Der Kopf

Fabian Peters
Der menschliche Kopf wird gebildet aus den knöchernen Strukturen des Schädels und den eingebetteten Sinnesorganen Augen, Nase, Mund und Ohren sowie dem innen liegenden Gehirn. Sehnen, Bänder, Muskeln, Knorpel, Bindegewebe und die Haut bilden die äußeren Strukturen. Die Vorderseite des Kopfes ist das Gesicht, welches wiederum grob in Stirn-, Augen-, Nase-, Mund- Wangen- und Kinnpartie unterteilt werden kann. Die Schläfen befinden sich im vorderen seitlichen Kopfbereich. Ab dem Ohr ist der seitliche Kopfbereich ebenso wie der Hinterkopf und der Oberkopf bei gesundem Haarwuchs überwiegend von der Kopfbehaarung bedeckt.

Wesentlich Funktionen der Sinneswahrnehmung und des Zentralen Nervensystems sind auf den Kopfbereich konzentriert. Sehen, Schmecken, riechen, hören sowie sämtliche bewussten und unterbewussten Denkleistungen gehen auf die Organe des Kopfes zurück. Auch der Gleichgewichtssinn wird von hier aus – genauer vom Ohr aus – gesteuert. Treten Schädigungen der Strukturen im Kopfbereich auf, kann dies entsprechend weitreichende Folgen haben. Das gilt sowohl für akute Verletzungen wie beispielsweise einen Schädelbasisbruch infolge eines Unfalls, als auch für verschiedene Erkrankungen des Gehirns (z. B. Hirntumore, Hirnhautentzündungen) und der übrigen Sinnesorgane (zum Beispiel akute Mittelohrentzündung, Augenentzündung oder Nasennebenhöhlenentzündung).

Das Spektrum möglicher Beschwerdebilder im Kopfbereich ist äußerst variabel und reicht von klassischen Kopfschmerzen über Ohrenschmerzen, Schnupfen oder auch Zahnschmerzen bis hin zu Schwindel und ungewöhnlichen Erkrankungen wie beispielsweise Clusterkopfschmerzen. Auch Beeinträchtigungen der Sinneswahrnehmung wie Schwerhörigkeit oder Sehstörungen sind im weiteren Sinne dem Kopfbereich zuzuschreiben. Darüber hinaus werden im allgemeinen Sprachgebrauch psychische Beschwerden häufig mit Kopfproblemen gleichgesetzt. Insgesamt sind viele Strukturen im Kopfbereich besonders empfindlich und Beeinträchtigung ihrer Funktionen haben extrem weitreichende, schlimmstenfalls tödliche Folgen. (fp)