Öko-Test hat 43 Bier-Sorten getestet – Diese hatten Glyphosat-Rückstände!

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Deutsches Bier kann im Test überzeugen

In einem aktuellen Testurteil zeigt Öko-Test, dass sich Bier aus Deutschland nicht verstecken muss. Mehr als die Hälfe der 43 getesteten Pils-Biere schnitten mit der Note „sehr gut“ ab. In einigen Bieren wurden jedoch auch Glyphosat-Rückstände entdeckt. Abzüge gab es bei manchen Sorten auch für schlechte Schaumqualität und umweltbelastende Verpackungen.


Pils zählt zu den beliebtesten Getränken in Deutschland. Das Deutsche Reinheitsgebot für Biere hat eine lange Tradition und viele deutsche Biersorten werden weltweit gelobt. In der aktuellen Ausgabe von Öko-Test fühlen Fachleute 43 Pils-Bieren auf den Zahn. Ist der gute Ruf gerechtfertigt? Laut Testergebnis schon! 25 Biere erreichten die Testnote „sehr gut“, 12 weitere die Note „gut“. Fünf Sorten bildeten das Schlusslicht. Öko-Test erklärt, worauf man beim Bier-Kauf achten sollte.

Deutsches Bier kann im aktuellen Öko-Test überzeugen – manche Sorten mehr als andere. (Bild: Givag/fotolia.com)

Pils auf dem Prüfstand

Öko-Test schickte 43 Bier-Sorten ins Labore. Dort wurden sie gründlich auf möglicherweise enthaltene Problemstoffe gecheckt. Unter anderem wurde nach allgemeinen Keimbelastungen, Glyphosat-Rückständen sowie nach Schadstoffen gesucht, die beispielsweise aus der Innenlackierung von Dosenbier entweichen können.

Qualität der Biere konnte größtenteils überzeugen

Die gute Nachricht zuerst: Kein einziges Bier erhielt eine schlechtere Note als „befriedigend“. Unter den getesteten Pils befand sich kein einziges schwarzes Schaf. Krankheitserregende Keime konnten in keinem Bier gefunden werden. Ebenso war nichts zu bemängeln beim angegebenen Alkoholgehalt sowie bei den Bittergraden, der Stammwürze und dem Endvergärungsgrad der Biere. Bei rund einem Drittel der Biere konnten jedoch Glyphosat-Rückstände entdeckt werden.

Wie kommt Glyphosat ins Bier?

Der Unkrautvernichter Glyphosat wird häufig für den Getreideanbau verwendet. Bayer ist nach dem Kauf von Monsanto nun Hersteller des zweifelhaften Mittels und muss sich in den USA mit Schadensersatzklagen in Milliardenhöhe auseinandersetzen. Glyphosat steht unter dem Verdacht, krebserregend zu sein. Rückstände des Unkrautvernichters führten im Test zu Punktabzügen. Besonders ärgerlich: In dem Bio-Bier „Hofmark Pils“ konnten ebenfalls Glyphosat-Rückstände entdeckt werden. Das Pils gehört deshalb zu den Verlierern des Tests. Öko-Test bezweifelt hier die Einhaltung von Bio-Richtlinien.

Viele bekannte Marken sind sehr gut

Bierliebhaber können sich darüber freuen, dass viele bekannte Pils-Sorten sehr gut abschnitten. Marken wie Astra Urtyp, Beck´s, Bitburger, Hasseröder, Holsten, König Pilsener und Krombacher konnten voll und ganz überzeugen. Erstaunlich gut schnitten auch viele günstige Sorten ab. Das Discount-Bier Falkenfelser von Netto, Oettinger Pils, Paderborner Pilsener und Burgkrone Premium Pilsener mussten den Vergleich mit teureren Sorten nicht scheuen. Da Geschmäcker ja bekanntlich unterschiedlich sind, wurde im Test nur die Qualität und die Schadstoffe bewertet.

Die nicht so ganz weißen Schafe unter den Bieren

Bei einigen bekannten Pils-Sorten gab es aber auch kleine Mängel. So fand Öko-Test beispielsweise in den beliebten Marken Flensburger Pilsener und Jever Pilsener Rückstände des Unkrautvernichters Glyphosat. Die Biere rutschten deshalb auf die Note „gut“ ab. Das günstige Perlenbacher Premium Pils von Lidl schnitt ebenfalls vergleichsweise schlecht ab. Hier wurden nicht nur Glyphosat-Rückstände entdeckt, das Bier wird auch in einer ökologisch fragwürdigen Einwegflasche angeboten. Generell rät Öko-Test von Bieren in Dosen und Einwegflaschen der Umwelt zuliebe ab. Die vollständigen Testergebnisse können kostenlos auf der Webseite von Öko-Test eingesehen werden.

Augen auf beim Bier-Kauf

Insgesamt kann man nach Angaben von Öko-Test keine eklatanten Fehler beim Bierkaufen begehen. Unterschiede in Sachen Klimaschutz und Qualität gibt es aber dennoch. Darauf sollten Sie achten:

  • Der Umwelt zuliebe: Bier in Mehrwegflaschen ist besser für die Umwelt, insbesondere wenn der Hersteller im Umkreis von 150 Kilometern liegt.
  • Ein Blick auf Mindesthaltbarkeitsdatum lohnt sich. Ist das Pils kurz vor dem Ablaufdatum, können geschmackliche Mängel auftreten.
  • Zu Hause und im Markt: Wird das Bier kühl und dunkel gelagert, bleibt es länger frisch.

(vb)

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.