• Kontakt
  • Therapeuten
  • Themen
  • Fachliche Aufsicht
Heilpraxis - Fachportal für Naturheilkunde und Gesundheit
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Ganzheitliche Medizin
  • Heilpflanzen
  • News
Heilpraxisnet.de - Portal für Naturheilverfahren und Naturheilkunde
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Ganzheitliche Medizin
  • Heilpflanzen
  • News
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
Heilpraxisnet.de - Portal für Naturheilverfahren und Naturheilkunde
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen

Harnwegsinfektionen: Neuer Behandlungsansatz erfolgreich getestet

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
Quellen ansehen
5. August 2026
in News
Frau hält sich vor Schmerzen mit der rechten Hand den Unterbauch und hält in der linken Hand einen Zettel mit einem traurigen Smiley
Gegen wiederholte Harnwegsinfektionen könnte eine kombinierte Behandlung mit Phagen und FMT helfen. (Bild: Erica Smit/stock.adobe.com)
Teile den Artikel

Bei wiederholten Harnwegsinfektionen könnte ein neuer Behandlungsansatz, der Stuhltransplantationen mit dem Einsatz sogenannter Phagen kombiniert, signifikante Verbesserungen erzielen. Erste Untersuchungen mit der neuen Methode waren äußerst vielversprechend.

Forschende der Universitätsklinik Balgrist und der Universität Zürich in der Schweiz sowie der Universität zu Köln, des Universitätsklinikums Köln, der Goethe-Universität Frankfurt und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) haben die neue Behandlungsmethode erprobt. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „Nature Microbiology“ veröffentlicht.

Behandlungsalternativen gesucht

Laut den Forschenden zählen wiederkehrende (rezidivierende) Harnwegsinfektionen weltweit zu den häufigsten bakteriellen Infektionskrankheiten und sie betreffen vor allem Frauen. Zwar seien Antibiotika nach wie vor die Standardtherapie, doch führten diese angesichts zunehmender Antibiotikaresistenzen nicht immer zum Erfolg.

Alternative Therapieansätze seien daher weiterhin dringend gesucht und einen möglichen Ansatz bilde hierbei die Anwendung von Phagen, kleinen Viren, die gezielt Bakterien angreifen, und selbst multiresistente Keime wirksam abtöten können.

Phagentherapie & FMT gegen Harnwegsinfekte?

Wie wirksam die Phagentherapie mit und ohne begleitende Behandlung mittels Stuhltransplantationen (Fäkale Mikrobiota-Transplantationen; FMT) gegen rezidivierende Harnwegsinfektionen ist, hat das Forschungsteam um Dr. Shawna McCallin und Dr. Lorenz Leitner von der Universitätsklinik Balgrist jetzt an drei Betroffenen Frauen untersucht.

Die drei Teilnehmerinnen hatten weder auf Antibiotika noch auf gängige nicht-antibiotische Behandlungsstrategien angesprochen und bei allen wurde das Bakterium Escherichia coli (E. coli) zu verschiedenen Zeitpunkten nachgewiesen, berichten die Forschenden.

Die Behandlungen mit Phagentherapie und FMT erfolgte zwischen Mai und Juli 2023, wobei alle Frauen acht Tage lang in nicht akuten Phasen eine orale und und intravesikale (lokal über einen Katheter in die Blase verabreicht) Phagentherapie erhielten. Zwei Frauen wurden zudem mittels FMT behandelt, so die Fachleute weiter.

Verringerung der Harnwegsinfekte

Bei allen Teilnehmerinnen zeigte die Behandlung eine gute Verträglichkeit und keine spürbaren Nebenwirkungen. Zudem war bei den beiden Patientinnen, die die Kombinationstherapie erhielten, über einen Zeitraum von zwei Jahren hinweg eine langfristige Verringerung der Harnwegsinfekte zu beobachten, berichtet das Team.

Bei der Patientin, die ausschließlich eine Phagentherapie erhielt, seien zwar weitere akute Harnwegsinfektionen aufgetreten, jedoch fielen die Symptome laut den Forschenden deutlich milder aus. Nicht zuletzt habe sich die Lebensqualität bei allen Teilnehmerinnen erheblich verbessert.

Basis für neue Behandlungsstrategien

Allerdings reichen drei Patientinnen nicht aus, um eine neue Therapie zu etablieren und außerdem fehlten Kontrollgruppen, betont Dr. McCallin. Dennoch bieten die Ergebnisse eine Grundlage für klinische Studien, die den Nutzen des Behandlungsansatzes überprüfen und diese nachhaltige Behandlungsoption für Patientinnen zugänglich machen, resümiert die Studienautorin.

„Während die Phagentherapie darauf abzielt, den Erreger zu beseitigen, zielt die FMT darauf ab, ein gesundes Mikrobiom wiederherzustellen, und verbindet damit sowohl unmittelbare als auch langfristige Wirkungen“, ergänzt die Studienautorin Dr. Lena Biehl vom Universitätsklinikum Köln.

Damit steht der Ansatz auch im Einklang mit den Ergebnissen einer unabhängigen Studie, in der die Darmflora als Ursache wiederkehrender Harnwegsinfektionen identifiziert wurde.

Da sich die ursächlichen Bakterien wiederkehrender Harnwegsinfekte häufig auch im Darm befinden, zielt die FMT-Behandlung auf deren Darmreservoirs. Denn diese können eine Antibiotikabehandlung bei akuten Infektionen überleben und zunehmend resistent werden, erläutern die Forschenden.

So erscheint insbesondere die Kombination aus Phagentherapie und FMT insgesamt als äußerst vielversprechender Ansatz, um das Leid der Betroffenen dauerhaft zu beenden. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Fabian Peters
Quellen:
  • Shawna McCallin, Annika Y. Classen, Simone C. Lieberknecht-Jouy, Fatih Abdula, Sarah Dugas, Oliver Gross, Hendrik Koliwer-Brandl, Swenja Lassen, Jens Scheidegger, Matthew Dunne, Andre Kahles, Jonas Eigler, Fedja Farowski, Paul G. Higgins, Sonja Milek, Oksana Chemych, Jiemin Du, Martin J. Loessner, Thomas M. Kessler, Maria J. G. T. Vehreschild, Lorenz Leitner, Lena M. Biehl: Combined phage therapy and faecal microbiota transplantation to treat recurrent urinary tract infection: a case series; in: Nature Microbiology (veröffentlicht 30.07.2026), nature.com
  • Universität zu Köln: Jenseits von Antibiotika: ein neuer Ansatz zur Behandlung von Harnwegsinfektionen (veröffentlicht 30.07.2026), uni-koeln.de
  • Colin J. Worby, Henry L. Schreiber IV, Timothy J. Straub, Lucas R. van Dijk, Ryan A. Bronson, et al.: Longitudinal multi-omics analyses link gut microbiome dysbiosis with recurrent urinary tract infections in women; in: Nature Microbiology (veröffentlicht 02.05.2022), nature.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Nächster Artikel
Grafische Darstellung von Amyloid-Plaques, die sich im Rahmen einer Alzheimer-Krankheit im Gehirn ablagern.

Alzheimer, Parkinson & Co: Dieser Pflanzenstoffe zeigt beachtliche Wirkungen

Grafische Darstellung von Bakterien im Darm.

MS: Dieses Bakterium der Darmflora kann schützen

Jetzt News lesen

Ein gläserner Becher mit Salbeitee und ein Zweig mit Salbeiblättern.

Dieser Pflanzenstoff hemmt Arterienverkalkung nachweisbar

4. August 2026
Darstellung des Darmmikrobioms

Darmflora: Welche Darmbakterien die Lebenserwartung beeinflussen

4. August 2026
Arzt misst bei einer Patientin den Blutdruck

Bluthochdruck: Neue Strategie zum Gegensteuern

4. August 2026
Finger zeigt auf den Schriftzug "Vitamin D" vor blauem Himmel mit strahlender Sonne.

Fettleber: So wirksam ist Vitamin D

3. August 2026
Mensch in gelbem Pullover sitzt in grünem Sessel und schreibt in ein Journal, auf einem Tisch daneben steht eine Vase mit Sonnenblumen

Selbstfürsorge-Checkliste: So klappt die Umsetzung

3. August 2026
Frau leidet an Hitzewallungen.

Bluthochdruck: Vorzeitige Menopause erhöht Risiko signifikant

3. August 2026

Heilpraxis

Das Fachportal für Naturheilkunde und Gesundheit

  • Werben Sie hier
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Wir über uns
  • Rezepte
  • Consent anpassen
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Heilpflanzen
  • Ganzheitliche Medizin
  • News
  • Kontakt
  • Therapeuten
  • Themen
  • Fachliche Aufsicht
  • Rezepte

© 2022 Heilpraxisnet.de GbR