Prostatakrebs soll zum Teil erblich bedingt sein

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Prostatakrebs ist zum Teil erblich bedingt, so eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg.

(26.04.2010) Prostatakrebs ist zum Teil erblich bedingt, so das Ergebnis einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Das bedeutet, dass Menschen über ein höheres Erkrankungs-Risiko verfügen, wenn mehrere Verwandte bereits an Prostatakrebs erkrankt waren. Bei der Studie wurden 26671 Patienten mit Krebs der Vorsteherdrüse beobachtet. 5623 Patienten entstammten aus Familien, in denen Prostata-Krebs-Erkrankung bereits aufgetreten war.

Laut Wissenschaftler der Studie um Kari Hemminki haben beispielsweise Männer im Alter von 65 Jahren, mit drei an Prostatakrebs erkrankten Brüdern, ein 23 mal größeres Risiko an einem Prostatakarzinom als Männer ohne zuvor erkrankten Verwandten. Laut Studie vergrößert sich das Risiko deutlich, um so mehr Verwandte bereits in jungen Lebensjahren erkrankt waren. Das Deutsche Krebsforschungszentrum weist daraufhin, dass Männer, bei denen in der Verwandtschaft häufiger Prostatakrebs auftrat, beim Hausarzt an Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen sollten. Das Karzinom der Prostata ist eine Krankheit, die mit zunehmendem Alter der Männer leider immer häufiger auftritt. So sind etwa 70 Prozent aller Männer, die an Prostatakrebs erkranken, sind zwischen 60 und 79 Jahre alt. (sb)

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