Praxis-Leitlinie zu Cannabis erschienen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

In der schmerz- und palliativmedizinischen Versorgung schwerkranker Patienten nehmen Cannabinoide einen zunehmend wichtigen Platz ein. Doch zwei Jahre nach Einführung des Cannabis-Gesetzes besteht noch häufig Verunsicherung bei der praktischen Anwendung der verschiedenen Cannabinoid-Wirkstoffe. Orientierung bietet nun die neue DGS-Praxis-Leitlinie zu „Cannabis in der Schmerztherapie“.

Bei der Barmer sind seit Inkrafttreten des Cannabis-Gesetzes Tausende Anträge auf die Kostenübernahme Cannabis-haltiger Arzneimittel eingegangen. Die Krankenkasse warnt aber vor übertriebenen Erwartungen. Der Nutzen solcher Präparate sei oft nicht erweisen. (Bild: Africa Studio/fotolia.com)

In der schmerz- und palliativmedizinischen Versorgung schwerkranker Patientinnen und Patienten nehmen Cannabinoide einen zunehmend wichtigen Platz ein. Doch zwei Jahre nach Einführung des Cannabis-Gesetzes besteht noch häufig Verunsicherung bei der praktischen Anwendung der verschiedenen Cannabinoid-Wirkstoffe.

Bisher gab es zum therapeutischen Einsatz von Cannabinoiden keine umfassenden Handlungsempfehlungen einer Fachgesellschaft in deutscher Sprache. Das hat nun die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin mit ihrer neu veröffentlichten Leitlinie selbst in die Hand genommen. Die DGS-Praxis-Leitlinien berücksichtigen nicht nur die externe Evidenz, sondern auch die interne Evidenz durch Erfahrungen der Anwender sowie die Erfahrungen, Werte und Haltungen der Patienten. Gerade für den medizinischen Gebrauch von Cannabinoiden gelange man bei alleiniger Berücksichtigung der derzeit verfügbaren RCT-Studiendaten oft zu anderen Einschätzungen als sie im Versorgungsalltag durch Anwender berichtet werden. Die Praxis-Leitlinie finden Sie hier.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.