Abnehmen: Häufig kalten Tee trinken kann stark Fett abbauen

Kalter Tee für Gewichtsabnahme wirksamer als warmer

Eine aktuelle Studie zeigt, dass kalter Tee die Fettverbrennung anregen kann. Bereits andere Studien hatten ermittelt, dass verschiedene Teesorten die Gewichtsabnahme unterstützen können. Die einzelnen Ergebnisse lesen Sie im nachfolgenden Artikel.


Abnehmen fällt oft schwer

Klar: Wer sein Gewicht reduzieren will, muss sich regelmäßig bewegen. Allerdings hilft Sport allein nicht gegen Übergewicht. Er verbrennt zwar Kalorien und vertreibt den ständigen Hunger, doch entscheidender ist die Ernährung. Manche Menschen versuchen mit Hilfe von verschiedenen Diät-Programmen, überflüssige Pfunde loszuwerden. Doch oft will und will das Bauchfett einfach nicht verschwinden. Vielleicht sollte man es dann mal mit Teetrinken versuchen. Denn dies kann die Fettverbrennung anregen und beim Abnehmen helfen, wie Forscher nun herausgefunden haben.

Kalter Tee regt die Fettverbrennung an und kann somit beim Abnehmen helfen. (Bild: PhotoSG/fotolia.com)

Gesundes Teetrinken

Teetrinken kann sehr gesund sein. So zeigte sich in einer US-amerikanischen Studie, dass der tägliche Konsum einer Tasse schwarzem oder grünem Tee das Herzinfarkt-Risiko reduzieren kann.

Chinesische Forscher stellten zudem fest, dass grüner Tee vor Übergewicht schützen kann.

Nun haben auch Schweizer Forscher in einer Untersuchung festgestellt, dass Teetrinken die Fettverbrennung anregen und so beim Abnehmen helfen kann.

Erstaunlich dabei: Wenn das Getränk kalt ist, ist es offenbar wirksamer für die Gewichtsabnahme.

Kalter Tee für eine Gewichtsabnahme wirksamer

Das Forscherteam der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg verglich die kardiovaskulären und metabolischen Reaktionen von jungen Erwachsenen auf die Einnahme eines aus Yerba-Mate-Blättern zubereiteten koffeinhaltigen Tees.

Dieses Getränk ist vor allem in Südamerika äußerst beliebt, heißt es in einer Mitteilung der Uni.

Die Forscher des Labors für Integrative kardiovaskuläre und metabolische Physiologie kamen zum Schluss, dass kalter Tee für eine Gewichtsabnahme wirksamer sein dürfte.


Wasser hilft beim Abnehmen

Doch nicht nur die verringerte Kalorienzufuhr hilft beim Abnehmen, sondern durch die Aufnahme größerer Mengen Wassers und ungesüßter Kräuter- beziehungsweise Früchtetees werde zudem der Magen gefüllt und das Hungergefühl vermieden, berichtet die Nachrichtenagentur „dpa“ unter Berufung auf die Verbraucher Initiative. Auf diese Weise biete die Anpassung der Flüssigkeitsaufnahme eine Unterstützung beim Abbau überschüssiger Pfunde.


Drei Grad kalt oder 55 Grad warm

An zwei verschiedenen Tagen tranken die Testpersonen 500ml des ungezuckerten koffeinhaltigen Tees. Dieser wies entweder eine Temperatur von 3°C oder 55°C auf und musste innerhalb von fünf Minuten getrunken werden.

Nach der Einnahme des Tees wurden während 90 Minuten verschiedene Variablen kontinuierlich gemessen: der Blutdruck, die Herzfrequenz, die Menge des vom Herzen gepumpten Blutes sowie der Sauerstoffverbrauch und die Fettoxidation.

Diese Daten wurden mit den eine halbe Stunde vor der Einnahme des Tees gemessenen Werten verglichen.

Verringerung der metabolischen Belastung des Herzens

Laut den Autoren der Studie, Claire Maufrais, Delphine Sarafian sowie Prof. Abdul Dulloo und Prof. Jean-Pierre Montani, nahm der Energieverbrauch beim Trinken von kaltem Tee (+8,3%) doppelt so stark zu wie beim Trinken von warmem Tee (+3,7%).

Der kalte Tee begünstigte überdies die Fettoxidation und verringerte die metabolische Belastung des Herzens.

Sollte sich diese Beobachtung bei wiederholter Einnahme von Tee bestätigen, wäre kalter Tee für die Gewichtskontrolle erwiesenermaßen nützlich.

Die Ergebnisse der von der Schweizerischen Herzstiftung unterstützten Studie wurden im Fachmagazin „Frontiers in Physiology“ veröffentlicht. (ad)

Quellen:
Maufrais, C. et al. (2018): Cardiovascular and metabolic responses to the ingestion of caffeinated herbal tea: drink it hot or cold?, in: Frontiers in physiology.

Islami, F. et al. (2009): Tea drinking habits and oesophageal cancer in a high risk area in northern Iran: population based case-control study. Bmj.

Danchin, N. et al. (2014): Coffee or tea consumption: no impact on cardiovascular mortality: the IPC cohort, in: EUROPEAN HEART JOURNAL.