Die Einnahme von Vitamin D könnte einen wichtigen Beitrag zur Linderung nichtalkoholischer Fettlebererkrankungen (metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankungen; MASLD) leisten. So kann die Vitamin-D3-Supplementierung unter anderem die Leberverfettung signifikant reduzieren.
Ein chinesisches Forschungsteam hat die Zusammenhänge zwischen dem Serumspiegel von Vitamin D und wichtigen Parametern des Schweregrads nichtalkoholischer Fettlebererkrankungen untersucht. Zudem überprüften die Fachleute, ob eine Vitamin-D3-Supplementierung einen Beitrag zur Behandlung der MASDL leisten kann. Die Ergebnisse sind in dem „Journal of Endocrinological Investigation“ veröffentlicht.
Vitamin D gegen Fettlebererkrankungen?
Vitamin D hat weitreichende Auswirkungen auf die Gesundheit und kann auch der Leber zugutekommen. Kombiniert mit Lebensstiländerungen wie Ernährungsinterventionen erscheint die Einnahme daher als vielversprechender Therapieansatz.
Der therapeutische Nutzen wird dabei auch durch eine erst kürzlich veröffentlichte Studie bestätigt, die Vitamin D und intermittierendes Fasten als vielversprechende Behandlungsoption bei Fettlebererkrankungen beschreibt.
Wie hilfreich ist Vitamin D tatsächlich?
Welchen Einfluss die Serumspiegel von 25-Hydroxyvitamin D tatsächlich auf die verschiedenen Parameter der Fettlebererkrankung haben und inwiefern die Vitamin-D-Einnahme ergänzend zu Lebensstiländerungen einen Beitrag zur Behandlung leisten kann, überprüften die Forschenden nun an 505 Erwachsenen mit Übergewicht oder Adipositas und MASLD.
Zunächst ermittelten die Forschenden die 25-Hydroxyvitamin-D-Blutwerte und die Fettleber-Parameter, um mögliche Zusammenhänge zu bestimmen. Anschließend wurden 132 der Teilnehmenden zufällig auf zwei Gruppe aufgeteilt, ein Vitamin-D3-Gruppe (14.000 IE/Woche plus Lebensstiländerung) und eine Kontrollgruppe (nur Lebensstiländerung), berichtet das Team.
Bessere Vitamin-D-Versorgung schützt die Leber
Bei den 25-Hydroxyvitamin-D-Blutwerten beobachteten die Fachleute einen signifikanten Zusammenhang zwischen höheren Werten und besseren Parameter der Lebergesundheit und bei der Einnahme von Vitamin D war in der Folgeuntersuchung eine Verbesserung einiger dieser Parameter feststellbar.
So zeigte sich insgesamt ein umgekehrter Zusammenhang zwischen einer guten Versorgung mit Vitamin D und dem Schweregrad nichtalkoholischer Fettlebererkrankungen bei Erwachsenen mit Übergewicht oder Adipositas.
Hinweise auf Vorteile durch Vitamin-D-Einnahme
Die Einnahme von Vitamin D in Kombination mit Lebensstiländerungen kann laut den Forschenden zudem nachweisbare Verbesserungen bewirken, wobei dies insbesondere für die Werte der Leberverfettung gelte. Auf andere Parameter der Fettlebererkrankung habe die Vitamin-D-Einnahme indes keine Wirkung.
Nun sollten nach Ansicht des Forschungsteams weitere Studien folgen, um den therapeutischen Nutzen von Vitamin D bei Fettlebererkrankungen genauer zu bestimmen. (fp)
Autoren- und Quelleninformationen
Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.
- Lulu Yu, Xincheng Wang, Xiaotian Yang, Xiaojuan Xu, Jing Li, Chunjun Li & Tao Han: Effects of vitamin D status and supplementation on MASLD severity in individuals with overweight or obesity: a cross-sectional study and randomized controlled trial; in: Journal of Endocrinological Investigation (veröffentlicht 20.07.2026), link.springer.com
- Ola Mohammed Youssef, Amira Osman, Ahmed El-Sayed Nour El-Deen, Dalia H. El-Kashef, Salma M. Eraky, Dina Abdalla Arida: Therapeutic effects of vitamin D and intermittent fasting on metabolic associated steatotic liver disease in rats; in: Scientific Reports (veröffentlicht 03.02.2026), nature.com
Wichtiger Hinweis:
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