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Bakterielle Vaginose: Probiotische Therapie kann helfen

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
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25. März 2026
in News
Eine Frau hält ein Papier mit einem Smiley vor ihre Unterwäsche.
Eine probiotische Behandlung kann das erneute Auftreten bakterieller Vaginosen verhindern. (Bild: vladimirfloyd/stock.adobe.com)
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Die bakterielle Vaginose ist ein relativ weit verbreitetes Frauenleiden, dass schlimmstenfalls auch die reproduktive Gesundheit beeinträchtigen kann. Zwar lässt sich die Erkrankung mit Antibiotika relativ gut behandeln, doch bei vielen Betroffenen kehrt sie nach kurzer Zeit zurück. Hier kann eine neue probiotische Therapie helfen.

Ein internationales Forschungsteam hat den Nutzen von zwei vaginal verabreichten probiotischen Therapeutika bei bakterielle Vaginose untersucht und die vielversprechenden Ergebnisse in dem Fachmagazin „Cell Host & Microbe“ veröffentlicht.

Was ist eine bakterielle Vaginose

Gekennzeichnet ist die bakterielle Vaginose durch ein Ungleichgewicht des vaginalen Mikrobioms (Vaginalflora) mit reduziertem Anteil nützlicher Milchsäurebakterien. Zwar verläuft die bakterielle Vaginose oftmals eher harmlos, doch wird sie von einem verstärkten Ausfluss aus der Scheide und einem intensiven fischigen Geruch begleitet.

Hinzu kommen mögliche Komplikationen, wie beispielsweise ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten in der Schwangerschaft. Zudem kann ein abnormales Zellwachstum am Gebärmutterhals auftreten und das Risiko einer HIV-Infektion steigt.

„Bakterielle Vaginose ist nicht nur mit lästigen und belastenden Symptomen verbunden, sondern kann auch die reproduktive Gesundheit beeinträchtigen“, betont die Studienleiterin Dr. Caroline Mitchell vom Mass General Brigham (USA). Weltweit seien etwa 30 Prozent der Frauen von bakterieller Vaginose betroffen.

Antibiotika helfen oft nur kurzfristig

Zwar können Antibiotika die Symptome kurzfristig lindern, doch bis zu 60 Prozent der Frauen erleiden innerhalb von sechs Monaten erneut eine bakterielle Vaginose, erläutern die Forschenden. Diese sei auch damit verbunden, dass nach der Antibiotika-Behandlung nur wenige Frauen eine optimale vaginale Bakterienflora aufweisen, die hauptsächlich aus Lactobacillus crispatus bestehe.

„Jahrzehntelang haben wir uns auf Medikamente verlassen, die zwar die Infektion bekämpfen, aber die nützlichen Bakterien nicht wiederherstellen und so die Vaginalflora anfällig machen“, so Dr. Mitchell.

„Wir wollten herausfinden, ob wir diese Flora mit schützenden Bakterien neu besiedeln und den Körper dabei unterstützen können, auf natürliche Weise gesund zu bleiben“, ergänzt die Studienleiterin.

Helfen probiotische Behandlungen?

In einer früheren Studie habe die Behandlung mit einem lebenden Biotherapeutikum auf Basis eines einzigen Lactobacillus crispatus-Stammes das Wiederauftreten der bakteriellen Vaginose nach 12-wöchiger Anwendung bereits deutlich reduziert, doch hätten sich die nützlichen Bakterien bei mehr als der Hälfte der Teilnehmerinnen nicht gehalten.

Um eine verbesserte probiotische Behandlung zu erreichen, entwickelten die Forschenden ein lebendes Biotherapeutikum mit mehreren Lactobacillus crispatus-Stämmen, das sie nun in einer randomisierten klinischen Phase-1-Studie mit 90 Frauen aus den USA und Südafrika testeten.

Alle Teilnehmerinnen erhielten sieben Tage lang Antibiotika und eine von drei Behandlungen: Placebo-Tabletten, Tabletten mit sechs Bakterienstämmen oder Tabletten mit fünfzehn Bakterienstämmen, wobei manche Teilnehmende nur drei Tag lang die Bakterienstämme einnahmen und anschließend ein Palcebo erhielten.

Positive Veränderungen der Vaginalflora

Mittels Genomsequenzierung untersuchten die Forschenden fünf Wochen lang wöchentlich das Vorkommen der nützlichen Bakterien in der Vaginalflora und sie stellten fest, dass zwei Drittel der Teilnehmerinnen (66 Prozent) innerhalb der ersten fünf Wochen noch schützende Lactobacillus crispatus-Bakterien enthielten.

Knapp die Hälfte dieser Frauen habe die Bakterien auch noch nach 12 Wochen aufgewiesen , obwohl einige nur drei Tage lang aktiv behandelt wurden, ergänzen die Forschenden. Und die Teilnehmerinnen mit schützenden Bakterien nach fünf Wochen seien während des Studienzeitraums seltener erneut erkrankt.

So kann eine kurze probiotische Therapie offenbar ausreichen, um das vaginale Mikrobiom mit schützenden Bakterien anzureichern, die auch Monate nach Therapieende erhalten bleiben und vor einem erneuten Auftreten der bakteriellen Vaginose schützen.

Vielversprechende neue Therapeutika

Nun planen die Forschenden die Behandlung zunächst weiter zu optimieren, bevor größere klinische Studien für die Zulassung der probiotischen vaginalen Therapeutika durch die US-Gesundheitsbehörde (FDA) erfolgen.

Insgesamt erscheint die ergänzende probiotische Behandlung jedoch schon jetzt als äußerst vielversprechender Ansatz, um das erneute Auftreten bakterieller Vaginosen nach einer Antibiotika-Behandlung zu vermeiden. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Fabian Peters
Quellen:
  • Disebo Potloane, Laura Symul, Sinaye Ngcapu, Lara Lewis, Michael France, Laura Vermeren, Joseph Elsherbini, Callin Chetty, Nomfuneko A. Mafunda, Asthu Mahabeer Polliah, Andile Mtshali, Asavela Kama, Nzuzo Magini, Nireshni Mitchev, Gugulethu Mzobe, Anam Khan, Briah Cooley Demidkina, Miles Goldenberg, Jiawu Xu, Lindsay Rutt, Breanna Shirtliff, Sarah Cook, Meena Murthy, Fatima Hussain, Jo-Ann S. Passmore, Heather B. Jaspan, Brian Kullin, Anna-Ursula Happel, Lenine Liebenberg, David A. Relman, Susan Holmes, Douglas S. Kwon, Jacques Ravel, Caroline M. Mitchell: VIBRANT: A phase 1 randomized trial of multi-strain vaginal L. crispatus live biotherapeutic products in people with bacterial vaginosis; in: Cell Host & Microbe (veröffentlicht 18.03.2026), cell.com
  • Mass General Brigham: Multi-Strain Probiotic Therapy Shows Promise in Preventing Bacterial Vaginosis Recurrence (veröffentlicht 18.03.2026), massgeneralbrigham.org

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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