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Studie: Omega-3-Fettsäuren kaum wirksam bei Depressionen

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
6. November 2015
in News
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Wirkung von Omega-3-Fettsäure gegen Depressionen fraglich
Im Allgemeinen wird Omega-3-Fettsäuren nachgesagt, dass sie gut für unsere Gesundheit sind. Auch gegen Depressionen sollen die Fettsäuren ein positive Wirkung entfalten. Nun ergaben neue Studien aber, dass möglicherweise depressive Störungen nicht wirksam mit Omega-3-Fettsäure behandelt werden können. Viele Lebensmittel beinhalten die für uns so wichtigen Omega-3-Fettsäuren. So sind diese beispielsweise in Fisch, Meeresfrüchten und einigen Nüssen und Samen enthalten. Präparate mit entsprechenden Fettsäuren werden heute weltweit wegen ihrer positiven Wirkung auf die menschliche Gesundheit angeboten. So können Omega-3-Fettsäure-Präparate fast überall als verschreibungsfreie Nahrungsergänzung erworben werden. Solche Ergänzungen haben in den letzten zehn Jahren enorm an Popularität gewonnen.

Verschiedene frühere Studien legten nahe, dass Omega-3-Fettsäure-Präparate auch zur Behandlung von depressiven Patienten eingesetzt werden können. Die aktuelle Untersuchung von Wissenschaftlern der Universität Bournemouth kommt jedoch zu einem anderen Ergebnis. Die Wirkung der Fettsäuren ist demnach derart gering, dass der Einsatz bei Patienten mit Depression wenig sinnvoll erscheint. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Mediziner in dem Fachjournal „Cochrane Library“.

Wirkung von Omega-3-Fettsäuren bei Depressionen sehr gering
Die Forscher von der Universität Bournemouth in Großbritannien werteten im Rahmen ihrer Untersuchung die Ergebnisse von 26 unabhängigen Studien mit insgesamt 1.458 Teilnehmern aus. Die ausgewerteten Studien verglichen die Auswirkungen von Omega-3-Fettsäureergänzungen in Kapselform mit einem Placebo. Den Ergebnissen zufolge konnten Menschen, die zuvor Omega-3-Fettsäuren erhalten hatten, weniger Symptome einer Depression feststellen, als Patienten, die ein Placebo eingenommen hatten. In einer der Studien wurde an 40 Teilnehmern getestet, welche Auswirkungen Omega-3-Fettsäure-Präparate im Vergleich zu einer Behandlung mit einem Antidepressivum haben. Die Ergebnisse der Studien zeigten auch, dass die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren bei depressiven Erkrankungen nur sehr gering ausfiel.

Omega-3-Fettsäure nicht sinnvoll bei Depressionen
Die Medizinerin von der Universität Bournemouth stellten fest, dass nur eine sehr bescheidene Wirkung von Omega-3-Fettsäuren im Vergleich zu Placebos zu beobachten war. Die Auswirkungen seien so gering, dass eine Anwendung der Präparate bei Depressionen wahrscheinlich wenig sinnvoll sei, sagten die Forscher in einer Stellungsnahme. Die Ergebnisse sind von geringer oder sehr geringer Qualität, erklärte die Hauptautorin der Studie Dr. Katherine Appleton von der Bournemouth University. Zwar seien alle Untersuchungen ein wichtiger Beitrag mit direkter Relevanz zu den Analysen der Fragestellung, aber die meisten dieser Studien seien zu klein und von geringer Qualität, fügte die Medizinerin hinzu. Zum jetzigen Zeitpunkt würden nicht genug relevante hochwertige Beweise vorliegen, um zu bestimmen wie sinnvoll der Einsatz von Omega-3-Fettsäuren und deren Auswirkungen auf Depressionen ist. Wichtig sei, dass Patienten, die unter Depressionen leiden, sich ihrer Erkrankung voll bewusst sind. Nur so sei es möglich, dass bessere Entscheidungen im Bezug auf die Behandlung getroffen werden, erklärte die Medizinerin. (as)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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