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Gefährliche Hasenpest in Baden-Württemberg nachgewiesen

Alfred Domke
Verfasst von Alfred Domke, Redakteur für Gesundheits-News
18. Mai 2016
in News
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Hasenpest im baden-württembergischen Landkreis Schwäbisch Hall
Im Landkreis Schwäbisch Hall (Baden-Württemberg) ist bei einem toten Feldhasen die Hasenpest (Tularämie) nachgewiesen worden. Die örtlichen Behörden bitten die Bürger um besondere Vorsicht. Auch Menschen können sich mit Hasenpest infizieren.

Hasenpest in Tierkadaver festgestellt
Im baden-württembergischen Landkreis Schwäbisch Hall ist ein Fall von Hasenpest nachgewiesen worden. Wie das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz in einer Mitteilung bekanntgab, hat das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Fellbach in einem Tierkadaver den Erreger der Hasenpest (Tularämie) festgestellt. Ein Jäger hatte den toten Feldhasen Anfang Mai in seinem Revier in Oberrot tot aufgefunden und das Tier zur Abklärung der Todesursache zur Untersuchung gebracht. Die Behörde bittet die Bevölkerung um besondere Vorsicht.

Auch Menschen können sich infizieren
Bei der Hasenpest handelt es sich um eine bakterielle Erkrankung, die durch den Erreger „Francisella tularensis“ hervorgerufen wird. Immer wieder werden Infektionen gemeldet. So wurde erst Anfang des Jahres ein Fall von Hasenpest in Bayern bekannt. Laut dem Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz in Schwäbisch Hall befällt das Bakterium vor allem Feldhasen und Nagetiere, andere Wildtiere und Haustiere können sich ebenfalls infizieren. Gefährlich ist der Erreger jedoch auch für den Menschen, bei dem nach einer Infektion schwerwiegende Krankheitserscheinungen auftreten können.

Bei Symptomen zum Arzt
Bei Menschen kann die Tularämie ganz unterschiedlich verlaufen, indem je nach Eintrittsstelle beispielsweise grippeähnliche Symptome wie Fieber, aber auch Hautgeschwüre, Blasen im Mund- und Rachenraum, eine Lungenentzündung oder eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) auftreten können. Gesundheitsexperten zufolge sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen, wenn sich nach dem Kontakt mit Wildtieren oder dem Verzehr von Wildfleisch Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe oder Übelkeit und Erbrechen einstellen.

Hunde nicht unkontrolliert laufen lassen
Das Veterinäramt Schwäbisch Hall bittet die Bevölkerung im Landkreis, vor allem um Oberrot verendet aufgefundene Feldhasen oder Feldhasen mit fehlendem Fluchtverhalten nicht zu berühren und den Fund unverzüglich dem zuständigen Jagdpächter zu melden. Und auch wenn die Erkrankungsgefahr für Hunde geringer einzustufen sei, sollte der Kontakt von Hunden mit verendeten oder auffälligen Hasen unbedingt vermieden werden. Die Experten empfehlen, Hunde nicht unkontrolliert laufen zu lassen oder beim Spazierengehen anzuleinen. Das Amt hatte aber auch beruhigende Informationen: „Eine Übertragung der Krankheit kann nur über direkten Kontakt mit infizierten Tieren stattfinden“, heißt es in der Meldung. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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