehr ungehindert fließen lassen, wieder ausgeweitet oder drainiert. Möglicherweise kommen auch Ernährungssysteme über den Darm oder die Venen zum Einsatz.

Besondere Aufmerksamkeit kommt auch der Schmerztherapie zu. Wirksame Schmerzmittel können in verschiedener Form verabreicht werden. Dabei wird zunächst versucht die Beschwerden mit nicht-opioidhaltigen Mitteln zu bekämpfen. Ist dies nicht erfolgreich, kommen auch Opioide unterschiedlicher Stärken zur Anwendung.

Papiertüte mit frischem Obst und Gemüse
Aus Sicht der Schulmedizin und Naturheilkunde bietet eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse eine sinnvolle Prävention – nicht nur gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs. (Bild: Alexander Raths/fotolia.com)

Ganzheitliche Medizin: Vorbeugung und Behandlungsergänzung

Natürliche Heilmethoden, die in Ergänzung zur konventionellen Therapie den Betroffenen helfen, können ganz allgemein unter einem gesunden Lebensstil zusammengefasst werden. Dabei spielen eine ausreichende und nicht belastende Bewegung sowie eine gesunde Ernährung eine große Rolle. Wie für die meisten Krebsarten gilt also auch hier als sinnvolle Präventionsmaßnahme die altbewährte Regel aus der Naturheilkunde: Viel Obst und Gemüse essen.

Möchte man das eigene Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs verringern, ist ein Verzicht auf Rauchen und Alkohol sowie ein normales Körpergewicht ratsam. Außerdem ist es wichtig, auch in guter psychischer Verfassung zu sein. Letzteres kann über eine individuelle psychotherapeutische Behandlung oder aber auch mit Selbsthilfegruppen unterstützt werden. (tf, cs)

Autor:
Dr. rer. nat. Corinna Schultheis
Quellen:
  • Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 267., neu bearbeitete Auflage, De Gruyter, 2017
  • Herold, Gerd und Mitarbeiter: Innere Medizin. Selbstverlag Gerd Herold, 2019
  • Robert Koch-Institut (Hrsg.): Krebs in Deutschland für 2013/2014, 11. Ausgabe (2017), krebsdaten.de
  • dkg-web (Hrsg.): ONKO-Internetportal - Basisinformationen Bauchspeicheldrüsenkrebs (Abruf: 31.07.2019), krebsgesellschaft.de
  • Stiftung Deutsche Krebshilfe (Hrsg.): Die blauen Ratgeber – Krebs der Bauchspeicheldrüse. Stand Stand 2/2018, krebshilfe.de
  • Deutsches Krebsforschungszentrum (Hrsg.): Krebsinformationsdienst: Krebsarten – Bauchspeicheldrüsenkrebs (Abruf: 24.07.2019), krebsinformationsdienst.de