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Gesunde Ernährung: Auch normaler Joghurt ist probiotisch

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
18. Dezember 2015
in News
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Wer früher Joghurt kaufen wollte, wurde durch den Zusatz „probiotisch“ auf angeblich besonders gesunde Produkte hingewiesen, die extra mit Probiotika angereichert wurden. Denn die lebensfähigen Mikroorganismen sollen die Darmgesundheit positiv beeinflussen und das Immunsystem stärken. Doch bekannte Werbeaussagen wie “aktiviert die Abwehrkräfte” sind seit einigen Jahren verboten, denn die Hersteller konnten die Aussagen zur gesundheitlichen Wirkung ihrer Produkte nicht beweisen. Zudem betonen Experten immer wieder, dass auch ganz „normaler“ Joghurt Milchsäurebakterien enthält und daher schon von selbst „probiotisch“ wirkt.

Probiotika können Durchfall lindern und die Verdauung fördern
Bei Probiotika handelt es sich um lebensfähige Mikroorganismen wie Bakterien und Hefen, die in milchsauren Produkten wie Joghurt, Buttermilch und Kefir vorkommen. Sie gelten als gesundheitsfördernd, indem sie z.B. der Linderung und Vorbeugung von Durchfall dienen und verdauungsfördernd wirken können. Neben dem können probiotische Kulturen in Lebensmitteln unter Umständen auch das Immunsystem stärken. Dies kommt z.B. in Frage, wenn über längere Zeit Antibiotika eingenommen wurden, denn dadurch werden auch die „guten“ Bakterien im Darm angegriffen, welche normalerweise die körpereigene Abwehr unterstützen.

Werbeversprechen sind mittlerweile verboten
Aufgrund der positiven Eigenschaften versetzten Lebensmittelhersteller in der Vergangenheit ihre Produkte teilweise sogar extra mit den Mikroben und wiesen auf der Verpackung mit dem Zusatz „probiotisch“ auf den vermeintlichen Zusatznutzen hin. Doch diese – meist teureren – Produkte müssen gar nicht sein, denn wie die Verbraucherservice Bayern informiert, sind die „guten“ Bakterien auch in herkömmlichen Sauermilchprodukten wie z.B. Joghurt enthalten. Zudem ist bislang nicht sicher geklärt, inwieweit Probiotika die körpereigene Abwehr stärken, daher sind auch Werbesprüche wie „aktiviert die Abwehrkräfte“ seit einigen Jahren verboten, so eine Sprecherin des Verbraucherservice gegenüber der Nachrichtenagentur „dpa“. Eine positive Wirkung der Mikroorganismen auf die Darmflora sei hingegen unbestritten.
Um das Immunsystem zu stärken, können auch andere natürliche Verfahren und Hausmittel eingesetzt werden. In Frage kommen hier z.B. Kneipp´sche Güsse, Saunagänge und tägliche Bürstenmassagen, ebenso stellt z.B. die Eigenbluttherapie eine häufig eingesetzte Therapie zur Stärkung der körpereigenen Abwehr dar. (nr)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Fabian Peters

Fabian Peters

Geschäftsführer/Redaktionelle Leitung Verfechter hoher Qualitätsansprüche bei der Berichtserstattung, Naturliebhaber, schwer zu überzeugender Überzeugungstäter, Networker

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