AOK: Krankenstand leicht gestiegen

Heilpraxisnet

AOK-Report zeigt Veränderungen des Krankenstandes

28.08.2014

Die AOK Nordost verzeichnete im vergangenen Jahr einen leicht gestiegenen Krankenstand der versicherten Arbeitnehmer in Mecklenburg-Vorpommern. In Berlin sei der Krankenstand hingegen im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr von 5,2 auf 5,1 Prozent gesunken, so das Ergebnis des aktuellen Fehlzeiten-Reports des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).

Von 5,3 Prozent im Jahr 2012 auf 5,4 Prozent im Jahr 2013 hat sich der Krankenstand bei den versicherten Arbeitnehmern der AOK Nordost in Mecklenburg-Vorpommern erhöht. Durchschnittlich 19,7 Tage im Jahr waren die Versicherten krankgeschrieben. Die längste durchschnittlich Krankschreibungsdauer ging dabei mit 26,5 Arbeitsunfähigkeitstagen je Fall auf die psychischen Erkrankungen zurück. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen bedingten verhältnismäßig lange Krankschreibungen (23,4 Arbeitsunfähigkeitstage). Gleiches gilt für Verletzungen (20,1 Arbeitsunfähigkeitstage) und Muskel-Skelett-Erkrankungen (19,1 Arbeitsunfähigkeitstage). Atemwegserkrankungen waren im Durchschnitt mit Krankschreibung von 8,4 Tagen Dauer verbunden.

Psychische Erkrankungen mit der längsten Krankschreibungsdauer
Bei den AOK-versicherten Arbeitnehmer in Berlin betrug die durchschnittliche Krankschreibungsdauer den Ergebnissen des Fehlzeiten-Reports zufolge 18,6 Tage im Jahr 2013. Auch hier waren die psychischen Erkrankungen im Schnitt mit den längsten Krankschreibungen (22,9 Arbeitsunfähigkeitstage pro Fall) verbunden, gefolgt von Verletzungen mit 19,2 Tagen, Herz-Kreislauferkrankungen mit 18,6 Tagen und Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 16,3 Tagen, so die Mitteilung der AOK Nordost. Die Krankschreibungsdauer bei den Atemwegserkrankungen betrug im Durchschnitt 7,2 Tage und bei den Verdauungserkrankungen sieben Tage.

Atemwegserkrankungen häufigster Grund für Arbeitsunfähigkeit
Allerdings zeichnet der Fehlzeiten-Report bei den Arbeitsunfähigkeitsfällen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ein anderes Bild als bei den Krankschreibungen. Hier nahmen zum Beispiel in Berlin die Erkrankungen des Atmungssystems mit 25,6 Prozent den größten Anteil ein. „Es folgen die Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 15 Prozent, die Verdauungserkrankungen mit 9,3 und Verletzungen mit 6,4 Prozent“, berichtet die AOK Nordost weiter. Der Anteil der psychischen Erkrankungen habe indes nur bei 5,7 Prozent gelegen und Herz-Kreislauferkrankungen seien lediglich für 3,6 Prozent der Arbeitsunfähigkeitsfälle verantwortlich gewesen. (fp)

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