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Chronische Darmentzündungen: Deshalb kann Vitamin D helfen

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
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29. März 2026
in News
Finger zeigt auf den Schriftzug "Vitamin D" vor blauem Himmel mit strahlender Sonne.
Eine Vitamin-D-Einnahme könnte auch bei der Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten einen wichtigen Beitrag leisten. (Bild: Pixelbliss/stock.adobe.com)
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Vitamin D beeinflusst offenbar die Reaktion des Immunsystems auf Bakterien der Darmflora und kann so auch zu einer Linderung von chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten beitragen. Damit erscheint die Vitamin-D-Einnahme als vielversprechende Behandlungsoption bei chronischen Darmentzündungen.

Wie die Vitamin-D-Einnahme die Interaktionen zwischen dem Immunsystem und der Darmflora bei chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten beeinflusst, hat ein internationales Forschungsteam um Dr. John Mark Gubatan von der Mayo Clinic (USA) in einer aktuellen Studie untersucht. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „Cell Reports Medicine“ veröffentlicht.

Immunsystem reagiert auf Darmbakterien

Weltweit sind Millionen von Menschen von chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa betroffen, wobei die Reaktion des Immunsystems auf normalerweise harmlose Darmbakterien eine wichtige Rolle im Krankheitsprozess spielt, erläutern die Forschenden.

Ob die Einnahme von Vitamin D diesen Verlust der Immuntoleranz gegenüber den Darmbakterien aufheben kann, überprüften die Fachleute nun an 48 Personen mit chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten und niedrigem Vitamin-D-Spiegel.

Zwölf Wochen lang erhielten die Teilnehmenden wöchentlich Vitamin-D-Präparate und es wurden Blut- und Stuhlproben vor und nach der Behandlung entnommen, um diese mittels Sequenzierung zu analysieren und die Wechselwirkungen zwischen Immunreaktionen und dem Darmmikrobiom zu erfassen, berichtet das Team.

Vitamin D beeinflusst Reaktion des Immunsystems

Laut den Fachleuten war die Vitamin-D-Supplementierung unter anderem mit erhöhten Werten von Immunglobulin A (IgA) verbunden, das typischerweise mit schützenden Immunreaktionen in Verbindung gebracht wird.

Außerdem seien die Werten von Immunglobulin G (IgG) gesunken, das mit Entzündungen assoziiert werde. Darüber hinaus beobachteten die Forschenden Veränderungen in Immunsignalwegen und eine erhöhte Aktivität regulatorischer Immunzellen, die zur Entzündungskontrolle beitragen.

Nicht zuletzt war die Einnahme von Vitamin D laut den Fachleuten auch mit Verbesserungen der Krankheitsaktivitätswerte und eines Entzündungsmarkers im Stuhl verbunden.

Gleichgewicht wiederhergestellt

„Diese Studie legt nahe, dass Vitamin D dazu beitragen kann, das Gleichgewicht zwischen Immunsystem und Darmbakterien wiederherzustellen“, fasst der Studienleiter Dr. John Mark Gubatan von der Mayo Clinic zusammen.

„Das ist ein wichtiger Schritt, um zu verstehen, wie wir die Immuntoleranz bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wiederherstellen können“, ergänzt Dr. Gubatan.

Vitamin D eine vielversprechende Therapieoption

Zusammenfassend deuten diese Ergebnisse nach Ansicht der Forschenden darauf hin, dass Vitamin D zu einer ausgewogeneren, schützenden Immunantwort auf das Darmmikrobiom beitragen kann, wobei nun allerdings weitere Untersuchungen erforderlich bleiben, um dies bestätigen.

„Wir haben ermutigende Anzeichen gesehen, aber es handelte sich nicht um eine randomisierte Studie. Diese Ergebnisse müssen in größeren, kontrollierten Studien bestätigt werden“, betont Dr. Gubatan.

Zudem weisen die Forschenden ausdrücklich darauf hin, dass vor der Vitamin-D-Einnahme eine ärztliche Beratung erforderlich bleibe. „Vitamin D ist weit verbreitet erhältlich, aber die Dosierung muss individuell angepasst werden, insbesondere bei Patienten mit chronischen Entzündungen“, so Dr. Gubatan. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Fabian Peters
Quellen:
  • Mayo Clinic: Vitamin D linked to immune response to gut microbiome in inflammatory bowel disease (veröffentlicht 26.03.2026), eurekalert.org
  • John Gubatan, Raoul S. Sojwal, Jiayu Ye, Theresa L. Boye, Jacqueline N. Hoang, Touran Fardeen, Michelle Temby, Samuel J.S. Rubin, Sean P. Spencer, Prasanti Kotagiri, Stephan Rogalla, Michael J. Rosen, Ole Haagen Nielsen, Scott Boyd, Justin Sonnenburg, Sidhartha R. Sinha: Multi-omics Reveal Vitamin D Regulation of Immune-Gut Microbiome Interactions and Tolerogenic Pathways in Inflammatory Bowel Disease; in: Cell Reports Medicine (veröffentlicht 26.03.2026), cell.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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