Allergien: Das schöne Wetter bringt die Pollen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Deutschland startet in die Pollensaison

Für Allergiker beginnt schon jetzt die anstrengende Jahreszeit. Momentan schweben bereits fast in ganz Deutschland Hasel- und Erlenpollen durch die Luft, das warme und milde Wetter wird die Situation verschärfen. Diese Tipps können Allergikern in den kommenden Wochen hilfreich sein.


Hasel und Erle stehen schon kurz vor der Hauptblüte

Pollenallergiker sollten in den kommenden Tagen sicherheitshalber Taschentücher einstecken. Die Hauptblüte von Hasel und Erle stehe zwar noch aus, trotzdem seien schon einige Pollen unterwegs, sagt Christina Endler vom Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes. Das trockene und warme Wetter werde den Pollenflug verstärken.

Pollenallergiker müssen dieses Jahr aufgrund des schon recht warmen Klimas sehr früh mit einer starken Pollenbelastung rechnen. Den Anfang machen Hasel- und Erlenpollen. (Bild: Wolfilser/fotolia.com)

Bundesweite Belastung durch Hasel- und Erlenpollen

Der Pollenflug-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) warnt fast bundesweit vor mittlerer Belastung mit Haselpollen, es gibt nur einige Ausnahmen in Süddeutschland. Auch die Erle sorgt laut Vorhersage vor allem im Norden und in der Mitte Deutschlands für eine geringe bis mittlere Belastung.

Im März und April folgen Esche und Birke

Dass Allergiker in Bayern und anderen Teilen Süddeutschlands noch frei durchatmen können, erklärt Endler mit dem unterschiedlichen Pflanzenwachstum. In weiten Teilen Bayerns und in Höhenlagen war es in den vergangenen Wochen noch zu kalt und schneereich, dadurch konnte sich die Natur dort noch nicht so weit entwickeln. Als nächstes müssen sich Allergiker nach Angaben der Experten auf Esche und Birke einstellen, diese Bäume blühen im März und April.

Steigende Tendenz bei Pollenallergikern

Mehr als 15 Prozent der Menschen in Deutschland haben eine Pollenallergie, die Tendenz ist steigend. Die Folgen reichen von einer laufenden Nase über Bindehautentzündungen bis hin zu Asthma. Wie stark die Beschwerden ausfallen, hängt unmittelbar mit der Konzentration der Pollen in der Umgebung zusammen.
Wer bei sich eine Allergie vermutet, sollte diese abklären und im Zweifel behandeln lassen. Sonst droht der sogenannte Etagenwechsel: Aus einem Heuschnupfen entwickelt sich innerhalb von zehn bis fünfzehn Jahren bei etwa 40 Prozent der Betroffenen ein allergisches Asthma.

Tipps zur Vermeidung unnötiger Pollenbelastung:

  • Pollenflugvorhersage beachten.
  • Täglich Nasenduschen machen.
  • Jeden Abend vor dem Zubettgehen Haare waschen.
  • Mehrmals täglich Gesicht waschen.
  • Straßenkleidung nicht im Schlafzimmer ausziehen.
  • Regelmäßig Bettwäsche waschen.
  • Teppiche und Teppichboden gegen Laminat oder Parkett tauschen.
  • Nasse Handtücher in der Wohnung aufhängen – diese fangen Pollen ab.
  • Fenster geschlossen halten – auf dem Land zwischen 19 und 24 Uhr lüften, in der Stadt zwischen 6 und 8 Uhr.
  • Während der Saison nicht zu lange im Freien aufhalten.
  • Nach Regengüssen (mit leichtem zeitlichen Abstand) ins Freie gehen und pollenfreie Luft genießen.
  • Stark befahrene Straßen meiden – durch Abgas verunreinigte Pollen wirken
    aggressiver.
  • Beim Autofahren Fenster geschlossen halten.
  • Pollenfilter in die Lüftungsanlage des Autos einbauen lassen.
  • Urlaub auf die Pollensaison abstimmen und bevorzugt ans Meer oder ins Gebirge fahren.

(fm)