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Bakterien im Mund können tödliche Herzkrankheiten fördern

Alexander Stindt
Verfasst von Alexander Stindt, Fachredakteur für Gesundheitsnews
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13. September 2025
in News
Frau putzt sich die Zähne
Zähneputzen verhindert nicht nur Karies, sondern scheint auch zum Schutz der Herzgesundheit beizutragen. (Bild: Syda Productions/stock.adobe.com)
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Die Mundgesundheit und die Herzgesundheit sind offenbar enger miteinander verknüpft, als bisher angenommen. Bestimmte Mundbakterien scheinen Arteriosklerose zu fördern und das Risiko für koronare Herzerkrankungen und Herzinfarkte mit tödlichen Folgen deutlich zu erhöhen.

Ein Forschungsteam unter Beteiligung von Fachleuten der Tampere University in Finnland hat die Rolle des Immunsystems bei bakteriell induzierten Entzündungen atherosklerotischer Plaques untersucht. Die Ergebnisse sind in dem „Journal of the American Heart Association“ (JAHA) nachzulesen.

Einfluss der Bakterien untersucht

Das Team analysierte insgesamt 121 Proben von plötzlich verstorbenen Personen und 96 Operationsproben von Teilnehmenden mit verengten Arterien. Mittels molekularbiologischer Verfahren, Gewebeanalysen und Genexpressionsmessungen wurde der bakterielle Einfluss auf das Immunsystem ermittelt.

In etwa 42 Prozent der untersuchten Proben fanden die Forschenden DNA von sogenannten Viridans-Streptokokken, einem bekannten oralen Bakterium. Die Mikroben versteckten sich als Biofilm im Kern der Plaques, berichtet das Team.

Erhöhtes Risiko tödlicher Herzkrankheiten

Die Anwesenheit dieser Bakterien stand in engem Zusammenhang mit ausgeprägter Arteriosklerose und einem höheren Risiko für tödliche koronare Herzkrankheiten oder Myokardinfarkte, so die Forschenden weiter.

Das Immunsystem wurde laut den Fachleuten erst dann aktiv, wenn Teile des Biofilms in die äußere Schicht der Plaques vordrangen. Dann habe eine starken Aktivierung bestimmter Signalwege eingesetzt, insbesondere über den Rezeptor TLR2, die das Entzündungsgeschehen verstärkte.

Latente chronische bakterielle Entzündungen sind in der Lage, dem Immunsystem zu entgehen und können zur Pathogenese komplizierter atherosklerotischer Plaques und tödlicher Herzinfarkte beitragen, erklären die Forschenden.

Auf die Mundgesundheit achten

Die Studienergebnisse verdeutlichen, dass Bakterien aus dem Mund die Herzgesundheit beeinflussen können, was einerseits neue Ansätze zur Prävention und Therapie eröffnet, anderseits auch deutlich macht, wie wichtig gründliche Zahnhygiene und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen zum Schutz vor Herzproblemen sind. (as)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Alexander Stindt
Quellen:
  • Pekka J. Karhunen, Tanja Pessi, Sohvi Hörkkö, Vesa Karhunen, Sirkka Goebeler, et al.: Viridans Streptococcal Biofilm Evades Immune Detection and Contributes to Inflammation and Rupture of Atherosclerotic Plaques; in: Journal of the American Heart Association (veröffentlicht 06.08.2025), Journal of the American Heart Association

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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