Erstickungsgefahr: Rückruf für Baby-Schlafsäcke gestartet

Baby schläft mit Teddybär im Arm

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

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Textildiscounter startet Rückruf für Baby-Schlafsäcke

Der Textildiscounter Zeeman hat einen Rückruf für Baby-Schlafsäcke gestartet. Laut dem Unternehmen könnte sich der Reißverschluss des Schlafsacks lösen; dadurch bestehe im schlimmsten Fall Erstickungsgefahr.


Reißverschluss kann sich lösen

Die Billigtextilkette Zeeman ruft Baby-Schlafsäcke zurück. Laut einer vom Internetportal „produktwarnung.eu“ veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens „wurde festgestellt, dass sich der Reißverschluss des Schlafsacks mit der Artikelnummer 53978 unter Umständen löst, wodurch schlimmstenfalls Erstickungsgefahr droht.“

Baby schläft mit Teddybär im Arm
Der Textildiscounter Zeeman ruft Baby-Schlafsäcke zurück, weil sich bei den Produkten der Reißverschluss lösen könnte. Dadurch bestehe im schlimmsten Fall Erstickungsgefahr. (Bild: Ramona Heim/fotolia.com)

Schlafsäcke wurden im Juni 2019 verkauft

Den Angaben zufolge wurden die betroffenen Produkte im Juni 2019 verkauft.

Der Textildiscounter bittet Kunden, die betroffene Baby-Schlafsäcke gekauft haben, diese nicht mehr zu nutzen.

Die Schlafsäcke können gegen Kaufpreiserstattung in jeder Zeeman-Filiale zurückgegeben werden.

Verschluckte Kleinteile können gefährlich werden

Egal ob Reißverschlüsse, eine Murmel oder anderes Spielzeug: Verschluckte Kleinteile können im Magen-Darm-Trakt zu schweren Schädigungen führen.

Vor allem wenn es sich dabei um Batterien, Magnete oder spitze, lange Gegenstände wie einen Nagel oder eine Nähnadel handelt, sollten Betroffene nicht zögern, sondern unbedingt zu einem Arzt gehen.

Dies gelte auch, wenn große Essensstücke in der Speiseröhre stecken geblieben sind.

Bei weniger gefährlichen Teilen muss der Mediziner oft nichts weiter unternehmen.

Denn laut der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) finden etwa 80 bis 90 Prozent der Fremdkörper gemeinsam mit dem Nahrungsbrei den Weg ins Freie.

Manche könnten endoskopisch entfernt werden und nur in seltenen Fällen sei eine Operation notwendig. (ad)

Autor:
Alfred Domke
Quellen:
  • Internetportal „produktwarnung.eu“: Rückruf: Erstickungsgefahr – Zeeman warnt vor Baby Schlafsäcken, (Abruf: 04.08.2019), produktwarnung.eu