Nichtalkoholische Fettlebererkrankungen (Metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankungen; MASLD) können das frühzeitige Sterberisiko aufgrund von Herzkreislauferkrankungen bei Personen mit CKM-Syndrom vervierfachen.
Ein chinesisches Forschungsteam hat die Auswirkungen nichtalkoholischer Fettlebererkrankungen auf die kardiovaskuläre Mortalität bei Personen in verschiedenen Stadien des sogenannten kardiorenal-metabolischen Syndroms untersucht und die Ergebnisse in dem Fachmagazin „Diabetes Research and Clinical Practice“ veröffentlicht.
Fettleber belastet die Gesundheit
Dass nichtalkoholische Fettlebererkrankungen die Gesundheit langfristig stark belasten, ist durch zahlreiche frühere Studien hinlänglich belegt und eine Forschungsarbeit aus dem vergangene Jahr ließ bereits darauf schließen, dass eine Fettleber auch das frühzeitige Sterberisiko deutlich erhöht.
Inwiefern Personen, in verschiedenen Stadien des sogenannten Kardiorenal-metabolischen Syndroms, von einem erhöhten kardiovaskulären Sterberisiko infolge der Fettlebererkrankungen betroffen sind, überprüften die Forschenden nun anhand der Daten von über 10.000 Teilnehmende der „National Health and Nutrition Examination Survey“ (NHANES).
Was ist das CKM-Syndrom?
Das kardiorenal-metabolische Syndrom (cardiovascular-kidney-metabolic syndrome, CKM-Syndrom) beschreibt das kombinierte Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen, Diabetes und Übergewicht, wobei die American Heart Association fünf Schweregrade unterscheidet (Stadium 0 bis 4).
Von den Studienteilnehmenden wurden 8.340 den Stadien 0 bis 2 zugeordnet und in dieser frühen Phase des kardiorenal-metabolischen Syndroms beobachteten die Forschenden einen direkten Zusammenhang zwischen nichtalkoholischen Fettlebererkrankungen und der kardiovaskulären Mortalität.
Deutlich erhöhte kardiovaskuläre Mortalität
Laut den Fachleuten unterlagen Teilnehmende mit MASLD gegenüber Teilnehmenden ohne Fettlebererkrankung in den Stadien 0 bis 2 des CKM-Syndroms einem vervierfachten kardiovaskulären Sterberisiko.
So ist sind die Fettlebererkrankungen im frühen Stadium des CKM-Syndroms mit einem deutlich erhöhten kardiovaskulären Sterberisiko assoziiert, wobei die verschlechterte Insulinresistenz und verstärkte Entzündungen diesen Zusammenhang teilweise erklären können, erläutern die Forschenden.
Für Personen mit kombiniertem Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen, Diabetes und Übergewicht könnten nichtalkoholischen Fettlebererkrankungen demnach besonders gefährlich werden. Maßnahmen zur Reduzierung der Leberverfettung sollten daher dringend Bestandteil ihrer Behandlung sein. (fp)
Autoren- und Quelleninformationen
Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.
- Zhuoxing Li, Qianyu Yang, Li Zang, Hongwei Leng, Panpan Qin, Simeng Li, Buyuan Tian, Xumao Deng, Yun Sun, Xiang Xiao: Relationship between metabolic dysfunction-associated steatotic liver disease and cardiovascular mortality risk in individuals with CKM stages 0–2: Mediating roles of inflammation and insulin resistance; in: Diabetes Research and Clinical Practice (veröffentlicht 11.07.2026), sciencedirect.com
- Gabriel Issa, Ying Shang, Rickard Strandberg, Hannes Hagström, Axel Wester: Cause-specific mortality in 13,099 patients with metabolic dysfunction-associated steatotic liver disease in Sweden; in: Journal of Hepatology (veröffentlicht 24.03.2025), journal-of-hepatology.eu
Wichtiger Hinweis:
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