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Diese Lebensmittel erhöhen das Demenz-Risiko

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
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30. April 2026
in News
Auswahl von fettigen Speisen.
Hochverarbeitete Lebensmittel können den kognitiven Funktionen schaden und das Demenz-Risiko erhöhen, wobei dies unabhängig von der allgemeinen Ernährungsqualität gilt. (Bild: Syda Productions/stock.adobe.com)
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Je stärker Lebensmittel verarbeitet wurden, desto schlechter sind offenbar ihre Auswirkungen auf die kognitiven Fähigkeiten. So kann schon eine geringfügige Erhöhung des Verzehrs hochverarbeiteter Lebensmittel die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen und das Demenz-Risiko erhöhen, selbst bei ansonsten gesunder Ernährung.

Inwiefern der Verzehr hochverarbeiteter Lebensmittel die kognitive Leistungsfähigkeit und das Demenz-Risiko beeinflusst, haben Forschende Universität São Paulo in Brasilien sowie der Monash University und Deakin University in Australien gemeinsam untersucht. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „Alzheimer’s & Dementia: Diagnosis, Assessment & Disease Monitoring“ veröffentlicht.

Ernährung ein wichtiger Faktor

Die Ernährung hat weitreichende Auswirkungen auf die Gesundheit, wobei auch die kognitiven Funktionen und das Demenz-Risiko beeinflusst werden. Während manche Lebensmittel und Ernährungsweisen dabei mit deutlichen Vorteilen in Zusammenhang gebracht werden, gelten andere als Risikofaktoren.

Beispielsweise kamen Forschende erst vor wenigen Monaten in einer Studie zu dem Schluss, dass bestimmter Käse offenbar vor Demenz schützen kann und eine andere Forschungsarbeit aus dem Jahr 2025 belegt, dass insbesondere die mediterrane Ernährung das Demenz-Risiko senkt.

Hochverarbeitete Lebensmittel gelten hingegen als besonders nachteilig für die Gesundheit und frühere Studien zeigen zum Beispiel, dass diese Lebensmittel der Muskulatur schaden und die biologische Alterung beschleunigen.

Auch wird der Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln mit mehreren Risikofaktoren für Demenz in Zusammenhang gebracht, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und Adipositas, erläutert das Forschungsteam.

Hochverarbeitete Lebensmittel ein Risiko?

Anhand der Daten von 2.192 australischen Erwachsenen im Alter von 40 bis 70 Jahren versuchten die Fachleute daher mögliche Zusammenhänge zwischen dem Konsum hochverarbeiteter Lebensmittel und der kognitiven Leistungsfähigkeit sowie dem Demenz-Risiko zu ermitteln.

Die Ernährung der Teilnehmenden wurde hierfür mittels eines validierten Fragebogens erfasst und die kognitiven Funktionen wurden auf Basis spezieller Test ermittelt. Das Demenz-Risiko bewertet das Team mittels dem sogenannten CAIDE-Score (Cardiovascular Risk Factors, Aging, and Incidence of Dementia).

Verkürzte Aufmerksamkeitsspanne

Die Ergebnisse belegen, dass bereits eine geringfügige Erhöhung des täglichen Konsums hochverarbeiteter Lebensmittel mit einer messbaren Verkürzung der Aufmerksamkeitsspanne verbunden ist, selbst bei ansonsten gesunder Ernährung, berichtet das Team.

„Für jede Erhöhung des Konsums ultraverarbeiteter Lebensmittel um 10 Prozent beobachteten wir einen deutlichen und messbaren Rückgang der Konzentrationsfähigkeit“, betont die Studienleiterin Dr. Barbara Cardoso von der Monash University.

So seien die Ergebnisse in den kognitiven Tests zur Messung der visuellen Aufmerksamkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit mit dem Anstieg des Konsums der hochverarbeiteten Lebensmittel durchweg schlechter ausgefallen. Und auch das Demenz-Risiko sei gestiegen, selbst bei Teilnehmenden, die ansonsten eine mediterrane Ernährung befolgten.

Verarbeitungsgrad der Lebensmittel entscheidend

Insgesamt verdeutlichen die Studienergebnisse, dass hochverarbeitete Lebensmittel wie Softdrinks,Tiefkühlpizzen, Fertiggerichte, Süßigkeiten, abgepackte salzige Snacks und im Prinzip alles, was keine frischen, unverarbeiteten Lebensmittel sind, nachteilige Effekte auf die kognitiven Funktionen und das Demenz-Risiko haben kann.

Da die negativen Auswirkungen dabei unabhängig von der allgemeinen Ernährungsqualität auftreten, scheint vor allem der Grad der Lebensmittelverarbeitung eine entscheidende Rolle zu spielen, ergänzen die Forschenden. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Fabian Peters
Quellen:
  • Barbara R. Cardoso, Euridice Martinez Steele, Barbara Brayner, Xinyi Yuan, Lisa Bransby, Hannah Cummins, Yen Ying Lim, Priscila Machado: Ultra-processed food intake, cognitive function, and dementia risk: A cross-sectional study of middle-aged and older Australian adults; in: Alzheimer's & Dementia: Diagnosis, Assessment & Disease Monitoring (veröffentlicht 23.04.2026), onlinelibrary.wiley.com
  • Monash University: Ultra-processed foods damage your focus even if you eat healthy (veröffentlicht 23.04.2026), eurekalert.org
  • Yufeng Du, Yan Borné, Jessica Samuelsson, Isabelle Glans, Xiaobin Hu, Katarina Nägga, Sebastian Palmqvist, Oskar Hansson, Emily Sonestedt: High- and Low-Fat Dairy Consumption and Long-Term Risk of Dementia; in: Neurology (veröffentlicht 17.12.2025), neurology.org
  • Ji-Eun Youn, Yu-Jin Kwon, Yae-Ji Lee, Seok-Jae Heo, Ji-Won Lee: Association of Mediterranean, high-quality, and anti-inflammatory diet with dementia in UK Biobank cohort; in: Journal of Nutrition, Health and Aging (veröffentlicht 01.05.2025), sciencedirect.com
  • Zehra Akkaya, Gabby B. Joseph, Katharina Ziegeler, Wynton M. Sims, John A. Lynch, Virginie Kreutzinger, Charles E. McCulloch, Nancy E. Lane, Michael C. Nevitt, Thomas M. Link: Ultra-processed Foods and Muscle Fat Infiltration at Thigh MRI: Data from the Osteoarthritis Initiative; in: Radiology (veröffentlicht 14.04.2026), rsna.org
  • Barbara Rita Cardoso, Junxiu Liu, Priscila Machado, Dayoon Kwon, Daniel W. Belsky, et al.: Association between ultra-processed food intake and biological ageing in US adults: findings from National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) 2003–2010; in: Age and Ageing (veröffentlicht 0912.2024), academic.oup.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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