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Bei heller Haut schon am Morgen Sonnenbrand-Gefahr

Sebastian Bertram
Verfasst von Sebastian Bertram
20. August 2012
in News
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Für hellhäutige Menschen besteht schon am Morgen Sonnenbrand-Gefahr

20.08.2012

Hellhäutige Menschen sind einem erhöhten Sonnenbrand-Risiko ausgesetzt. Bei Hochsommer-Temperaturen können Betroffene bereits am Morgen um 9.00 oder auch am Nachmittag um 17 Uhr bei direkter Sonneneinwirkung einen Sonnenbrand davon tragen. Der Grund: ihr Hauttyp ist empfindlicher als bei eher dunkleren Menschen.

Geringe UV-Strahlen reichen aus, um Sonnenbrand auszulösen
Der Hauttyp von hellhäutigen Menschen ist so empfindlich, dass schon geringe UV-Bestrahlungen ausreichen, um die oberen Hautschichten zu verbrennen. „Wer einen keltischen Hauttyp hat mit hellen Haaren und Augen und nie richtig braun wird, sollte immer vorsichtig sein“, sagte Dr. Gertraud Kremer vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen in Berlin gegenüber dem Nachrichtendienst „dpa“. Ab ca. 18 Uhr „ist das Risiko nicht mehr so“, berichtet die Hautärztin. Je tiefer die Sonne am Horizont steht, um so ungefährlicher sind die Sonnenstrahlen.

Sonnenempfindlichkeit hängt von Haut-Gewöhnung ab
Die Sonnenempfindlichkeit hängt zudem davon ab, ob die Haut bereits ausreichend an UV-Strahlungen gewöhnt ist. „Wer immer viel im Garten arbeitet und dadurch vor-gebräunt ist, für den ist der Freibadbesuch im Hochsommer um 9 Uhr relativ ungefährlich“, erklärt die Dermatologin. Wer aber den ganzen Tag in den eigenen vier Wänden oder im Büro verweilt, für den könnte es gesundheitlich gefährlich werden. „Sitzt jemand dagegen sonst immer nur im Büro und will dann einen schönen Sommertag nutzen, geht das schief“. Im Grundsatz sind mediterrane Hauttypen besser von den Sonneneinwirkungen geschützt, als hellhäutige Menschen. Mediterrane Haut besitzen Menschen mit dunkleren Haaren und Augen.

Online-Tool verrät Sonnenzeit
Im Internet existieren zahlreiche Selbstversuch-Testungen, um heraus zu finden, wie hoch die persönliche Sonnenschutzzeit ist. Um die individuelle Zeit zu ermitteln, kann den Angaben der Medizinerin zufolge das Angebot von „UV-Check.de“ genutzt werden. Dort geben Interessierte den Ort, die Uhrzeit und den eigenen Hauttyp ein. Danach errechnet das Online-Tool, wie lange sich der Anfragende ungefähr ungeschützt im Freien aufhalten kann. Doch Vorsicht: „Das können manchmal nur Minuten oder gar Sekunden sein“, warnt die Ärztin. Das Portal ist als solches seriös und wird vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen, dem Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt und einem pharmazeutischen Hersteller in Kooperation betrieben.

Sonne in der Mittagszeit unbedingt meiden
Zwischen 12 und 15.00 Uhr ist der Sonnenstand am höchsten, „und damit auch die UV-Strahlenbelastung“, warnt Kremer. Zu dieser Zeit sollten nicht nur helle Hauttypen die direkte Sonne meiden, sondern alle, betont die Expertin. Zu allen Tageszeiten sollten sich Erwachsene und Kinder mit Sonnenschutzcreme und Sonnenschutzkleidung schützen. Gute Sonnenkleidung ist luftig, aus Seide oder Funktionstextilien. Wer keine oder nur wenige Haare auf dem Kopf hat, sollte zusätzlich eine adäquate Kopfbedeckung tragen. (sb)

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Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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