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IKEA-Rückrufaktion: Schädliche Substanz in Trinkbecher gefunden

Volker Blasek
Verfasst von Diplom-Redakteur (FH) Volker Blasek, Medizinischer Fachredakteur
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18. Januar 2020
in News
IKEA ruft den Reisebecher „TROLIGTVIS“ zurück. Es besteht die Gefahr, dass Grenzwerte von gesundheitsschädlichen Chemikalien überschritten wurden. (Bild: Patrick-Daxenbichler/stock.adobe.com)
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Dibuthylphthalat überschritten: IKEA ruft Trinkbecher zurück

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie das Möbelhaus IKEA warnen vor einem Trinkbecher, der bei IKEA verkauft wurde. Im Rahmen von eigenen Tests stellte IKEA fest, dass vorgeschriebene Grenzwerte für gesundheitsgefährdende Chemikalien überschritten wurden. IKEA ruft den Becher deshalb zurück und bittet alle Kundinnen und Kunden, diesen nicht mehr zu verwenden.

Es handelt sich um den Reisebecher „TROLIGTVIS“ mit der Bezeichnung „Made in India“. Laut einer Kundeninformation haben Selbstkontrollen gezeigt, dass bei dem Becher die vorgeschriebenen Grenzwerte der Chemikalie Dibuthylphthalat (DBP) überschritten wurden. Aus diesem Grund bittet IKEA die Verbraucherinnen und Verbraucher, den Trinkbecher gegen Erstattung des vollen Kaufpreises in ein IKEA Einrichtungshaus zurückzubringen.

Eine indische Produktionsstätte verstieß gegen Vorgaben

Nach Angaben des Unternehmens hat IKEA den Verkauf des Reisebechers bereits eingestellt. Eigene Recherchen des Unternehmens haben ergeben, dass eine Produktionsstätte in Indien gegen die Vorgaben verstoßen habe. IKEA betont, dass dies nicht im Sinne des Unternehmens ist und ruft aus Gründen des vorsorglichen Verbraucherschutzes den Becher zurück. Laut dem Möbelhaus ist das eingeschätzte Gesundheitsrisiko jedoch gering.

Welche Risiken gehen von Phthalaten aus?

Phthalate wie DBP werden zur Herstellung von Weich-PVC verwendet und kommen in vielen verbrauchernahen Produkten vor, wie beispielsweise in Bodenbelägen, Tapeten, kunststoffbeschichteten Verpackungsmaterialien, Lacken, Beschichtungsmitteln und Kosmetika, aber auch in Medizinprodukten und Arzneimitteln. Wie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mitteilt, haben Phthalate hormonähnliche Eigenschaften und können schädliche Wirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit haben. (vb)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Diplom-Redakteur (FH) Volker Blasek
Quellen:
  • Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: Warnungsdetails Reisebecher „TROLIGTVIS“ (Veröfentlicht: 15.01.2020), lebensmittelwarnung.de
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit: Phthalate (Stand: 15.12.2016 ), bmu.de

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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