Schiefe Zähne: Was kann dauerhaft helfen?

Schöne, gerade Beißer für jedes Alter

Egal ob Jung oder Alt – viele sehnen sich nach einem makellosen Lächeln und geraden Zähnen. Allerdings drehen, kippen oder verschieben sich die Beißer gerne und stören damit nicht nur das ästhetische Erscheinungsbild, sondern auch den Biss. Abhilfe schaffen dann festsitzende oder herausnehmbare Zahnspangen. Bei Kindern und Jugendlichen mittlerweile zum Standard geworden, sorgt das Erscheinen des Drahtgestelles bei Erwachsenen allerdings oftmals für Verwunderung.


Immer häufiger äußert die ältere Generation den Wunsch, Fehlstellungen zu korrigieren. Diese Entwicklung beobachtet auch Dr. Mirela-Oana Nilius, Spezialistin für Zahnästhetik, Kinderzahnheilkunde und Kieferorthopädie. Im Folgenden klärt die Expertin der Praxisklinik Nilius aus Dortmund auf, wie es zur Verschiebung der Zähne kommt und wie sich Fehlstellungen passend für Jung und Alt beheben lassen.

Was tun bei schiefen Zähnen? Bild: unpict – fotolia

Ein Problem – viele Ursachen

Oftmals hervorgerufen durch vorzeitigen Milchzahnverlust, langes intensives Nuckeln oder angeborene Kieferfehlstellungen, bereiten schief angeordnete Zähne später häufig Probleme. „Zudem erweisen sich die Kiefer der Patienten nicht selten als zu klein oder zu schmal, weshalb die Zähne nicht genügend Platz finden und sich verschieben“, berichtet Dr. Nilius.

In der Folge bilden sich Schmutznischen, die zu Entzündungen der Mundschleimhaut führen und Krankheiten wie Karies oder Parodontitis auslösen. Zahnfehlstände führen darüber hinaus zu Aussprachfehlern von Lauten wie S oder Z, die eine Bisskorrektur jedoch effektiv behebt. „Um solche Probleme frühzeitig zu minimieren, wird bei jeder Kontrolluntersuchung auch die Zahnstellung überprüft. Ob eine kieferorthopädische Behandlung notwendig ist, hängt dann vom Schweregrad ab. In der Regel erfolgen jedoch regulierende Maßnahmen nach dem Zahnwechseln. Bei schwereren Fehlstellungen lässt sich das Milchgebiss mit herausnehmbaren Spangen für einen begrenzten Zeitraum vorbehandeln“, betont die Kieferorthopädin aus Dortmund.

Keine schiefen Zähne mehr

Außen und innen liegend, festsitzend oder herausnehmbar: Die Auswahl an Zahnspangen ist vielfältig und gestaltet sich für Patienten oftmals schwer. „Am bekanntesten sind wohl die aufklebbaren Brackets, die wir mit einem speziellen Klebstoff an den Zähnen befestigen und anschließend mit einem dünnen Draht verbinden. Sichtbar im Frontbereich bei Kindern und Jugendlichen, die es gerne bunt mit knalligen Farben mögen, transparent ästhetisch oder unauffällig an der Innenseite der Zähne bei Erwachsenen, erlauben sie größere und kompliziertere Zahnbewegungen wie horizontale Verschiebungen oder Drehungen“, erklärt die Spezialistin der Praxisklinik Nilius.

Oftmals wünschen sich Betroffene mit viel Kundenkontakt jedoch diskretere Alternativen zur Plättchen-Draht-Konstruktion und greifen zu unsichtbaren Lösungen wie transparente Kunststoffschienen. Für das bloße Auge völlig unsichtbar, dienen diese vor allem der Feinanpassung leichter Korrekturen. Ohne die Befestigung durch Gummis, Klammern und Drähte lässt sich die Schiene zu wichtigen Terminen problemlos herausnehmen. Auch das Essen und Zähneputzen werden durch diese einfache Handhabung erleichtert. (sb, pm)