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Gesundheit: Ab welchen Mengen ist Alkoholtrinken bereits ungesund?

Sebastian Bertram
Verfasst von Sebastian Bertram
17. April 2018
in News
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Um so weniger Alkohol, um so geringer das Sterberisiko

Aus den Ergebnissen einer kürzlich erschienenen Studie im Lancet (Wood et al. 2018) schließen die Autoren, dass ein Grenzwert für den Alkoholkonsum unter Berücksichtigung des geringsten Risikos für die Gesamtsterblichkeit bei 100 g/Woche liegt. Für kardiovaskuläre Erkrankungen, mit Ausnahme des Herzinfarktes, kann kein Grenzwert benannt werden.

Ein niedrigerer Alkoholkonsum war immer auch mit einem geringeren Krankheitsrisiko assoziiert. Für die Studie wurden die Daten zur Alkoholzufuhr von knapp 600 000 Personen im Zusammenhang mit dem Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen sowie zur Mortalität ausgewertet. Die Daten stammen aus drei großen Kohortenstudien (the Emerging Risk Factor Collaboration, EPIC-CVD, UK Biobank).

Diese Ergebnisse stehen nicht im Widerspruch zu den Referenzwerten für Alkohol der DGE. Sie gibt als Richtwert für eine maximal tolerierbare Alkoholzufuhr 10 g/Tag für gesunde Frauen und 20 g/Tag für gesunde Männer an Dabei entsprechen 20 g Alkohol ca. 0,5 l Bier, 0,25 l Wein oder 0,06 l Weinbrand. Diese Angaben dürfen allerdings nicht als Aufforderung verstanden werden, täglich Alkohol zu konsumieren. Es kann jedoch keine Alkoholmenge angegeben werden, die bei regelmäßigem Konsum als unbedenklich bezüglich verschiedener negativer gesundheitlicher Folgen bezeichnet werden kann.

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen gibt an, dass auch bei einem risikoarmen Konsum mindestens zwei alkoholfreie Tage pro Woche eingehalten werden sollten.

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Sebastian Bertram

Sebastian Bertram

Sebastian Bertram ist Geschäftsführer von Heilpraxisnet. Er arbeitete über zehn Jahre als Sozialarbeiter im stationären Bereich der therapeutischen Jugendhilfe in leitender Funktion. Seine Themenschwerpunkte sind Psychologie, therapeutisches Arbeiten und Sozialpädagogik.

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