Studie: Tai Chi hilft bei Tumor-assoziierter Fatigue

Tai Chi bewirkt Abhilfe bei bleierner Müdigkeit durch Krebs

Eine Metaanalyse hat nun bestätigt, dass Tai Chi-Übungen über 8 Wochen bei Tumor-assoziierter Fatigue deutlich zur Symptomlinderung beiträgt.

Tai Chi stärkt den Körper und die Seele. Bild: zhu difeng – fotolia

Rund 30-40% aller Krebspatienten leiden unter Tumor-assoziierter Fatigue. Sie tritt während und nach der Behandlung auf und kann über Jahren persistieren. Fatigue ist von Gefühlen der Müdigkeit, Erschöpfung und mangelnder Energie geprägt und führt häufig zu erheblichen Leistungseinbußen. Von den betroffenen Patienten wird Fatigue oft als schlimmer bewertet als Schmerzen, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit oder Übelkeit.

Behandelt wird die Tumor-assoziierte Fatigue am erfolgreichsten durch sportliche Aktivität und psychologischer Unterstützung.

Nun haben Wissenschaftler bestätigt, dass auch Tai Chi die Fatigue-Symptome von Krebs-Patienten bessern kann. Sie hatten für ihre Meta-Analyse sechs randomisierte kontrollierte Studien mit 373 Patienten ausgewertet, bei denen der Effekt von regelmäßigem Tai-Chi-Üben auf die Tumor-assoziierte Fatigue im Vergleich zu einer Standardbehandlung u. a. mit anderen sportlichen Betätigungen überprüft wurde.

Im Rahmen der Studien waren bewährte Erfassungsinstrumente zu Beginn und beim Abschluss der Studien verwendet worden.

Tai-Chi-Interventionen über mehr als 8 Wochen zeigten sich gegenüber den Standardanwendungen deutlich überlegen. Unklar ist allerdings noch, wie sich ein langfristiger Einfluss auswirkt.

In Subgruppenanalysen zeigten sich deutliche lindernde Effekte bei Patienten mit Brust- und Lungenkrebs. Das galt jedoch nicht für Prostatakrebs.