Regelmäßiges Saunieren schützt vor dem Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Wie wirken sich Besuche in der Sauna auf die Gesundheit aus?

Wenn Sie öfter in die Sauna gehen, wirkt sich dies positiv auf Ihre Gesundheit aus. Forscher fanden jetzt heraus, dass regelmäßige Saunagänge bei Menschen zu einem geringeren Risiko des Todes durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen.


Die Wissenschaftler der University of Eastern Finland und der University of Jyväskylä stellten bei ihrer aktuellen Untersuchung fest, dass regelmäßige wöchentliche Aufenthalte in der Sauna zu einer geringeren Wahrscheinlichkeit beitragen, dass Betroffene frühzeitig an Herz-Kreislauf-Erkrankungen versterben. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in dem englischsprachigen Fachblatt „BMC Medicine“.

Wenn Menschen regelmäßig in die Sauna gehen, führt dies zu Entspannung für Geist und Körper. Mediziner fanden heraus, dass Saunabesuche auch vor einem vorzeitgen Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen können. (Bild: nd3000/fotolia.com)

Wie oft sollte ich in der Woche in die Sauna gehen?

Ein regelmäßiger Saunabesuch von Männern und Frauen ab dem Alter von 50 Jahren ist mit einem geringeren Risiko des Todes durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden, erläutern die Experten. Wenn Menschen vier bis sieben Mal pro Woche eine Sauna besuchen, reduziere dies die Wahrscheinlichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu versterben auf 2,7 Fälle pro 1.000 Personenjahre. Wenn Menschen dagegen nur einmal in der Woche eine Sauna nutzen, treten 10,1 Todesfälle pro 1.000 Personenjahre auf. Sogenannte Personenjahre beziehen sich auf die Gesamtzahl der Jahre, welche die Teilnehmenden an der Studie teilnahmen, erläutern die Wissenschaftler. Auf diese Weise könne die Anzahl neuer Ereignisse in der Studienpopulation in einem bestimmten Zeitraum gemessen werden, wobei eine geringere Anzahl von Ereignissen auf ein geringeres Risiko hinweist.

Warum schützen Saunabesuche?

„Eine wichtige Erkenntnis dieser Forschung ist, dass ein regelmäßigerer Saunabesuch mit einem geringeren Risiko des Todes durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei älteren Frauen und Männern verbunden ist“, erklärt Studienautor Professor Jari Laukkanen von der University of Eastern Finland in einer Pressemitteilung. Bisherige Bevölkerungsstudien seien hauptsächlich an Männern durchgeführt worden.

Es gebe mehrere mögliche Gründe, warum der Gebrauch einer Sauna das Todesrisiko durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen senkt, fährt der Experte fort. Das Forschungsteam hatte bereits in früheren Studien gezeigt, dass eine hohe Saunanutzung mit einem niedrigeren Blutdruck zusammenhängt. Darüber hinaus ist bekannt, dass die Nutzung der Sauna eine Erhöhung der Herzfrequenz auslöst, welche einer körperlichen Anstrengung mit niedriger bis mittlerer Intensität entspricht, fügt Professor Laukkanen hinzu.

Wie wurden die Daten erhoben?

Es wurde auch festgestellt, dass die Inzidenz der Mortalität durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen während des Untersuchungszeitraums abnahm, je länger der Aufenthalt in der Sauna pro Woche war. Für diejenigen, die mehr als 45 Minuten pro Woche in der Sauna verbrachten, betrug die Inzidenz 5,1 pro 1.000 Personenjahre, während der Wert bei 9,6 lag, wenn Menschen insgesamt weniger als 15 Minuten pro Woche in der Sauna verbrachten. Die Autoren bewerteten die Sauna-Nutzung anhand eines selbst ausgefüllten Fragebogens und überprüften Todesfälle durch kardiovaskuläre Ursachen anhand von Dokumenten aus Krankenhäusern und Krankenstationen, Sterbeurkunden sowie medizinischen Berichten für 1.688 Probanden.

Weitere Forschung ist nötig

Zu Beginn der Studie waren die Teilnehmenden im Durchschnitt 63 Jahre alt und 51,4 Prozent waren Frauen. Die Daten für diese prospektive Studie wurden zwischen dem Jahr 1998 und dem Jahr 2015 erhoben und die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 15 Jahre. Die Autoren weisen darauf hin, dass alle Patienten, deren Daten in dieser Studie analysiert wurden, aus der gleichen Region stammten. Daher bestehe weiterer Forschungsbedarf, um zu überprüfen, ob die Ergebnisse auch für Bevölkerungsgruppen anderer Regionen zutreffen. (as)