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Salz kann das Immunsystem schwächen

Volker Blasek
Verfasst von Diplom-Redakteur (FH) Volker Blasek, Medizinischer Fachredakteur
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11. Februar 2023
in News
Eine Frau nimmt einen Löffel voll Salz aus einem Behälter.
Ein Forschungsteam entschlüsselte einen bislang unbekannten Mechanismus, der aufklärt, wie Salz dem Immunsystem schadet. (Bild: adrian_ilie825/stock.adobe.com)
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Wie Salz auf das Immunsystem wirkt

Viel Salz ist typisch für die westliche Ernährung. Neben Fett und Zucker ist Salz der prägnanteste Geschmacksträger hierzulande. Ein internationales Forschungsteam fand nun heraus, dass sich eine salzreiche Ernährungsweise jedoch negativ auf das Immunsystem auswirken kann, indem die Energieversorgung von T-Zellen geschwächt wird.

Forschende des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft berichten in dem renommierten Fachjournal „Cell Metabolism“, dass Salz den Energie-Metabolismus von wichtigen Immunzellen verschlechtern kann. Der entdeckte Mechanismus könnte sich auf die Autoimmunität auswirken und begünstigen, dass Immunreaktionen aus dem Ruder laufen.

Welche Risiken birgt eine salzreiche Ernährung?

Eine salzreiche Ernährung wurde in zahlreichen Studien bereits mit einer Reihe negativer Auswirkungen auf die Gesundheit verbunden, darunter beispielsweise ein erhöhtes Risiko für

  • Bluthochdruck,
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
  • Nierenschäden,
  • Ödeme,
  • Dehydrierung.

Neue Erkenntnisse über die Auswirkungen von Salz

Im Rahmen der aktuellen Studie zeigten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun, dass Salz auch negative Auswirkungen auf die Regulation des Immunsystems haben kann. Denn Salz verschlechtert offenbar den Energie-Metabolismus von regulatorischen T-Zellen, was beispielsweise bei der Entstehung von Autoimmunerkrankungen eine wichtige Rolle spielen könnte.

Salz schwächt die Kraftwerke der Zellen

Bereits in einer vorherigen Arbeit fand die Arbeitsgruppe heraus, dass eine salzreiche Ernährung den Stoffwechsel und die Energiebilanz bestimmter Zellen des angeborenen Immunsystems negativ beeinflussen kann. Zu den betroffenen Zellen zählen beispielsweise Monozyten und Makrophagen (Fresszellen).

Nach Angaben der Forschenden ist diese Beeinträchtigung darauf zurückzuführen, dass Salz die sogenannten Mitochondrien schwächt, also die Kraftwerke in den Zellen. In der aktuellen Folgestudie hat das Team nun untersucht, ob Salz auch einen ähnlichen Effekt auf das adaptive Immunsystem hat, zu dem beispielsweise die regulatorischen T-Zellen zählen.

Was sind regulatorische T-Zellen

Regulatorische T-Zellen, die in der Kurzform Tregs genannt werden, sind ein wichtiger Bestandteil des adaptiven Immunsystems. Sie sind unter anderem für die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts zwischen normalen und überschießenden Immunreaktionen verantwortlich.

Tregs sind die „Immunpolizei“

Die Forschungsgruppe bezeichnet die Tregs sinnbildlich als „Immunpolizei“. Sie sorgen vereinfacht ausgedrückt dafür, dass Immunreaktionen kontrolliert ablaufen, ohne das der Organismus dabei Schaden nimmt.

Treg-Funktion bei Multipler Sklerose gestört

Im Rahmen einer weiteren erst kürzlich veröffentlichten Studie hat eine andere Forschungsgruppe beschrieben, dass diese Tregs bei Betroffenen mit Multipler Sklerose schlechter funktionieren als bei gesunden Personen. Eine Fehlfunktion der Tregs steht mit Autoimmunerkrankungen in Verbindung. Warum die Tregs schlechter arbeiten, war bislang jedoch unklar.

„Die Beobachtungen bei Autoimmunpatient*innen und unsere Ergebnisse, dass Salz die Funktion der Mitochondrien bei Monozyten und Makrophagen einschränkt, waren unser Ausgangspunkt“, erläutert der leitende Wissenschaftler Professor Dominik Müller.

Salz greift in den zellulären Stoffwechsel ein

Die Forschenden konnten nun erstmals zeigen, wie Salz die Treg-Funktion stört, indem es die Energieerzeugung in den Mitochondrien hemmt und auf diese Art in den zellulären Stoffwechsel eingreift.

In verschiedenen Versuchsmodellen konnte das Team belegen, dass bereits kurze Unterbrechungen in der Mitochondrien-Funktion langanhaltende Folgen bezüglich der Leistungsfähigkeit der Tregs haben kann.

Neuer schädlicher Mechanismus von Salz aufgedeckt

Die Erkenntnisse deuten insgesamt darauf hin, dass die durch Salz induzierten Veränderungen in den Tregs zur Entwicklung verschiedener Krankheiten, wie beispielsweise Krebs, Herzkrankheiten und Autoimmunerkrankungen beitragen könnten. Dies muss allerdings noch eingehender in weiteren Studien untersucht werden.

„Die Faktoren und die molekularen Mechanismen besser zu verstehen, die zur Fehlfunktion der Tregs bei Autoimmunität beitragen, ist eine zentrale Frage auf diesem Gebiet“, fasst Professor Markus Kleinewietfeld aus dem Forschungsteam zusammen.

Neue Behandlungsansätze für zahlreiche Krankheiten

„Da Tregs auch bei Krankheiten wie Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine Rolle spielen, könnte die Aufklärung solcher durch Salz ausgelösten Effekte neuartige Ansätze eröffnen, um die Treg-Funktion bei verschiedenen Krankheiten zu verändern“, resümiert der Professor. (vb)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Diplom-Redakteur (FH) Volker Blasek
Quellen:
  • Max-Delbrück-Centrum: Salz kappt die Energiezufuhr der Immunregulatoren (veröffentlicht: 09.02.2023), mdc-berlin.de
  • Beatriz Côrte-Real, Ibrahim Hamad et al.: Sodium perturbs mitochondrial respiration and induces dysfunctional Tregs; in: Cell Metabolism (2023), DOI: 10.1016/j.cmet.2023.01.009, cell.com
  • Max-Delbrück-Centrum: Zu viel Salz bremst Fresszellen aus (veröffentlicht: 30.04.2021), mdc-berlin.de

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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