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Weltkrebstag: Die Hälfte der Krebserkrankungen könnte vermieden werden

Jedes Jahr erkranken rund eine halbe Million Menschen in Deutschland an Krebs. Gesundheitsexperten zufolge könnte etwa die Hälfte der Erkrankungen durch einen gesunden Lebensstil vermieden werden.


Zahl der Krebserkrankungen steigt

Immer mehr Menschen erkranken an Krebs. Die Zahl der Neudiagnosen in Deutschland hat sich seit 1970 fast verdoppelt. Fachleuten zufolge gilt ein großer Teil aller Krebserkrankungen als vermeidbar. Denn durch einen gesunden Lebensstil kann das Krebsrisiko deutlich reduziert werden.

Regelmäßige Bewegung, Übergewicht und hohen Alkoholkonsum vermeiden, nicht rauchen: Ein gesunder Lebensstil senkt das Krebsrisiko deutlich. (Bild: Maridav/fotolia.com)

Gesunder Lebensstil senkt das Risiko für viele Zivilisationskrankheiten

Jedes Jahr erkranken etwa 500.000 Menschen in Deutschland an Krebs. Die Barmer Krankenkasse weist anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar darauf hin, dass rund die Hälfte dieser Fälle durch einen gesunden Lebensstil vermieden werden könnten.

„Ein gesunder Lebensstil senkt das Risiko für viele Zivilisationskrankheiten, vor allem für Krebs“, so Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin der Barmer in einer Mitteilung.

„Nicht rauchen, sich regelmäßig bewegen, kein Übergewicht, wenig Alkohol und guter Schutz vor der UV-Strahlung der Sonne kennzeichnen einen solchen Lebensstil“, erläutert die Expertin.

Jeder einzelne könne viel dafür tun, sein persönliches Krebsrisiko deutlich zu senken.

Krebsfrüherkennung zu selten genutzt

Aktuelle Versorgungsdaten der Barmer belegten, dass nach wie vor zu selten Früherkennungsmaßnahmen von Krebserkrankungen genutzt würden.

„Im Jahr 2017 haben nur etwa 16,8 Millionen Frauen in Deutschland die Krebsfrüherkennung wahrgenommen. Bei den Männern waren es lediglich 4,6 Millionen. Das heißt, nur jede zweite Frau und gar nur jeder zehnte Mann, die Anspruch darauf haben, waren bei der Krebsfrüherkennung“, so Marschall.

Das sei deutlich zu wenig angesichts der Tatsache, dass ein früh erkannter Krebs umso besser behandelt werden könne. Dabei zeigten die Versorgungsdaten der Krankenkasse deutliche regionale Unterschiede bei der Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen.

Bei Frauen wiesen das Saarland (36,4 Prozent) und Bayern (38,8 Prozent) die niedrigsten Untersuchungsraten auf. In den neuen Bundesländern lägen die Raten durchgängig merklich hoher. Spitzenreiter sei Sachsen mit 44,4 Prozent.

Bei den Männern variierten die Unterschiede zwischen den Bundesländern stärker. Die geringsten Raten wiesen jedoch auch hier das Saarland (9,3 Prozent) und Bayern (9,8 Prozent) auf. Am häufigsten genutzt würde die Krebsfrüherkennung von den Männern in Mecklenburg-Vorpommern (13,5 Prozent).

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für Krebsfrüherkennungsuntersuchungen bei Frauen ab 20 und Männern ab 45 Jahren. (ad)