Trotz Diabetes hin und wieder ein Eis erlaubt

Heilpraxisnet

Ab und zu ein Eis ist auch für Diabetiker erlaubt

06.08.2014

Menschen mit Diabetes wurde in der Vergangenheit meist davon abgeraten, im Sommer mehrmals die Woche Eiscreme zu genießen. Doch Eis ist für Diabetiker grundsätzlich kein Tabu. Ab und zu eine Kugel zu schlemmen ist für Betroffene durchaus erlaubt. Wichtig dabei ist, den Blutzucker im Auge zu behalten.


Diabetiker müssen auf sommerlichen Eis-Genuss nicht verzichten
Für Menschen mit Diabetes ist Eis kein Tabu. Ab und zu dürfen Betroffene durchaus eine Kugel schlemmen und müssen nicht grundsätzlich auf den sommerlichen Genuss verzichten. Um das Problem "Hoher Blutzucker" im Auge zu behalten, sollten Diabetiker allerdings auf den Kohlenhydratgehalt in Broteinheiten (BE) und eventuell auch die Kalorienanzahl (kcal) achten. Darauf hat laut einer dpa-Meldung die Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe in Berlin hingewiesen.

In Maßen, nicht in Massen
Beispielsweise enthalte eine Kugel Fruchtsorbet oder Schokoladeneis etwa 1,5 BE und eine 90-Gramm-Portion Softeis rund 2,9 BE, wobei eine BE 12 Gramm Kohlenhydraten entspricht. Die Angabe in BE ist für Diabetiker mit Typ 1 wichtig, da sich daran bemisst, wie viel Insulin gespritzt werden muss. Eiscreme ist zudem genauso wie andere Süßigkeiten auch in speziellen Ausführungen für Diabetiker verfügbar. Doch beim Naschen gilt für Diabetiker ebenso wie für Gesunde: In Maßen, nicht in Massen.

Zucker im Wassereis schneller im Blut
Die Kalorienzahl spielt auch bei insulinpflichtigem Diabetes Typ 2 eine Rolle. Zu viele Kalorien und zu wenig Bewegung können zu Übergewicht sowie Adipositas führen und damit zur Verschlechterung der Erkrankung führen. Den Angaben von diabetesDE zufolge enthält eine Kugel Fruchtsorbet rund 86 kcal und eine Kugel Schoko etwa 140 kcal. Wie die Experten erläuterten, gehe der in Wasser- und Fruchteis enthaltene Zucker allerdings schneller ins Blut über als der, der in Milcheis steckt. Durch das Fett werde der Übergang des Zuckers in das Blut verlangsamt. (ad)

Bild: Peter Bast / pixelio.de